Gehwege an der Lindenstraße
Politik lehnt Ausbau ab und möchte die Bäume erhalten

Ochtrup -

Einigkeit herrschte am Montagabend im Ausschuss für Straßen- und Tiefbauangelegenheiten mit Blick auf den Antrag eines Anliegers der Lindenstraße. Sein Begehr: Die Gehwege im alten Teil der Lindenstraße (gemeint ist der Bereich zwischen Metelener Straße und Kampstraße sowie nördlich davon) sollen saniert beziehungsweise ausgebaut werde. Dem schlossen sich die Politiker nicht an.

Mittwoch, 20.11.2019, 07:00 Uhr
Der Ausschuss für Straßen- und Tiefbauangelegenheiten votierte einstimmig gegen den Antrag eines Anliegers der Lindenstraße, die Gehwege dort auszubauen.
Der Ausschuss für Straßen- und Tiefbauangelegenheiten votierte einstimmig gegen den Antrag eines Anliegers der Lindenstraße, die Gehwege dort auszubauen. Foto: Anne Steven

Eine derartige Maßnahme würde nicht nur bedeuten, dass die Anlieger zur Kasse gebeten werden müssten, sondern auch, dass die Bäume, die der Straße ihren Namen geben, gefällt werden, informierte die Verwaltung. Auf Nachfrage von Martin Grave (FWO) erklärte Bauamtsleiterin Karin Korten , dass eine Prüfung der Vitalität der Bäume keine Probleme ergeben habe. Auch der Gasversorger sehe an dieser Stelle keinen Handlungsbedarf. „Natürlich heben die Wurzeln Gehwegplatten und Pflastersteine an“, berichtete Karin Korten. Die Lindenstraße bleibe eine Straße, die regelmäßig von den Mitarbeitern des Baubetriebshofes überarbeitet werden müsse, doch die Verkehrssicherheit sei gegeben. „Wir kommen da klar“, so die Verwaltungsmitarbeiterin. Sie wies ausdrücklich darauf hin, dass der Antragsteller zwar an der Lindenstraße, aber nicht im beschriebenen Bereich wohne. Von anderen Anliegern gebe es keine Beschwerden.

Die Gehwege seien an vielen Stellen in Eigenregie, teilweise mit Unterstützung der Stadt angelegt worden. „Wir haben viele solcher Straßen“, betonte Kämmerer Roland Frenkert.

Die Stellungnahmen im Ausschuss fielen eindeutig aus. „Ich bin dagegen, die Bäume zu fällen“, stellte etwa Petra Scheipers (SPD) klar. Dieser Meinung war auch ihr Fraktionschef Vincent ten Voorde: „Die Verkehrssicherheit ist gegeben, es gibt keinen akuten Handlungsbedarf. Da sollten wir die Arbeit der Bürger nicht zerstören.“ Auch die anderen Politiker sahen keinen Grund, an dieser Stelle zu handeln. Der Antrag wurde somit einstimmig abgelehnt.

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