Plattdeutsches Theaterstück der Landjugend
Opa hat‘s faustdick hinter den Ohren

Ochtrup -

Die Familie hält den Großvater für senil – dabei hat es der alte Herr faustdick hinter den Ohren. Nicht umsonst ist das neue plattdeutsche Theaterstück der Landjugend „Tru kienen Opa“ betitelt.

Dienstag, 26.11.2019, 07:00 Uhr
„Tru kienen Opa“ lautet der Titel des aktuellen plattdeutschen Theaterstückes, das die Landjugend Anfang des Jahres auf die Bühne bringt. Die Proben laufen bereits, an manch kleinem Detail wird dabei von der Laienspielschar noch gefeilt.
„Tru kienen Opa“ lautet der Titel des aktuellen plattdeutschen Theaterstückes, das die Landjugend Anfang des Jahres auf die Bühne bringt. Die Proben laufen bereits, an manch kleinem Detail wird dabei von der Laienspielschar noch gefeilt. Foto: Rike Herbering

Eine gespannte Stille liegt über dem großen Probenraum im ehemaligen DRK-Zentrum. Gegenüber der großen Theaterbühne, die bereits Teil unzähliger Aufführungen war, sitzt Gaby Dankbar an einem langen Tisch, von dem aus sie das gesamte Bühnengeschehen im Blick hat, um den Darstellern wertvolle Tipps geben zu können. Doch noch ist der schwere rote Vorhang geschlossen.

Das dicke Textskript vor sich liegend, gibt die Hobby-Regisseurin endlich das Kommando, den roten Vorhang der Theaterbühne zu öffnen. Und nach und nach lassen sich immer mehr Teile des Bühnenbildes erhaschen. Doch die Augen des Betrachters ruhen auf Maximilian Köster alias Heinz Feldmann , der in einer gemütlichen, an die 50er-Jahre erinnernden Wohnstube, direkt neben einem Schaukelstuhl und gekleidet in einen bunten Sportanzug bäuchlings auf dem Holzboden liegt. Angeleitet von einer fröhlichen Radiostimme und unentwegt vor sich hin schimpfend, versucht sich der rüstige Rentner an Sportübungen. Er trainiert so lange, bis schließlich seine Enkelin Cordula Köster alias Marina Bültbrune mit einem gut gelaunten „Hallo, Opa!“ den mit einer großen Sitzbank und einem Tisch bestückten Wohnraum betritt.

Für die Premiere des platt-deutschen Theaterstücks der Landjugend im Januar laufen die Proben bereits auf Hochtouren. Bis auf wenige Elemente steht das Bühnenbild fast vollständig und abgesehen von kleinen Hängern sitzt der plattdeutsche Text bombenfest.

In diesem Jahr fiel die Wahl der Theatermacher auf das Stück „Tru kienen Opa“, ein von Dieter Adams geschriebener Schwank in drei Akten. Bereits Ende September begannen die Leseproben, galt es in diesem Jahr doch, das gesamte Stück in die plattdeutsche Sprache zu übersetzen. „Das war ziemlich viel Arbeit, aber schließlich haben wir es ja doch hinbekommen“, schmunzelt Gaby Dankbar, während sie aufmerksam das Agieren der Darsteller auf der großen Bühne beobachtet. „Setz dich doch mal in den Sessel, während du schelmisch grinst“, rät sie Steffen Bätker, nachdem dieser gemeinsam mit Maik Schulze-Mieling die Bühne betreten hat. Und tatsächlich: kleines Detail- große Wirkung. „Es sind die Feinheiten, die das Stück, neben der plattdeutschen Sprache, für den Zuschauer zu etwas Besonderem machen“, weiß die Hobby-Theatermacherin und erklärt, worum es in der Story überhaupt geht: „In der Familie Köster gibt es zunächst einmal den Opa, Maximilian Köster, der von Heinz Feldmann gespielt wird. Dieser wird aber von allen für senil gehalten, und besonders seine beiden Schwiegertöchter (Julia Issinghoff und Katharina Lünter), die er mehr oder weniger liebevoll ‚die Schwiegerdrachen´ nennt, sind hinter seinem Erbe her.“ Maximilian hat es in Wirklichkeit allerdings faustdick hinter den Ohren und schmiedet gemeinsam mit seiner Enkelin Cordula (Marina Bültbrune) einen Plan. „Was es mit eben diesem und den beiden mysteriösen Figuren Markus (Benedikt Ostkotte) und Heidi auf sich hat, bleibt zunächst unklar – und wird natürlich im Vorfeld noch nicht verraten“, schmunzelt Gaby Dankbar. „Eins sei allerdings bereits vorweggenommen: Das Ganze nimmt, wie es für einen Schwank üblich ist, noch einmal eine gute Wendung“, verrät sie aber schon jetzt.

Viele Stunden der Vorbereitung, Planung und des Probens stecken bereits in dem Theaterstück „Tru kienen Opa“. Die Veranstalter freuen sich über eine große Besucherzahl, wenn es bei der Premiere im Januar dann heißt: „Toi, toi, toi!“

Der Vorverkauf hat begonnen

Die Premiere des plattdeutschen Theaterstücks „Tru kienen Opa“ will die Landjugend am 4. Januar (Samstag) um 19.30 Uhr mit vielen Zuschauern feiern. Am Tag darauf (Sonntag) findet eine weitere Vorstellung mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken um 14.30 Uhr statt. Zusätzliche Vorstellungen sind für den 12. Januar (Sonntag) um 17 Uhr, den 18. Januar (Samstag) um 19.30 Uhr sowie den 25. Januar (Samstag) um 19.30 Uhr geplant. Alle Vorstellungen finden im ehemaligen DRK-Heim an der Pius­straße statt. Einlass ist jeweils eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung. Der Kartenvorverkauf läuft bereits, für einen Preis von sieben Euro gibt es noch Tickets bei der Raiffeisen-Warengenossenschaft.

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