Sonderabfalldeponie
Bezirksregierung genehmigt Sanierung der Sickerschächte

Ochtrup -

Die Bezirksregierung Münster hat die notwendige Sanierung von vier Sickerwasserschächten der Sondermülldeponie genehmigt. Darüber informierte die Behörde in einer Pressemitteilung.

Dienstag, 26.11.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 26.11.2019, 05:02 Uhr
Die Bezirksregierung hat die Sanierung der Sickerwasserschächte der Sondermülldeponie genehmigt.
Die Bezirksregierung hat die Sanierung der Sickerwasserschächte der Sondermülldeponie genehmigt. Foto: Anne Steven

Umgesetzt werden soll die Maßnahme 2020/2021. Die Deponie in der Weiner wurde bis 2001 betrieben und befindet sich zurzeit in der Stilllegungsphase.

„Die Schächte haben nur einen Meter Durchmesser und werden durch größere und dem Stand der Technik entsprechende Schächte mit zwei Metern Durchmesser ersetzt“, heißt es in der Mitteilung. Außerdem werden die Sickerwasserleitungen soweit erforderlich saniert. Der Rückbau und der Austausch der Schächte erfolge im Schutz von Spritzbetonbaugruben. „Bei den Arbeiten werden höchste Anforderungen an den Arbeitsschutz gestellt. Schädliche Umwelteinwirkungen sollen ausgeschlossen und verhindert werden“, schreibt die Bezirksregierung weiter. So sei beispielsweise der Einstieg in die Baugruben und Schächte nur mit einer persönlichen Schutzausrüstung und einem Sicherheitsseil erlaubt. Gefährdungsbeurteilungen und Betriebsanweisungen würden im Vorfeld mit der Feuerwehr abgestimmt.

Im Februar 2017 wurde das Insolvenzverfahren der Betreibergesellschaft, der Gesellschaft für Materialrückgewinnung und Umweltschutz (GMU), eröffnet. Als Inhaber der Deponie ist die GMU trotz des Insolvenzverfahrens weiterhin für die Sicherheit verantwortlich und hat deshalb in Abstimmung mit der Entsorgungsgesellschaft Steinfurt (EGST) die notwendigen Sanierungsmaßnahmen beantragt (wir berichteten).

Für die Sanierung wird mit Kosten von zwei bis drei Millionen Euro gerechnet. Seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens koordiniert die Bezirksregierung die notwendigen Maßnahmen zur Überwachung und Nachsorge. Die laufenden Kosten werden derzeit über die Sicherheitsleistung abgedeckt, die von der GMU hinterlegt wurde. Die Bezirksregierung werde die langfristige Sicherheit der Deponie dauerhaft sicherstellen, heißt es in der Mitteilung. Dafür werde das Land NRW die Kosten übernehmen, und zwar auch dann, wenn diese nicht mehr aus der Sicherheitsleistung beglichen werden können.

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