Auftritt in TV-Jahresrückblick
Klara Ahlert als „Oldie for Future“ bei Günther Jauch zu Gast

Ochtrup/Minden -

„Hut ab“ vor den jugendlichen „Fridays for Future“-Akteuren, dachte sich Klara Ahlert. Die gebürtige Ochtruperin ließ sich dadurch selbst zum Engagement inspirieren. Und berichtet darüber nun in der Jauch-Sendung „2019! Menschen, Bilder, Emotionen“ am 8. Dezember.

Donnerstag, 28.11.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 28.11.2019, 07:11 Uhr
Klara Ahlert in Aktion: Bei den „Fridays for Future“-Demos greift sie inzwischen beherzt zum Mikrofon und meldet sich als „Oldie“ zu Wort.
Klara Ahlert in Aktion: Bei den „Fridays for Future“-Demos greift sie inzwischen beherzt zum Mikrofon und meldet sich als „Oldie“ zu Wort. Foto: privat

„Ich und auf die Straße gehen? – Nein, das war bisher nicht meine Kragenweite.“ Klara Ahlert sagt es in einem Brustton der Überzeugung. Sie formuliert den Satz allerdings auch in der Vergangenheitsform. Und das hat bei einer Lehrerin eine spezielle Bedeutung: Die Vergangenheit liegt hinter ihr. Was war, ist nicht mehr aktuell. Im Präsenz und Futur lautet die Aussage der 78-Jährigen nämlich ganz anders: „Ich bin für den Klimaschutz aktiv. Gemeinsam mit den jungen Menschen. Und dafür demonstriere ich auch.“

Obwohl heute in Minden lebend, ist Klara Ahlert vielen Ochtrupern noch gut bekannt. Geboren und aufgewachsen ist sie in der Töpferstadt als „Klärchen“ Tömmers. Und hier hat sie die ersten Jahre nach ihrer pädagogischen Ausbildung in der Bauerschaft an der Bollhorst-Schule unterrichtet. „Zunächst das fünfte und sechste Schuljahr, dann die siebte und achte Klasse in Religion und Biologie“, erinnert sich die Seniorin. Später dann kamen die Jüngsten hinzu. „Die sprachen zunächst einmal nur Platt“, lacht Klara Ahlert. „Mein Glück war, dass mein Vater immer viel Wert darauf gelegt hatte, dass ich alles spreche. So habe ich die Kinder wenigstens verstanden“, schmunzelt die ehemalige Lehrerin.

"Klärchen" im Fernsehen 

Mit ihrem Mann zog es sie später allerdings raus aus Westfalen in Richtung Bremen, von dort aus nach Minden, wo sie heute noch wohnt.

Die Anbindung an ihre Heimat hat Klara Ahlert allerdings nie verloren: „Mehrmals im Jahr werde ich von ehemaligen Schülern zu einem Erinnerungs- oder Klassentreffen eingeladen“, freut sie sich.

Und viele alte Bekannte stutzten kürzlich, als sie „ihr Klärchen“ im Fernsehen erblickten. In der Sendung „Live nach Neun“ wurde sie vorgestellt: als Demonstrantin für den Umwelt- und Klimaschutz. Das Vormittagsformat der ARD berichtete darüber, dass Klara Ahlert als Ergänzung zu der Jugendaktion „ Fridays for Future “ die „Oldies for Future“ ins Leben gerufen hatte.

Große Klimademo am 20. September 2019

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  • Am Freitagmorgen sind tausende Demonstranten auf dem Prinzipalmarkt in Münster zusammenkommen.

    Foto: Oliver Werner
  • Sie protestieren gegen die aktuelle Klimapolitik und fordern...

    Foto: Oliver Werner
  • ...mehr Einsatz für den Klimaschutz.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Klimastreik am Prinzipalmarkt mal aus einer anderen Perspektive.

    Foto: (c) H&G Luftaufnahmen
  • Nach der Auftaktkundgebung zogen die Demonstranten etwa zwei Stunden lang durch Münster.

    Foto: Oliver Werner
  • Polizei und Organisatoren zählten mehr als 20.000 Teilnehmer.

    Foto: Oliver Werner
  • Mit teils sehr kreativen Plakaten machten die Demonstranten auf ihr Anliegen aufmerksam.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Auch die noch relativ neue Gruppe "Christians For Future" war mit dabei.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Das Spektrum der Demonstranten war breit.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Gegen 10.30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Gang.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Dieses fünf Meter breite Nadelöhr an der Salzstraße zwischen der Dominikanerkirche und der Außengastronomie vor dem Karstadt mussten Tausende Demonstranten passieren. Da zur Zeit Bauarbeiten an der Kirche stattfinden, wurde es noch enger als ohnehin schon.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Im Bereich um den Bahnhof kam der Verkehr zum Erliegen. 

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Auch Busse konnten den Hauptbahnhof nicht mehr erreichen.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Kreativer Protest: Eine vierköpfige Gruppe demonstriert in historischen Kostümen mit einem Schild auf dem steht: „Kohle ist so 1850“. Mit dabei: Marina Weisband (2.v.r.), ehemaliges Bundesvorstandsmitglied und politische Geschäftsführerin der Piratenpartei.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Über etwa zwei Kilometer zog sich der Demonstrationszug durch die Stadt.

    Foto: Chiara Pas
  • Diese Gruppe hat Quallen aus Plastikmüll gebastelt.

    Foto: Chiara Pas
  • Die Demonstrierenden auf dem Weg durch den Kreisverkehr.

    Foto: (c) H&G Luftaufnahmen
  • Am Hansaring, wo parallel der "Parking Day" stattfand, bekamen die Demonstranten musikalische Unterstützung vom Straßenrand.

    Foto: Chiara Pas
  • Vor der Bahnunterführung an der Hafenstraße knubbelt es sich.

    Foto: Chiara Pas
  • Etwa eine halbe Stunde lang wurde am Mittag auch der Ludgerikreisel für die Demo gesperrt.

    Foto: Chiara Pas
  • Gegen 13 Uhr erreichte der Demonstrationszug wieder den Prinzipalmarkt.

    Foto: Chiara Pas
  • Dort fand noch die Abschlusskundgebung mit musikalischer Begleitung u.a. von der Band "von Welt" statt.

    Foto: Chiara Pas
  • Foto: Pjer Biederstädt
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  • Foto: Pjer Biederstädt
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  • Sehen Sie im Folgenden weitere Bilder der Klimademo in Münster.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Foto: Oliver Werner
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  • Foto: (c) H&G Luftaufnahmen
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„Mich hat das Engagement der jungen Leute für dieses Anliegen sehr beschäftigt. Es sind Jugendliche, zum Teil noch Kinder, die sich hier in ihrer Freizeit mit einer Ernsthaftigkeit in den Dienst einer Sache stellen, die mich schwer beeindruckt hat“, schildert sie den Ausgangspunkt. Sie habe sich deshalb ebenfalls mit dem Thema auseinandergesetzt „und viele wissenschaftliche Berichte darüber gelesen. Das hat mich nachdenklich gemacht. Und zugleich war ich enttäuscht darüber, wie wenig dieses jugendliche Eintreten für das Klima und die Zukunft unserer Welt die Politiker interessiert.“

Überraschende Resonanz

Zunächst habe sie überlegt, wie sie sich selbst einbringen könne: „Immer wieder habe ich gedacht: Du selbst schaffst das nicht. Das kannst du auch gar nicht. Bis dann aber die innere Überzeugung Oberhand gewann: Die Alten haben doch eigentlich die Zeit, aktiv zu werden. Wenn nicht sie – wer dann? Vielleicht können wir etwas bewirken und werden gehört“, beschreibt Ahlert den Werdegang hin zu ihrer ehrenamtlichen Arbeit.

Sie habe sich alsdann an die örtliche Tageszeitung in Minden gewandt und ihr Anliegen dort vorgebracht: „Es folgte eine Resonanz, mit der ich nicht gerechnet habe“, gibt die 78-Jährige zu. „Es hagelte förmlich Anrufe. Vor allem von Müttern meiner ehemaligen Schüler. Das hat mich sehr überrascht.“ Ob sie mit ihrem Einsatz etwas bewegen könne, „das weiß ich noch immer nicht. Aber es tut gut zu sagen: Ich habe es wenigstens versucht, die nachfolgenden Generationen zu unterstützen.“

Zum Thema

Den Jahresrückblick „2019! Menschen, Bilder, Emotionen“ strahlt der Sender RTL am 8. Dezember (Sonntag) zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr aus. Drei Menschen sprechen dabei über ihr ganz persönliches Engagement im Umwelt- und Klimaschutz. So werden Jugendliche über ihren Einsatz bei „Fridays for Future“ berichten und Klara Ahlert über ihr Pendant „Oldies for Future“.

Zugegeben, etwas aufgeregt ist die gebürtige Ochtruperin schon: „Ich habe die Leute vom Sender gefragt, was ich in dieser Live-Show machen mus. Nix, haben sie gesagt, nur erzählen. Da war ich dann doch schon sehr erleichtert.“

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Günther Jauch - eine Karriere in Bildern

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  • Foto: dpa
  • Einer seiner größten Erfolge: "Wer wird Millionär?".

    Foto: dpa
  • Sport kann er auch: Günther Jauch bei der 52. Vierschanzentournee an der Paul-Ausserleitner-Schanze im österreichischen Bischofshofen.

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  • Ganz früher: Günther Jauch 1991 bei "Stern TV".

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  • In den 80er Jahren machte Günther Jauch als Radiomoderator von sich reden.

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  • Ritual nach dem Tatort: Lange moderierte Günther Jauch am Sonntagabend die nach ihm benannte Talkshow im Ersten.

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  • Moderator Günther Jauch und Ehefrau Thea kommen am 2012 zur Bertelsmann Party in Berlin. 

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  • Der damalige Rundfunkmoderator Günther Jauch, aufgenommen im Januar 1987 in seinem Büro beim Bayerischen Rundfunk in München.

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  • Januar 1987.

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  • In Kanzem an der Saar betreibt Günther Jauch ein Weingut.

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  • Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sitzt am 25. September 2011 in Berlin vor Beginn der Aufzeichnung zu einer ARD-Sendung mit dem Moderator Günther Jauch zusammen. 

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  • Für Faxen ist er sich selten zu schade - wie hier beim RTL-Jahresrückblick "2008! Menschen - Bilder - Emotionen".

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  • Moderator Günther Jauch hält am 19. September 2012 in Berlin bei der Verleihung des Medienpreises Goldene Henne 2012 im Theater am Potsdamer Platz seine Auszeichnung in der Kategorie "Moderation" in den Händen.

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  • Turnübungen auf dem "Wer-wird-Millionär"-Stuhl.

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  • Moderator Günther Jauch und seine Frau Thea Sihler kommen am 14. September 2011 in Berlin zur Bertelsmann Party. 

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  • Foto: dpa
  • Alte Freunde: Thomas Gottschalk und Günther Jauch.

    Foto: dpa

 

Die haben sie inzwischen wie selbstverständlich in ihren Reihen aufgenommen. Klara Ahlert: „In der ‚Fridays for Future‘-Gruppe wurde ich mit offenen Armen empfangen und habe inzwischen schon an einigen Aktionen teilgenommen. Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, wie organisiert und diszipliniert die jungen Menschen hier sind. Es ist für mich ein Erlebnis, das mich bereichert, wenn ich sehe, wie die Jugendlichen denken und handeln.“

Und den Oldie unter den Youngstern, den hat auch die Jauch-Redaktion entdeckt. Was Klara „Klärchen“ Ahlert jetzt das Ticket zur Jahresrückblick-Sendung nach Köln einbrachte.

Zum Thema

Die Ochtruper Initiative „Fridays for Future“ lädt am Freitag (29. November) ab 17.30 Uhr auf den Lambertikirchplatz zu der Veranstaltung „Dein Licht fürs Klima“ ein.

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