Schwimmbecken im Pius-Hospital
Sorge um die Aqua-Fitness-Kurse

Ochtrup -

Die Umwandlung des Pius-Hospitals in ein Stift wirft auch nach der offiziellen Schließung des Krankenhauses einige Fragen auf. Sie drehen sich unter anderem um das Schwimmbecken, das von der Volkshochschule (VHS) und der Schwimmabteilung des SC Arminia Ochtrup für Aqua-Fitness-Kurse und Säuglingsschwimmen genutzt wird.

Freitag, 03.01.2020, 07:00 Uhr
Auch nach der Schließung des Krankenhauses soll das Kursangebot im Schwimmbecken des Mathias-Stifts weiter stattfinden können.
Auch nach der Schließung des Krankenhauses soll das Kursangebot im Schwimmbecken des Mathias-Stifts weiter stattfinden können. Foto: dpa-tmn

Bereits nach der Ankündigung der Mathias-Stiftung, den Krankenhausbetrieb zum Jahresende einzustellen, war die Sorge bei den Betroffenen groß. „Wir haben dazu von der Mathias-Stiftung bisher noch keine Informationen erhalten“, erklärt Ralf Ottich, Abteilungsleiter der Arminia-Schwimmer, auf Nachfrage dieser Zeitung. Der Vorstand des Vereins habe sich bereits Gedanken um die Auswirkungen einer eventuellen Schließung des Schwimmbeckens gemacht. „Wenn das Becken im Pius-Hospital schließt, haben wir keine Möglichkeit mehr, Aqua-Fitness-Kurse zu machen“, stellt Ralf Ottich klar. Die umliegenden Hallenbäder in Wettringen, Gronau, Schüttorf oder Bad Bentheim seien keine Alternativen für das Kursangebot in der Töpferstadt, da die Kapazitäten dort ausgelastet seien.

Neben dem Schwimmverein wird das Becken vor allem durch die Volkshochschule genutzt. Rund 30 Kurse für Aqua Fitness und Säuglingsschwimmen stehen wöchentlich auf dem Programm. „Wir haben die Information, dass es 2020 wie gewohnt weitergeht“, berichtet VHS-Leiter Timo Lobbel.

Ein klares Bekenntnis also zum Wassersport, das der kaufmännische Direktor der Mathias-Stiftung, Matthias Becker , auf Nachfrage bestätigt: „Es gibt definitiv keine Planungen, das Schwimmbecken zu schließen. Alle Kurse können dort ganz normal weiterlaufen.“ Außerdem weist er darauf hin, dass die gesamte Technik des Schwimmbereichs vor vier Jahren noch erneuert wurde.

Für die regelmäßigen Nutzer des Bades ist dennoch offensichtlich, dass das Becken langfristig ohne Sanierungsmaßnahmen kaum weiter betrieben werden kann. Ein Eindruck, den Matthias Becker so jedoch nicht bestätigen möchte: „Als ich mir das Schwimmbad kürzlich angeschaut habe, war ich von dem Zustand positiv überrascht.“ Und auf die Nachfrage, ob die Stiftung im Falle einer notwendigen Sanierung bereit sei, in das Becken zu investieren, antwortet der kaufmännische Direktor: „Wir stehen klar für Instandhaltung. Ich glaube, das ist überall erkennbar, wo die Mathias-Stiftung tätig ist.“

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