Erwärmender Auftritt von „Joyful – The Gospel Singers“ in der Marienkirche
Tritt aufs musikalische Gaspedal

Ochtrup -

Swingend, klatschend und tanzend verfolgte das Publikum den Auftritt der „Joyful – The Gospel Singers“ in der Marienkirche.

Dienstag, 07.01.2020, 07:00 Uhr
Im Handumdrehen hatten die Sängerinnen von „Joyful – The Gospel Singers“ ihr Publikum im Griff. Das tanzte dann nicht nur vor den Kirchenbänken, sondern zog auch mit einer Polonaise durch den Kirchenraum.
Im Handumdrehen hatten die Sängerinnen von „Joyful – The Gospel Singers“ ihr Publikum im Griff. Das tanzte dann nicht nur vor den Kirchenbänken, sondern zog auch mit einer Polonaise durch den Kirchenraum. Foto: Martin Fahlbusch

Über die Marienkirche wird derzeit in Ochtrup viel diskutiert. Wie geht es mit dem Gebäude weiter? Wie soll es und wie kann es weiter genutzt werden, wo allein doch schon die Heizung so viele Probleme bereitet? Seit Samstagabend scheint da eine Lösung in Sicht: Man muss sich nur immer mal wieder solch eine Aktivierungstruppe wie „Joyful – The Gospel Singers“ einladen – und jedem wird es schlagartig warm – nicht nur ums Herz.

Barbara Kuhls-Mahlitz und Sven Mahlitz hatten ihre Kontakte zu Elmar Hoff aus Gronau spielen lassen und ein Benefiz-Konzert organisiert. Der Gronauer trägt sozusagen die amerikanische Südstaaten- Metropole „New Orleans“ in seinem Herzen, hat viele Projekte organisiert und steht im ständigen Austausch mit Musikern aus dem dortigen Schmelztiegel. Und das nicht erst seit dem verheerenden Wirbelsturm „Katrina“ im Jahr 2005, dessen Folgen dort immer noch für einige zu spüren sind.

„Joyful - The Gospel Singers“ in der Marienkirche

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  • Die Sängerinnen der „Joyful – The Gospel Singers“ traten bei ihrem Konzert in der Marienkirche mitunter ganz heftig auf das Emotions ...

    Foto: Martin Fahlbusch
  • ... - und Stimmen-Gaspedal und brachten die Verstärkeranlage auch schon mal an ihre Grenzen.

    Foto: Martin Fahlbusch
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„Mit unserem kleinen Konzert wollen wir die heutigen Musiker, aber auch andere, vor allem Bedürftige, dort unterstützen“, freute sich Barbara Kuhls-Mahlitz über eine sehr ordentlich gefüllte Kirche. Sie lud nach den Gospelklängen zu einem „Come together mit Schnittchen, Schnecken und Kaltgetränken“ ins Georgsheim ein. Der Erlös soll ebenfalls gespendet werden. (Übrigens: am Ende kamen 3000 Euro zusammen).

Zurück zu den vermeintlichen Heizungsproblemen der Marienkirche: Als die Band mit ihrem Zerberus Alfred S. Caston an der Gitarre, Kijko Komaki am Keyboard, Larry Shelbia am E-Bass und Bruce Maffett am Schlagzeug den Chorraum betreten hatte, kam deutlich Bewegung ins Publikum. Die beiden „Joyful“-Frontsängerinnen Jane Rudolph und Xandra Grayson, hielten sich nicht lange mit irgendwelchen Vorreden auf, sondern ließen umgehend die Zuhörer von den Bänken aufstehen und das „If you want to praise the Lord, come on . . .“ klatschend und schwingend unterstützen. Das war bei den drängenden Klängen der Band selbst für die Westfalen kein Problem. Schon beim zweiten Song wurden Mäntel abgelegt, Schals aufgeknotet und die wattierten Jacken landeten auf den Rücklehnen der Kirchenbänke. So richtig ausruhen konnten sich die begeisterten Zuhörer nämlich von nun an nicht mehr. Und siehe da: Es wurde allen muckelig warm durch gesungenes, geklatschtes und bewegendes Gotteslob. Musikalische Berührungsängste kennt die ziemlich routinierte und fetzige Truppe aus New Orleans sowieso nicht. Louis Armstrongs „What a wonderful world“, Leonard Cohens „Halleluja“ und auch „I’m dreamin‘ of a white Christmas“ bekamen einen Gospelanzug übergestreift – und ab ging die Post. Die Sängerinnen traten mitunter heftig auf das Emotions- und Stimmen-Gaspedal und brachten die Verstärkeranlage auch schon mal an ihre Grenzen. Aber ohne eine ungewöhnliche Polonaise durch den Kirchenraum mit heftigem Klatschen und geschwungenen Taschentüchern kam am Ende niemand gut gelaunt nach Hause – oder ins Georgsheim.

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