Theater der Obergrafschaft
Der Operettenkönig von Berlin

Ochtrup/Schüttorf -

Am 19. Januar (Sonntag) startet das Theater der Obergrafschaft in Schüttorf um 19.30 Uhr in das neue Jahr mit der Tragikomödie „Abraham – Operettenkönig von Berlin“.

Donnerstag, 09.01.2020, 09:00 Uhr
Jörg Schüttauf spielt die Hauptrolle in der Tragikomödie „Abraham – Operettenkönig von Berlin“, die am 19. Januar (Sonntag) im Theater der Obergrafschaft in Schüttorf aufgeführt wird.
Jörg Schüttauf spielt die Hauptrolle in der Tragikomödie „Abraham – Operettenkönig von Berlin“, die am 19. Januar (Sonntag) im Theater der Obergrafschaft in Schüttorf aufgeführt wird. Foto: Steffen T. Sengebusch

Es handelt sich hierbei um eine Produktion der Kammerspiele Magdeburg in Kooperation mit den Hamburger Kammerspielen. Karten für diese Veranstaltung gibt es in den Vorverkaufsstellen in Schüttorf (Pluspunktbüro und Buchhandlung Moldwurf), in Bad Bentheim (Touristikinformation), in Nordhorn (Georgies CD- und LP-Laden) sowie in Ochtrup und Gronau jeweils in der Touristikinformation.

Jörg Schüttauf wurde nach zahlreichen Film- und Bühnenrollen spätestens als „Fahnder“ (1992-1996) einem Millionenpublikum bekannt. Es folgte der Kommissar Fritz Dellwo im „Tatort“. Der Mime wurde darüber hinaus mehrfach ausgezeichnet: unter anderem vier Mal mit dem Adolf-Grimme-Preis, mit zwei Fernsehpreisen oder auch dem 1. Preis der Deutschen Filmkritik. 2017 erhielt er den Bayerischen Filmpreis als bester Schauspieler. In den Pressestimmen zur „ Abraham “-Produktion heißt es nach Angaben der Veranstalter: „Die drastischen Wechsel sind eine große Herausforderung, die den Darstellern hervorragend gelingt. Glückwunsch an Regie und Ausstattung. (...) Was für ein Abend! Welch eine Inszenierung. Jörg Schüttauf spielt diese tragische Figur hinreißend. (...) Am Ende tosender Applaus.“ (NDR)

Zum Inhalt: Berlin, Wien, Paris, Casablanca, Havanna, New York – die Lebensstationen des Komponisten Paul Abraham lesen sich so exotisch wie die Schauplätze einer seiner Erfolgsoperetten, mit denen er zu Beginn der 30er Jahre für Furore sorgte.

Doch das Leben des genialen Tonsetzers verlief nur bis zum Januar 1933 operettenhaft. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland verwandelte es sich in eine Tragödie. Nicht nur darf er sein Theater nicht mehr betreten, er muss schließlich gar das Land verlassen und flüchtet in die USA. Eben noch bejubelt, verlässt ihn im Exil der Verstand und er lebt in psychiatrischer Obhut.

Seine zahlreichen unveröffentlichten Werke, die er daheim seinem Freund Josef anvertraut hatte, verscherbelt dieser an reiche Deutsche, die sich ihren Namen über den Kompositionen erkauften. Abraham stirbt in Armut.

Das Stück erinnert an einen großartigen Star der Operettenwelt, der von den Nazis verjagt und ins Vergessen gedrängt wurde. Mit vielen Melodien des Komponisten lässt der Autor Dirk Heidicke Paul Abraham wieder aufleben.

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