Neues Firmenkundenkonzept der Verbund-Sparkasse
„Das ist ein Meilenstein“

Ochtrup/Emsdetten -

Die Verbund-Sparkasse Emsdetten/Ochtrup hat ihr Firmenkunden-Konzept verändert. Die neue Struktur wurde zunächst im Privatkunden-Sektor eingeführt und nun auch auf den zweiten Sektor übertragen.

Montag, 13.01.2020, 17:02 Uhr
Kümmern sich bei der Verbund-Sparkasse vornehmlich um den Firmenkundenbereich: dessen Leiter Hermann-Josef Stascheit (r.) und Vorstandsmitglied Peter Hensmann.
Kümmern sich bei der Verbund-Sparkasse vornehmlich um den Firmenkundenbereich: dessen Leiter Hermann-Josef Stascheit (r.) und Vorstandsmitglied Peter Hensmann. Foto: Christian Busch

Nicht nur die Bankenwelt ändert sich und steht angesichts von Negativzinsen, wegbrechenden Geschäftsmodellen und immer größerem Bürokratie- und Spezialisierungsaufwand unter enormem Veränderungsdruck. Auch das Kundenverhalten hat sich in den vergangenen Jahren massiv geändert. Viele Kunden erledigen Bankgeschäfte online, am SB-Automaten oder telefonisch, kommen nur noch bei speziellem Beratungsbedarf gezielt in eine Filiale.

Die Sparkassen und genossenschaftlichen Institute mit vielen Zweigstellen in der Fläche haben daher ihre Struktur verändert, kleinere Geschäftsstellen abgebaut, dafür Beratungs-Angebote in wenigen Kompetenz-Centern konzentriert. Zudem bauen sowohl VR-Bank als auch Sparkasse auf Kunden-Service-Center, in denen Bankfachleute via Telefon das Tagesgeschäft für Kunden erledigen, im Falle der VR-Bank sogar als Video-gestütztes System „Sisy“. Gab es zunächst durchaus Sorgenfalten auf den Gesichtern der Vorstände, ob ein Telefon-Service nicht zu wenig Nähe bedeuten könne, sind diese längst einem zufriedenen Lächeln gewichen. Denn: Die Service-Center werden in beiden Häusern mehr als gut angenommen.

„Das Beratungsvolumen im Kunden-Service-Team liegt 20 Prozent über dem erwarteten Ziel“, zieht Heino Hausfeld, Pressesprecher der Sparkasse Emsdetten/Och­trup, eine erste Bilanz des neuen Angebotes. Die logische Konsequenz: Die Sparkasse überträgt die neue Struktur, die zunächst im Privatkunden-Sektor eingeführt worden war, nun auf den Firmenkunden-Bereich. Was für eine vergleichbar kleine Sparkasse wie die in Emsdetten und Ochtrup fast einmalig sein dürfte.

Konkret werden seit Kurzem alle kleineren Unternehmen vom fünfköpfigen Team des neuen Firmenkunden-Zentrums betreut, auch gewerbliche Investitionsentscheidungen im fünfstelligen Bereich landen bei dem Team, das wie im Privatkunden-Bereich ausschließlich mit speziell ausgebildeten Beratern besetzt ist – und das montags bis freitags von 8 bis 19 Uhr durchgehend telefonisch oder per Mail zu erreichen ist.

„Der Großteil der Fälle kann am Telefon entschieden werden“, erklärt der Leiter des Firmenkunden-Bereiches, Hermann-Josef Stascheit. Daher greift Peter Hensmann , im Vorstand für den Firmenkunden-Bereich zuständig, auch zu starkem Vokabular: „Das ist ein Meilenstein.“

Parallel wurden die Firmenkunden-Abteilungen in Ochtrup und vor allem Emsdetten vergrößert und modernisiert. Zwar haben mit Einführung des neuen Firmenkunden-Zentrums einige kleinere Unternehmenskunden ihren bisherigen Berater „verloren“, insgesamt wurde das Personal aber um acht Köpfe auf insgesamt 22 Banker aufgestockt.

Damit einher ging eine weitere Spezialisierung. „Im Firmenkunden-Bereich haben wir nun spezielle Berater für Payment-Lösungen, für Electronic Banking und Vermögensanlage“, erklärt Peter Hensmann. Das wiederum komme auch kleineren Kunden zugute. Denn sobald eine spezielle Fragestellung auftauche, schalten die Betreuer des Firmenkunden-Zentrums die Fach-Berater hinzu. Abhaken von der Aufgabenliste kann die Sparkasse damit vier Punkte, die sich nicht nur aus der veränderten Finanzwelt und sinkenden Erträgen ergeben, sondern die auch die zahlreichen Firmenkunden in Emsdetten und Ochtrup eingefordert hatten: mehr Digitalisierung, mehr Beratung im Bereich Payment, eine bessere telefonische Erreichbarkeit – und angesichts einer komplexer werdenden Geschäftswelt eine auch qualitativ hochwertigere Beratung für die Firmenkunden.

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