„Circus Tausendtraum“ an der Lambertischule
Vorhang auf und Manege frei

Ochtrup -

Eine Woche lang vertauschen die Lambertischüler jetzt die Schulbank mit der Manege. Der „Circus Tausendtraum“ gastiert nicht nur bei ihnen, er hat die Mädchen und Jungen auch als Nachwuchsartisten engagiert und gestaltet mit ihnen das Programm.

Donnerstag, 16.01.2020, 07:00 Uhr
Gespannt auf das, was kommt: In der nächsten Woche werden die Lamberti-Grundschüler zu Nachwuchsartisten. Unterstützt von Direktor Michael Held durften sie jetzt auf einem Wunschzettel ihr bevorzugtes „Einsatzgebiet“ wählen. Beim Fakir hatten zunächst einige Angst um ihre Füße.
Gespannt auf das, was kommt: In der nächsten Woche werden die Lamberti-Grundschüler zu Nachwuchsartisten. Unterstützt von Direktor Michael Held durften sie jetzt auf einem Wunschzettel ihr bevorzugtes „Einsatzgebiet“ wählen. Beim Fakir hatten zunächst einige Angst um ihre Füße. Foto: Hanna Wilbers

„Circus Tausendtraum, Circus Tausendtraum“ skandieren knapp hundert Kinderstimmen im Chor im Rund der Turnhalle der Lambertischule. „Jetzt dürft ihr für einige Minuten richtig laut sein und jubeln“, lächelt Michael Held , der in seinem blau-gelben Jackett unübersehbar als Chef in der Manege erkennbar ist. Die Grundschüler lassen sich nicht lange bitten. Ein wenig von der großen Anspannung, unter der sie an diesem Morgen stehen, ist damit auch gleich verpufft.

Eine Woche lang wird der „Circus Tausendtraum“ ab Montag seine Zelte auf dem Schulgelände aufschlagen. Dann stehen für die Kids statt Lesen, Rechnen und Schreiben Clownerie, Akrobatik oder eine Fakirshow auf dem Stundenplan. Und damit jeder Junge, jedes Mädchen sich mit seinen individuellen Neigungen einbringen kann, stellt Michael Held im Vorfeld die einzelnen Programmteile für die Aufführungen ebenso vor wie er auch kleine Demonstrationen vor dem aufgeregten Publikum vorführt.

Inzwischen ist der Jubel verebbt, fast mucksmäuschenstill sitzen die Erst- bis Viertklässler auf Matten und Bänken. „Wenn sie mal in der Klasse genauso konzentriert zuhören würden“, murmelt ein Lehrer mit leicht irritiertem Blick in die Menge. Michael Held schmunzelt. Jetzt ist er an der Reihe, die kleinen Zuhörer abzuholen und für die nächsten Tage mitzunehmen auf eine Reise, die sich bestimmt auf ewig ins Gedächtnis einprägen wird.

Zum zweiten Mal bietet die Lamberti-Grundschule das Zirkusprojekt an. „Die Premiere vor vier Jahren war überwältigend. Für die Kinder ebenso wie für die Eltern und Lehrer. In dem Rhythmus, den wir gewählt haben, kommt nun jeder Jahrgang einmal im Laufe des Grundschullebens in den Genuss, daran teilnehmen zu können“, so Schulleiterin Marlies Lütkehermölle.

An der Grundschule haben die Pädagogen nicht nur die Eltern schnell davon überzeugen können, mit in dieses Boot zu steigen, auch der Förderverein sowie mehrere Sponsoren konnten als Unterstützer gewonnen werden. „Einen Großteil des Geldes, das wir für die Realisierung benötigen, haben wir durch einen Sponsorenlauf eingespielt“, erzählt Fördervereins-Vorsitzende Heike Dankbar. Aber auch die Volksbank (bei der Premiere war es die Sparkasse) sowie die Unternehmen C. Scho und Büter Consulting haben sich in die Liste der Geldgeber eingetragen.

„Darüber hinaus sind die Eltern während der Übungswoche mehr als engagiert. Wir mussten einigen, die helfen wollten, sogar eine Absage erteilen, weil wir mehr als genug Hände dafür haben“, erzählt Pädagogin Julia Kophamel.

362 Nachwuchsartisten, von der ersten bis zur vierten Klasse, Kinder mit und ohne Förderbedarf, schüchterne und sehr aufgeweckte Kandidaten – sie alle werden erfahren, welches Gefühl es ist, im Rampenlicht vor 250 Zuschauern zu stehen. „Jedes Kind darf seinen Einsatz individuell wählen, wir unterstützen natürlich auf dem Weg hin zur Aufführung“, unterstreicht Michael Held die Rolle der Zirkus-Mitarbeiter. „Jeder findet bei dem einstündigen Training pro Tag innerhalb der Woche seine Rolle und seinen Platz“, ist er guten Mutes. „Am Ende ist bei den meisten Teilnehmenden erkennbar, wie sich ihr Selbstbewusstsein während der Zeit verändert, wie sie mitunter auch über sich selbst hinaus wachsen.“

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Vorstellungen sind am 24. Januar (Freitag) um 18 Uhr, am 25. Januar (Samstag) um 10.30, 14.30 sowie 18.30 Uhr und am 26. Januar (Sonntag) um 11 und um 15 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder sechs Euro, für Erwachsene (ab 18 J.) neun Euro. Tickets gibt es im Vorverkauf Montag bis Freitag von 13.20 bis 13.50 Uhr, Mittwoch und Donnerstag von 18 bis 18.30 Uhr am Zirkuszelt. Zudem können Karten auch 60 Minuten vor Aufführungsbeginn erworben werden.

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