Nachhaltigkeit ist auch im Alltag umsetzbar
Kein Mangel an Alternativen

Ochtrup -

Das Thema Nachhaltigkeit wird immer bedeutender – vor allem mit Bewegungen wie „Fridays For Future“. Egal, ob Mode, Nahrungsmittel oder Drogerieartikel – alles gibt es mittlerweile vegan, Bio oder als „Fairtrade“ gekennzeichnet. Auswahl für den Verbraucher ist also vorhanden.

Samstag, 18.01.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 21.01.2020, 10:56 Uhr
Die Rosen bei Blumenhändler Clemens Petermanns auf dem Wochenmarkt tragen allesamt den „Fairtrade“-Aufdruck. Also das Zeichen für den fairen Handel im Erzeugerland.
Die Rosen bei Blumenhändler Clemens Petermanns auf dem Wochenmarkt tragen allesamt den „Fairtrade“-Aufdruck. Also das Zeichen für den fairen Handel im Erzeugerland. Foto: Hanna Wilbers

Umweltbewusstsein lässt sich beispielsweise auch auf dem Wochenmarkt umsetzen. So sind alle Rosen von Blumenhändler Clemens Petermanns fair gehandelt. Das könne der Kunde anhand des „Fairtrade“-Symbols erkennen, das auf die Verpackung der Sträuße gedruckt ist, betont Petermann. Ebenso könne der Käufer mit Hilfe des Codes, der unter dem Siegel steht, die Plantage der Pflanzen genau lokalisieren. Seine Ware stamme aus Afrika, erläutert der Marktbeschicker. So seien seine Blumen zwar fair produziert, hätten aber einen weiten Weg hinter sich. Ganz anders sei das bei seinen Tulpen. Die kämen aus den Niederlanden, wo sie in Gewächshäusern gedeihen. Zur Nachfrage der Produkte sagt er: „Es gibt viele Kunden, die speziell aus diesem Grund herkommen.“

Doch längst nicht nur auf dem Markt sind nachhaltige Produkte präsent. So gibt es zum Beispiel in lokalen Drogeriemärkten fast alle regulären Waren ebenfalls in der alternativen Variante zu kaufen. Anstatt der gewöhnlichen Zahnbürste aus Kunststoff bietet der Handel zusätzlich jene aus Bambus an. Diese haben laut Hersteller den großen Vorteil, dass sie zu 100 Prozent recycelbar seien. Wer sich allerdings für die nachhaltige Version entscheidet, tut zwar Gutes für die Umwelt – belastet jedoch den eigenen Geldbeutel deutlich stärker. Dieser Artikel kann so schon mal das Vierfache des normalen Preises kosten.

Beim weiteren Rundgang lassen sich weitere Dinge des täglichen Gebrauchs entdecken. Neben einem biologisch abbaubaren Waschmittel sind Reinigungsprodukte in Flaschen aus recyceltem Kunststoff zu finden. Wer ganz genau wissen will, was in seinem Putzmittel steckt, kann etwa zur Do-it-yourself – zur Selbermach-Variante – greifen. Dafür braucht es meist nicht mehr als fünf im Haushalt vorhandene Essenzen.

Doch zurück in den Drogeriemarkt. In der Kosmetikabteilung wird deutlich: Wer umweltbewusst leben will, sollte zusätzlich auf Qualitätssiegel wie die Veganblume achten. Die Artikel, die diese Art Siegel besitzen, garantieren laut Hersteller die vegane beziehungsweise vegetarische Produktion sowie häufig auch eine vegane Zutatenliste. Darunter befindet sich häufig das international geschützte V-Label. Dieses Gütesiegel der Europäischen Vegetarier-Union steht „für eine einfache sowie sichere Orientierungshilfe beim täglichen Einkauf“.

Viele Produzenten haben sich inzwischen auf das geänderte Kundenverhalten eingestellt – und entsprechend reagiert. So werden etwa als Abschminktücher- Ersatz sogenannte „Make Up Radierer“ angeboten, bei denen es sich um wiederverwendbare Waschlappen handelt, die nur mit Wasser die Haut reinigen sollen.

Und selbst bei den Jüngsten lässt es sich schon mit Nachhaltigkeit punkten: Schnuller -, Windel- oder Spielzeugversionen gibt es allesamt im naturbelassenen Stil.

In diesem Zusammenhang wären sicherlich auch Stoffwindeln ein Thema. Unterm Strich könnten Waschpulver und Wasser zur Reinigung der Stoffwindeln aber die gute Ökobilanz wieder zunichte machen – ganz davon abgesehen, dass sie mehr Arbeit machen als herkömmliche Einweg-Windeln.

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