Tiefbautechnisch – für den Glasfaserausbau
Ochtrup wird auf links gedreht

Ochtrup -

„Tiefbautechnisch gesehen sind wir im Moment dabei, Ochtrup auf links zu drehen.“ Das, was Guido Hill, Projekt- und Bauvermarktungsmanager der Deutschen Glasfaser, am Montagabend in der Stadthalle verkündete, sollte aber nicht wie eine Drohung klingen.

Mittwoch, 22.01.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 22.01.2020, 15:04 Uhr
Wenn der Zeitplan erfüllt wird, sollen die notwendigen Tiefbauarbeiten für die Glasfaserverlegung bis Anfang 2021 abgeschlossen sein.
Wenn der Zeitplan erfüllt wird, sollen die notwendigen Tiefbauarbeiten für die Glasfaserverlegung bis Anfang 2021 abgeschlossen sein. Foto: Martin Fahlbusch

Rund 600 Interessierte waren gekommen, um sich auf diesem Ausbau-Infoabend über die Art und den Ablauf der Glasfaserkabel-Installationsarbeiten zu informieren. Zurück zur vermeintlichen Drohung: immerhin sind im gesamten Stadtgebiet rund 60 Kilometer Leerrohre für die Haupttrassen der Lichttechnik nötig und rund 40 Zentimeter unterhalb der Straßen,- Bürgersteige und sonstigen Streckenführungen zu verlegen – ohne mit anderen Versorgungsleitungen in Harnisch zu kommen. In den Stadtteilen Welbergen und Langenhorst sind diese Arbeiten so gut wie abgeschlossen. Jetzt ist die Stadt dran.

Wenn der Zeitplan erfüllt wird, sollen die notwendigen Tiefbauarbeiten bis Anfang 2021 abgeschlossen sein. „Die vier Ausbaukolonnen mit jeweils acht bis zehn Arbeitern richten möglichst nur Tagesbaustellen ein, damit morgens begonnen und abends mit verschiedenen Techniken (offene Bauweise, Spülbohrverfahren beziehungsweise „Erdrakete“) Verlegung, Verdichtung und (Wieder-) Verpflasterung Stück für Stück vorgenommen werden kann. „Es wird hier und da zu Provisorien kommen, aber mit den bald 5000 Haushalten (gleich Wohneinheiten), die wir anschließen, haben wir einen Batzen Arbeit in den insgesamt fünf Polygonen, sprich Ausbaugebieten, vor der Brust“, warb Hill für Verständnis. Demnächst werden beauftragte Firmen (mit Ausweis) Kontakt mit den Glasfaserkunden aufnehmen, um in „individuellen Hausbegehungen“ den Aufwand, die Standorte und die Verlegungsorte (eben auch die möglichst Vorgartenschonende Ausführung) für den Hausübergabepunkt (HÜP), die Network Termination (NT) und weitere individuelle Installationsmaßnahmen im Haus oder der Wohnung abzuklären. „Wir protokollieren alles, machen Fotos und versuchen mit allen Mitteln, diese Termine zeitnah unter Dach und Fach zu bringen“, schaute der Glasfaser-Mann voraus. Demnächst werden kleine Technik-Stationen für die Hauptverteiler, im Fachchinesisch: „Point of Presence“ (PoP), an der Bentheimer Straße/Dornstiege, am Alt Metelener Weg 1 und am Tulpenweg 3 aufgestellt und ertüchtigt werden, damit die einzelnen Anschlussaktivierungen (Start Mitte März 2020 / Ende Anfang 2021) je nach Stand der Vorarbeiten sukzessive vorgenommen können.

Am heutigen Mittwoch eröffnet die Deutsche Glasfaser ein Baubüro um 11 Uhr an der Bahnhofstraße 32-24, in dem mittwochs von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 17 Uhr Informationen erhältlich sind und Fragen beantwortet werden sollen. In der Bauphase können sich noch bisher Nichtentschlossene über Tarife und einen möglichen kostenfreien Hausanschluss informieren.

Zum Thema

Es wird für die Bürger eine Bau-Info-Hotline angeboten: Telefon 0 28 61 / 90 60 940. Und die Deutsche Glasfaser „wohnt“ im Internet unter der Adresse: www.deutsche-glasfaser.de

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