Kreisverkehr an der Stadthalle
Nachtigall bleibt erst mal, wo sie ist

Ochtrup -

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Zu diesem Ergebnis kam nach ausführlicher Diskussion am Montagabend auch der Ausschuss für Planen und Bauen. In der Gaststätte „Happens Hof“ befassten sich die Politik erneut mit dem Antrag des Heimatvereins und der ISG, die Skulptur der Ochtruper Nachtigall von ihrem Standort am Valverde-del-Camino-Platz auf den neuen Kreisverkehr an der Stadthalle zu versetzen.

Dienstag, 28.01.2020, 17:22 Uhr
In bunter Blütenpracht präsentierte sich der Kreisverkehr an der Stadthalle im vergangenen Jahr. Und auch 2020 soll die Gestaltung erst mal nicht verändert werden.
In bunter Blütenpracht präsentierte sich der Kreisverkehr an der Stadthalle im vergangenen Jahr. Und auch 2020 soll die Gestaltung erst mal nicht verändert werden. Foto: Anne Steven

Die Verwaltung möchte die Nachtigall dort belassen, wo sie ist. Neben der zu geringen Größe wurde angeführt, es sei für externe Besucher schwierig, die Nachtigall als solche zu erkennen, da sie von ihrer Form her keine Nachtigall darstelle. Die Bepflanzung des Kreisverkehrs sei zwar provisorisch, aber „wir haben uns da schon Mühe gegeben“, betonte Bauamtsleiterin Karin Korten . Die unterschiedlichen Stauden schlössen an die Bepflanzung der Laurenzstraße an. Auch die Erste Beigeordnete Birgit Stening wollte nichts auf die bisherige Gestaltung kommen lassen. „Wie toll sah das im Sommer aus“, erinnerte sie an die Blütenpracht des vergangenen Jahres. Letzterem stimmte Franz Ruhwinkel (ISG) zu. „Ich fand das sehr schön. Aber wenn da etwas stehen soll, kann das nur die Nachtigall sein.“ Auch Hermann Holtmann (FDP) war der Ansicht, dass die Nachtigall gut an der Stadthalle platziert werden könnte. „Das Teil wird jedem im Gedächtnis hängen bleiben.“ Es sei ein Alleinstellungsmerkmal für Ochtrup.

Ganz anderer Meinung war da Vincent ten Voorde (SPD). „Ich finde die Skulptur nichtssagend. Sie ist zu klein und kommt dort nicht zur Geltung“, sagte er. Er könne sie sich besser in der Nähe des Töpfereimuseums vorstellen und auf dem Kreisverkehr „etwas Modernes“.

An dieser Stelle gab es eine Schnittmenge mit Andreas Volkery (CDU). Er fand die Argumentation der Stadt gegen eine Versetzung der Nachtigall nicht schlüssig, konnte sich an der Stadthalle aber auch ein anderes Kunstobjekt, etwa mit städtepartnerschaftlichem Hintergrund, vorstellen.

Schließlich fasste Hajo Steffers (CDU) zusammen, was auch Vincent ten Voorde bereits angemerkt hatte: „Das ist eine Geschmacksfrage und darüber kann man nicht streiten.“ Damit war die Diskussion beendet. In der nun folgenden Abstimmung votierten 13 Ausschussmitglieder dafür, die Nachtigall vorerst am Valverde-del-Camino-Platz zu belassen. Drei Politiker stimmten dagegen, zwei enthielten sich.

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