Hohenloher Figurentheater im Georgsheim
Schäfchen Berthold wird zum mutigen Retter

Ochtrup -

Schäfchen Berthold macht, was seine Mutter ihm sagt. Dafür wird der Kleine verspottet. Doch eines Tages wird aus dem Muttersöhnchen ein gefeierter Held. Wie das geschah, erfuhr das Publikum beim Kindertheater, zu dem der Initiativkreis eingeladen hatte.

Freitag, 31.01.2020, 18:00 Uhr aktualisiert: 31.01.2020, 18:30 Uhr
Puppenspieler Harald Sperlich begeisterte sein Publikum mit einer Geschichte vom Schäfchen Berthold.
Puppenspieler Harald Sperlich begeisterte sein Publikum mit einer Geschichte vom Schäfchen Berthold. Foto: Norbert Hoppe

Vom verspotteten Muttersöhnchen zum gefeierten Helden: das ist die Geschichte vom Schäfchen Berthold und dem Leben auf einer Nordseeinsel, die das Hohenloher Figurentheater am Donnerstagnachmittag im Georgsheim aufführte. Über den überwältigenden Besuch und den rappelvollen Saal mit über 100 Kindern und mehr als 40 Erwachsenen freute sich das Team des Initiativkreises um Manfred Schründer , Gaby Franger und Petra Reinholz .

Bei Ebbe ins Watt

Das Leben auf einer Insel ist eher beschaulich und langweilig, besonders für die jungen Schafe, die gerne mal ein Abenteuer erleben möchten. Also beschließen die Kinderschafe Max, Anton und Rosa in der Nacht, wenn alles schläft, bei Ebbe durch das Watt bis zum Festland zu marschieren. Die Warnungen von Berthold, dass die Füße im Schlick versinken könnten, schlagen sie lässig in den Wind. „Was kann das Muttersöhnchen uns schon sagen, der immer hört, wenn Mama ihn ruft und auf ihn aufpasst“, spotten sie und machen sich am späten Abend auf den Weg.

Aber auch Schäfchen Berthold möchte mal den Duft von Abenteuer spüren. Deshalb klettert er in derselben Nacht in das Boot von Bauer Ole und setzt in Richtung Festland über. In der Nähe vom Leuchtturm trifft er auf die anderen Jungschafe, die er auf dem Rückweg in den Kahn einsteigen lässt und schippert wieder zur Insel. Das Kommando hat nun Berthold übernommen und alle hören auf seine Anweisungen.

Nebelbank

Unterwegs geraten sie in eine dichte Nebenbank, doch die Rufe von Berthold‘s Mutter sind ein hilfreiches Nebelhorn. Nun ist Berthold kein verlachtes Muttersöhnchen mehr. Die jungen Schafe haben eine Überraschung für ihn und danken ihrem Lebensretter mit einem selbst gedichteten Lied. Gerne nahmen die Puppenspieler Harald und Johanna Sperlich den anhaltenden Beifall der kleinen und großen Zuschauer entgegen. Die Akteure wiesen darauf hin, dass das Stück nach dem Kinderbuch „Schaf ahoi“ von Dorothee Haentjes entstanden sei. In Ochtrup waren sie bereits zum fünften Mal zu Gast. „Und wir kommen immer gerne wieder“, versprachen sie nach der Vorstellung.

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