Realschul-Projekt zum Thema Bauhaus
Bekanntes Design neu interpretiert

Ochtrup -

Mit dem Werk und dem schaffen der Bauhaus-Künstler haben sich Realschüler jetzt in einem Projekt befasst. Was dabei entstanden ist präsentierten sie jetzt in einer Ausstellung.

Samstag, 01.02.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 18:06 Uhr
100 Jahre Bauhaus hat die Achtklässler der Städtischen Realschule fächerübergreifend inspiriert. Was dabei herausgekommen ist, haben sie jetzt gezeigt.
100 Jahre Bauhaus hat die Achtklässler der Städtischen Realschule fächerübergreifend inspiriert. Was dabei herausgekommen ist, haben sie jetzt gezeigt. Foto: Rike Herbering

Eine erwartungs-volle Ruhe liegt über der Aula des Schulzentrums, als sich der große blaue Büh-nenvorhang öffnet, und den Blick auf eine quadratische weiße Wand freigibt. Doch schnell weicht die anfängliche Verwunderung auf den Gesichtern der Zuschauer, als die ersten Silhouetten auf der Leinwand auftauchen.

Das Schattentheater des Theaterkurses war nur eines der vielen kreativen Programmpunkte, die die Achtklässler der Städtischen Realschule am Donnerstagabend einem breiten Publikum präsentierten.

  Foto: Rike Herbering

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Bauhausschule hatte sich der gesamte achte Jahrgang über ein Jahr lang mit den Werken und dem kreativen Schaffen der bekannten Weimarer Kunstschule beschäftigt.

Tanzperformance

  Foto: Rike Herbering

„Egal ob im Kunst-, Sport- oder Textilunterricht – die Schüler haben sich wirklich intensiv mit diesem Thema befasst, sodass wir mit den verschiedenen Kursen quasi unser eigenes Bauhaus gestalten konnten“, ist Lehrerin Linda Wagner stolz auf die Mitarbeit der Jugendlichen. „Im Rahmen des Projekts sind tolle und vielseitige Produkte entstanden, die von einer Tanzperformance bis hin zu kleinen Filmen alles beinhalten, was das Bauhaus ausmacht“, freut sie sich.

  Foto: Rike Herbering

So nehmen die Realschüler ihre Zuschauer mit auf eine Reise, die vom Beginn des Bauhauses über die Blütezeit des kreativen Schaffens durch die Schüler und Lehrenden der Kunstschule bis hin zur Schließung der Akademie durch die Nationalsozialisten erzählt.

Immer noch aktuell

  Foto: Rike Herbering

Doch damit ist es noch längst nicht vorbei, denn im Eingangsbereich der Schule wartet bereits eine Ausstellung auf die neugierigen und interessierten Gesichter der Besucher. Ein besonderes Highlight stellen hierbei die abstrakten, bunten Kostümierungen dar, die bereits Teil der Aufführung waren, und nun auch aus nächster Nähe betrachtet werden können.

„Ich finde es toll, wenn ein Projekt angeboten wird, denn praktisch lernt es sich am besten“, begrüßt Schulleiterin Doris Nollen-Kuhlbusch die Aktion. So zeige das Bauhaus, dass auch das Alte immer noch aktuell sein kann, da sich auch heute noch viele Künstler an den Designs dieser Kunstschule orientierten.

Drei Fragen an Linda Wagner

Eine solche Veranstaltung zu organisieren bedeutet viel Arbeit. Inwiefern wurden die Schüler aktiv in den Vorbereitungsprozess miteinbezogen?Linda Wagner: Wir als Lehrer haben versucht, jedem Kurs eine passende Aufgabe zu geben. So hat sich beispielsweise der Technikkurs um das Licht und die Technik während der Aufführung gekümmert, während der Textilkurs die Kostüme gestaltet hat.Und wie kam das Schulprojekt Ihrer Meinung nach bei den Jugendlichen an?Wagner: Ich war überrascht, wie ambitioniert, motiviert und engagiert die Schüler das ganze Jahr über bei der Sache waren. Das hat uns Lehrer darin bestätigt, dieses Projekt auszuführen.Was wollen Sie denn mit diesem kreativen Projekt bei den Schülern bewirken?Wagner: Die Jugendlichen sollen ihren Horizont erweitern, indem sie ein Verständnis für Kunst entwickeln und diese auch mal mit anderen Augen betrachten. Genau wie die Bauhaus-Künstler sollen sie die Kunstwerke nicht nur anschauen, sondern diese auch kritisch hinterfragen und einen eigenen Stil entwickeln.

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