Vortrag „Ochtrup – lebenswert und liebenswert!?“ bei der KAB
Am Schluss steht ein Ausrufezeichen

Ochtrup -

„Ochtrup – lebenswert und liebenswert!?“ war die Monatsversammlung der KAB St. Paulus überschrieben. Am Schluss des Sonntagvormittags im Vereinslokal Bücker stand nur noch ein dickes Ausrufezeichen.

Dienstag, 04.02.2020, 05:00 Uhr
KAB-Vorsitzender Arnold Hoppe bedankte sich bei Referentin Birgit Stening mit einem Präsent.
KAB-Vorsitzender Arnold Hoppe bedankte sich bei Referentin Birgit Stening mit einem Präsent. Foto: Hoppe

Die KAB hatte Ochtrups Erste Beigeordnete Birgit Stening zu diesem Thema eingeladen. „Und die Frau aus dem Rathaus hatte eine ganze Menge zu erzählen, was das Leben in der Heimatstadt interessant macht“, schreibt die KAB in einem Pressebericht. 20  717 Einwohner seien in Ochtrup gemeldet, berichtete die Referentin, davon 2 224 mit einem ausländischen Hintergrund. Immerhin 80 Nationalitäten seien in Ochtrup vertreten.

Mit einem gewichtigen Plus könne Ochtrup auf die Situation für Kinder verweisen. „Es gibt 15 Kindertagesstätten, die von acht verschiedenen Trägern betrieben werden“, informierte Stening. Die Grundschulen in Ochtrup, Langenhorst und Welbergen besuchten etwa 850 Jungen und Mädchen, auf die weiterführenden Schulen gingen rund 1 900 Schüler. Auch mit einem guten Angebot an Arbeitsplätzen in Industrie, Handwerk und Handel könne die Stadt punkten. Die Arbeitslosenquote liege derzeit bei erträglichen 4,1 Prozent.

Ganz erstaunt war das Publikum darüber, welchen Umfang das Straßennetz in der Stadt und den Bauerschaften umfasst. Wer hätte geglaubt, dass die Stadt Ochtrup etwa 500 Kilometer Straßen und asphaltierte Wirtschaftswege unterhalten muss?

Für die Anwesenden spielte der Fortschritt in Sachen DOC eine wichtige Rolle. „Ich bin optimistisch, dass im Laufe des Jahres 2021 eine positive Entscheidung für die Erweiterung ergeht“, sah Birgit Stening hoffnungsvoll in die Zukunft. Ein großes Fragezeichen setzten die meisten der Anwesenden hinter die vielen Leerstände in der Weinerstraße. „Die größte Konkurrenz des Einzelhandels ist der Online-Handel“, so die Erste Beigeordnete.

Der Vormittag reichte nicht aus, um alle Fragen und Anregungen ausführlich zu behandeln. Angesprochen wurde die Wohnsituation, insbesondere für ältere und allein stehende Menschen, die Rettungswache und das Rathaus sowie die Versorgung mit Kurzzeitpflegeplätzen und ambulanten Pflegediensten.

Stellvertretend für die unverzichtbare ehrenamtliche Arbeit in etwa 150 Vereinen und Verbänden nannte Birgit Stening die Feuerwehr mit fast 300 Mitgliedern. „Ohne das Ehrenamt wäre die Stadt arm dran“, würdigte Stening das Engagement vieler Bürger beispielsweise in Sportvereinen, im Bürgerbus-, Kultur- und Heimatverein und den kirchlichen Gruppen, die das Leben in der Stadt lebens- und liebenswert gestalten.

Mit einer Fotoschau, die Katrin Kuhn von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zusammengestellt hatte, endete der Vortrag der Ersten Beigeordneten.

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