Masernschutzgesetz verlangt Impfung
Impfausweis bestätigt Vorsorge

Ochtrup -

Dem Impfausweis kommt eine gewichtige rolle zu: Wenn Kinder zu den Schulen oder für Kitas angemeldet werden sollen, muss der Nachweis über die Vorsorge vorgelegt werden. So will es das neue Masernschutzgesetz, das am 1. März in Kraft tritt.

Sonntag, 09.02.2020, 09:27 Uhr aktualisiert: 09.02.2020, 09:30 Uhr
Ein kleiner Piks schützt etwa vor den Masern. Das wird in der Regel akzeptiert, berichtet Dr. Sebastian Gesenhues, Sprecher der Ochtruper Ärzte, aus seiner Erfahrung. In einigen wenigen Fällen seien Eltern erst nach einer Beratung bereit, ihr Kind impfen zu lassen.
Ein kleiner Piks schützt etwa vor den Masern. Das wird in der Regel akzeptiert, berichtet Dr. Sebastian Gesenhues, Sprecher der Ochtruper Ärzte, aus seiner Erfahrung. In einigen wenigen Fällen seien Eltern erst nach einer Beratung bereit, ihr Kind impfen zu lassen. Foto: dpa

Christian Engelmann ist gespannt. Zum ersten Mal müssen für die Anmeldungen zu den Schulen Impfausweise vorgelegt werden. „Wir haben keinerlei Erfahrungen, ob und wie das angenommen wird“, sagt der stellvertretende Fachbereichsleiter Ordnung, Schule und Soziales bei der Stadtverwaltung. Spätestens bis zum Beginn des Schuljahres müssten die Nachweise nachgereicht werden. „Das ist ausreichend Zeit“. Das „Masernschutzgesetz“ tritt am 1. März 2020 in Kraft.

Die Verwaltung wolle zunächst abwarten, wie die Anmeldungen verlaufen. Möglicherweise würden säumige Eltern in Abstimmung mit den Schulen schriftlich über die Gründe informiert und auf die Notwendigkeit hingewiesen. Letztendlich seien die Schulen in der Pflicht, dies zu dokumentieren. Allerdings: „Die Schulpflicht hat Vorrang vor der Impfpflicht.“

Dr. Sebastian Gesenhues, Sprecher der Ärzte in der Töpferstadt,

Dr. Sebastian Gesenhues

Dr. Sebastian Gesenhues Foto: privat

geht nicht davon aus, dass es tatsächlich Impfverweigerer gibt. „Aus der Praxis wissen wird, dass es eine hohe Impfbereitschaft gibt.“ Gelegentlich ließen sich Eltern erst nach Beratung und Information die Impfungen vornehmen.

Die Impfpflicht gilt auch für Kitas und ergänzenden Angebote im offenen Ganztag – im rechtlichen Sinn freiwillige Angebote. Will heißen: ohne Impfnachweis keine Teilnahme.

Zuständig ist das Gesundheitsamt des Kreises. Das Verfahren ist eindeutig geregelt, sagt eine Sprecherin des Kreises auf Nachfrage.“ Die K­i­tas informierten das Gesundheitsamt, wenn ein Kind ohne Impfnachweis angemeldet worden ist. „Von dort aus werden die Eltern dann schriftlich erinnert und informiert – möglicherweise mehrfach.“ Im Ergebnis müsse letztlich der Nachweis vorgelegt werden, um die Angebote wahrnehmen zu können.

► Die Stadt informiert: Die Anmeldungen der Schüler, die zum Schuljahresbeginn 2020/2021 die Städtische Gemeinschafts-Hauptschule, die Städtische Realschule oder das Städtisches Gymnasium in Ochtrup besuchen wollen, erfolgen vom 17. bis 19. Februar in den jeweiligen Sekretariaten der Schulen, alle im Schulzentrum, Lortzingstraße 2. Anmeldungen können jeweils von 8 bis 16 Uhr vorgenommen werden.

Zur Anmeldung mitzubringen sind das Zeugnis des ersten Halbjahrs des Schuljahres 2019/2020 in Kopie, der Original-Anmeldeschein, das Familienstammbuch und – natürlich – der Impfausweis.

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