Jubiläum der Physiotherapiepraxis Hoegen
In 25 Jahren hat sich viel verändert

Ochtrup -

Ein Vierteljahrhundert ist es her, dass Physiotherapeutin Irmgard Hoegen mit einer eigenen Praxis in die Selbstständigkeit startete. Und in diesen 25 Jahren hat sich jede Menge verändert.

Donnerstag, 13.02.2020, 06:30 Uhr
Auf ihr zehnköpfiges Team – hier Christian Hardt und Christel Asbrock – sagt Physiotherapeutin Irmgard Hoegen (M.), kann sie sich zu 100 Prozent verlassen. In diesem Jahr feiert die Praxis an der Robert-Koch-Straße ihr 25-jähriges Bestehen.
Auf ihr zehnköpfiges Team – hier Christian Hardt und Christel Asbrock – sagt Physiotherapeutin Irmgard Hoegen (M.), kann sie sich zu 100 Prozent verlassen. In diesem Jahr feiert die Praxis an der Robert-Koch-Straße ihr 25-jähriges Bestehen. Foto: Irmgard Tappe

Einst war die Deutsche Post in dem Gebäude Robert-Koch- Straße 6 für ihre Kunden da. Heute betreibt Irmgard Hoegen dort eine Physiotherapiepraxis mit etlichen Behandlungskabinen sowie einem Fitnessraum, in dem sich an diesem Morgen gerade eine Reha-Sportgruppe eingefunden hat. Die Teilnehmer stehen im Kreis und versuchen, die Anweisungen der Physiotherapeutin möglichst exakt umzusetzen. Falsche Bewegungen werden direkt von der Fachfrau angesprochen. Im Anschluss an die Therapiestunde trainieren einige Teilnehmer noch zusätzlich an weiteren Geräten. „Wir haben unseren Fitnessraum im vergangenen Jahr mit modernen Geräten auf den neuesten Stand gebracht“, erzählt Irmgard Hoegen. Das Fitnessstudio ist nur eines von vielen Angeboten der Ochtruper Physiotherapiepraxis.

Als Irmgard Hoegen am 1. Januar 1995 mit ihrem damaligen Geschäftspartner Willi Roters am Ostwall eine Massagepraxis eröffnete, war Fitnesstraining für beide allerdings noch kein Thema. „Ich hatte eine Ausbildung zur Masseurin und medizinischen Bademeisterin gemacht. Willi Roters war ein sehr begabter Masseur und hatte sich auf Lymphdrainage spezialisiert. Von ihm habe ich sehr viel gelernt in der manuellen Lymphtherapie“, erinnert sich Irmgard Hoegen an die Anfänge ihrer Praxis vor 25 Jahren.

Für die Mutter von zwei Kleinkindern hieß es fortan: Familie und Praxis unter einen Hut bringen. „Wenn die Kinder morgens zur Kita gingen, war ich in der Praxis. Nachmittags dann bei den Kindern. Wenn mein Mann von der Arbeit nach Hause kam, ging ich wieder in die Praxis“, beschreibt sie ihren Tagesablauf. Ohne ihren zuverlässigen Geschäftspartner hätte sie den Schritt in die Selbstständigkeit damals nicht gewagt, bekennt Hoegen.

Die erste Praxis am Ostwall, das war ein 80 Quadratmeter großer Raum, der durch Trennwände in fünf Kabinen aufgeteilt war. „Wir hatten vier kleine Kabinen für Lymphdrainage- und Massagebehandlungen sowie einen größeren Bereich. Letzteren nutzte Jan de Groot für die Krankengymnastik, auf die er spezialisiert war. Der Sport- und Physiotherapeut aus Holland war 1997 unser erster Mitarbeiter“, blickt Hoegen zurück. Ein Jahr später absolvierte sie ebenfalls eine Ausbildung zur Physiotherapeutin.

Mit den erweiterten Angeboten wuchs auch der Patientenstamm kontinuierlich, so dass es zu eng wurde in der Praxis am Ostwall. „2002 sind wir in die ehemalige Post umgezogen. Dort hatten wir 300 Quadratmeter Platz zur Verfügung“, berichtet Hoegen. Willi Roters hat nicht mehr in den neuen Räumen arbeiten können. Sein plötzlicher Tod während eines Urlaubs Anfang 2001 riss ihn mitten aus dem Leben.

Auch wenn Irmgard Hoegen ihren Geschäftspartner verloren hatte, der Praxisbetrieb in den nunmehr acht Behandlungskabinen musste weitergehen. An dem neuen Standort war außerdem Platz für einen Fitnessraum mit Trainingsgeräten, die die Inhaberin recht bald nach dem Umzug kaufte.

„In unserem Beruf“, hat sie festgestellt, „muss man immer auf dem neuesten Stand sein. Dazu gehören natürlich auch Fortbildungen. Das ist ein Muss in unserer Branche.“

2013 erfolgte für Irmgard Hoegen eine weitere Zusatzqualifikation zur „Heilpraktikerin der Physiotherapie“. Ihrem Mitarbeiterteam, das inzwischen auf zehn Fachkräfte angewachsen ist, ermöglicht sie ebenfalls regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen. „Meine Mitarbeiter sind mir absolut wichtig. Auf sie kann ich mich voll und ganz verlassen“, betont Hoegen. Das habe sie besonders während eines längeren Krankenhausaufenthaltes im Jahre 2005 schätzen gelernt. „Der Praxisbetrieb lief reibungslos weiter. Was hätte ich damals nur ohne meine Leute gemacht. Wir sind ein tolles Team“, betont Irmgard Hoegen.

2020 steht das 25-jährige Firmenjubiläum an. Die Feierlichkeiten, sagt Irmgard Hoegen, würden von allen ein hohes Maß an Konzen­tration fordern. „Deshalb habe ich meine Mitarbeiter bereits im Vorfeld mit einer gemeinsamen Reise belohnt. Im Juli 2019 waren wir auf Mallorca“, erzählt Irmgard Hoegen, bevor sie sich wieder ihrer Arbeit widmet. Die nächste Patientin wartet bereits auf eine Behandlung.

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