Städtische Sportstättenentwicklung
„Seit Jahren eiern wir nur herum“

Ochtrup -

Die Frage, ob es zuerst das Ei oder die Henne gab, ist schon in vielen Diskussionen benutzt worden.Jetzt könnte sie auf die städtische Sportstättenentwicklung Einfluss nehmen. Die Freien Wähler fordern dazu eine Grundsatzentscheidung, auch und gerade vor dem Hintergrund des neuen Sportwerks Am Witthagen.

Dienstag, 18.02.2020, 20:13 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 11:56 Uhr
Die Freien Wähler wollen eine Grundsatzentscheidung zur städtischen Sportstättenentwicklung am Witthagen treffen.
Die Freien Wähler wollen eine Grundsatzentscheidung zur städtischen Sportstättenentwicklung am Witthagen treffen. Foto: Anne Steven

Eine Grundsatzentscheidung zur städtische Sportstättenentwicklung am Witthagen wollen die Freien Wähler treffen. „Seit Jahren eiern wir nur herum“, ärgerte sich die Fraktionsvorsitzende Claudia Fremann am Montagabend im Ausschuss für Bildung und Sport, wo ein entsprechender Antrag diskutiert wurde. Es gelte, endlich das „Henne-Ei-Problem“ zu lösen, die durch das „Sportwerk“ bereits vorhandene Infrastruktur und Synergien zu nutzen sowie die Rahmenbedingungen für städtischen Sportstätten am Witthagen zu schaffen. Das Ziel einer Grundsatzentscheidung: Planungssicherheit für alle Beteiligten.

Unterstützung gab es hierfür von der SPD . Es gelte, den Vereinssport zu sichern und gleichzeitig zu entscheiden, dass Schulsport am Schulzentrum stattfinden soll, meinte Josef Hartmann.

Hermann Holtmann (FDP) fand zwar, dass die Politik mit dem Einstieg ins Bauleitverfahren dies bereits deutlich gemacht habe, er hatte aber auch nichts gegen einen Grundsatzbeschluss. „Der Einstieg ins Verfahren heißt noch nicht, dass wir das auch machen“, wollte es Claudia Fremann ganz konkret machen. Sie forderte die anderen Ausschussmitglieder auf, bei diesem Thema durch die „sportliche Brille“ zu schauen. „Es ist an der Zeit, die Gespräche in rechtsverbindliche Vereinbarungen münden zu lassen, so dass die angrenzenden Flächen für die stätische Sportstättenentwicklung gesichert werden können“, so Fremann. Aktueller Stand des Verfahrens: Derzeit läuft eine Artenschutzprüfung. „Die wird noch das ganze Jahr in Anspruch nehmen“, berichtete die Erste Beigeordnete Birgit Stening.

Die Leiterin der Realschule, Doris Nollen Kuhlbusch, forderte die Politiker auf, in diesem Zusammenhang die Schulen nicht zu vergessen. Sie erinnerte daran, dass am Schulzentrum dringend Bedarf an Sporthallen bestehe. „Da muss mittelfristig etwas passieren.“ Weitere Dependancen würden nicht weiterhelfen. „Wenn die Stadthalle durch Veranstaltungen belegt ist, fällt der Sportunterricht aus“, führte die Schulleiterin aus. Die Freien Wähler möchten durch zusätzliche städtische Sportplätze am Witthagen Kapazitäten am Schulzentrum schaffen.

Doch zu einer Grundsatzentscheidung kam es auch am Montagabend nicht. „Wir sollten die Erweiterung der Schulen am Schulzentrum abwarten“, fand Herbert Löcker. Der CDU-Mann meldete für seine Fraktion Beratungsbedarf an und stellte in Aussicht, im nächsten Ausschuss für Bildung und Sport im Mai eine Entscheidung treffen zu können.

Damit konnten die Freien Wähler gut leben, wie Claudia Fremann sagte. Die FWO-Chefin legte allerdings Wert darauf, dass das Thema noch vor der Kommunalwahl von der Politik konkretisiert werden müsse.

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