Reinemachen nach Rosenmontag
Dränkekreisel fordert Aufräumtrupps heraus

Ochtrup -

Das Bild ist nicht neu: Nach Rosenmontag gibt es für die Aufräumtrupps der Stadt Ochtrup alle Hände voll zu tun, um die Straßen wieder sauber zu bekommen. Vielleicht bekommen sie im nächsten Jahr Unterstützung.

Mittwoch, 26.02.2020, 18:30 Uhr
Nach den Feierlichkeiten zu Rosenmontag bot sich auf den Ochtruper Straßen teilweise das Bild einer Müllkippe – besonders am Dränkekreisel.
Nach den Feierlichkeiten zu Rosenmontag bot sich auf den Ochtruper Straßen teilweise das Bild einer Müllkippe – besonders am Dränkekreisel. Foto: Alex Piccin

Nach der Sause folgen die Aufräumarbeiten. Wurde am Rosenmontag noch rauschend gefeiert, erwischte am Tag danach nicht nur die Jecken eine Katerstimmung. Unmengen an Glasabfall und Kamelle lagen entlang der Straßen, in den Vorgärten oder in Büschen.

Die Stadt hat einen Großteil wieder aufgeräumt. Die Kosten schätzt Bürgermeister Kai Hutzenlaub auf eine Höhe von 1000 Euro – vergleichbar mit denen vergangener Jahre. Vielerorts musste beim Aufräumen jedoch nachgeholfen werden.

Der „Brennpunkt“ war der Dränkekreisel. Angaben von Besuchern zufolge glich der Bereich am Montagabend einer Müllkippe. Birgit Stening dazu: „Das kriegt man nicht in den Griff, da steht man machtlos davor. Ein Glasverbot wie beim Borghorster Umzug ist in Ochtrup schwer umzusetzen.“ Zudem würde ein solches der Veranstaltung den offenen Charakter nehmen, befand die Erste Beigeordnete.

Reinigung der Bürgersteige Sache der Anlieger

Die Stadt hat sich um die Säuberung der Straßen gekümmert. „Die Bürgersteige sind Sache der Anlieger“, sagte Hutzenlaub. „Wir haben sie aber grob gereinigt. Für mehr fehlt uns das Personal.“ Das Sportgeschäft am Dränkekreisel musste sich beispielsweise selbst um die Säuberungsarbeiten kümmern. „Das war schon krass bei uns“, sagte Michel Valente von Intersport Ochtrup. Der eigene Hausmeister wurde damit beauftragt, die Beete von Flaschen, Glas und sonstigem Unrat zu befreien. Eine undankbare Aufgabe.

Laut Polizeibericht verfolgten insgesamt etwa 5000 Zuschauer den Rosenmontagszug. „Der Zug war deutlich weniger frequentiert als im Vorjahr“, zitierte der Bürgermeister aus dem Schreiben. Die Beamten vermuten darin die Witterung als Hauptgrund.

Die Anregung, die Feiernden am Veilchendienstag zu einer gemeinsamen Aufräumaktion einzuladen, nahm der Bürgermeister in die Entscheidungsgremien mit.

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