Hospizverein und Kirchen laden zur „Woche für das Leben“ ein
Gespräche zur Sterbehilfe

Ochtrup -

Die Kontroverse zur Sterbehilfe wird an kaum jemandem vorbeigegangen sein, zudem sich das Gesetz dazu erst kürzlich geändert hat. Passend zu dieser Thematik schließen sich der Ochtruper Hospizverein sowie die katholische und evangelische Kirche der „Woche für das Leben“ an.

Dienstag, 03.03.2020, 13:06 Uhr aktualisiert: 03.03.2020, 18:12 Uhr
Der Hospizverein Ochtrup sowie die katholische und evangelische Kirchengemeinden laden zur „Woche für das Leben“ ein. Es geht um den Themenkomplex Sterbehilfe.
Der Hospizverein Ochtrup sowie die katholische und evangelische Kirchengemeinden laden zur „Woche für das Leben“ ein. Es geht um den Themenkomplex Sterbehilfe. Foto: Rieke Tombült

Im vergangenen Jahr ging es während der sieben Tage um die Auseinandersetzung mit Suizid, in diesem Jahr wird es „Leben im Sterben“ sein. „Es geht in der Woche immer um Themen rund um Anfang und Ende des Lebens“, hebt Dieter Lange-Lagemann vom Hospizverein hervor.

Am 29. April geben die Vertreter der beiden Kirchen und des Hospizvereins ab 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung dazu in den Räumlichkeiten des evangelischen Gemeindehauses. Kommen kann jeder, der sich einmal genauer mit der Sterbehilfe auseinandersetzen möchte. Zusätzlich kommt ein Hausarzt der Palliativmedizin, Vertreter eines ambulanten Pflegedienstes, Verantwortliche des stationären Hospizes in Emsdetten und eines Ochtruper Altenheims.

Die „Woche für das Leben“

Die „Woche für das Leben“ ist ein Projekt der ökumenischen Kirche in ganz Deutschland. Seit 1994 unterhalten sich Vertreter des Christentums, aus verschiedenen Fachbereichen und Bürger über Themen rund um das Leben. Zwei Wochen nach Karsamstag – vom 25. April bis zum 2. Mai (Samstag bis Samstag) – behandeln sie „die menschliche Würde in allen Lebensphasen, besonders wenn diese gefährdet oder in Frage gestellt ist“, heißt es auf der Internetseite der „Woche für das Leben“. In diesem Jahr heißt das Thema „Leben im Sterben“. Die palliative und seelsorgerische Behandlung am Ende eines Lebens steht im Vordergrund.

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„Wenn viele kommen, ziehen wir es als eine Podiumsdiskussion auf und bei wenigen Gästen als Tischwanderung“, erklärt Lange-Lagemann den Ablauf. Bei der Tischwanderung haben die Gäste die Möglichkeit, in bestimmten Zeitabständen von Tisch zu Tisch zu wandern und dort jeweils mit Experten aus dem Bereich Sterbebegleitung zu reden.

Die „Woche für das Leben“ ist schon lange ein Projekt der ökumenischen Kirche. In diesem Jahr haben diese sich passend zum Thema den Hospizverein mit ins Boot geholt.

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