Bau-Bus macht Station an der Hauptschule
Bausektor als echte Option

Ochtrup -

Der Bau-Bus des Bauindustrieverbandes NRW machte am Freitag Station an der Hauptschule. Schüler der neunten Klassen hatten dort die Möglichkeit, sich über Ausbildungsberufe im Bausektor zu informieren. Den beiden Handwerkern im Bus ging es dabei darum, das Interesse der Mädchen und Jungen für diese oft unbekannte Branche zu wecken.

Samstag, 07.03.2020, 05:39 Uhr
Neuntklässler der Hauptschule informierten sich am Freitag im Bau-Bus des Bauindustrieverbandes NRW über Ausbildungsmöglichkeiten im Bausektor.
Neuntklässler der Hauptschule informierten sich am Freitag im Bau-Bus des Bauindustrieverbandes NRW über Ausbildungsmöglichkeiten im Bausektor. Foto: Rieke Tombült

Im Bau-Bus des Bauindustrieverbandes NRW touren Gregor Patora und Hans-Günter Gonstala derzeit durch das Bundesland. Ihre Aufgabe ist, Schülern die Berufe im Bau wieder näher zu bringen. Ihre Masche: kleine Spiele, Vorträge und Fragebögen rund um Tätigkeiten auf dem Bau. Am Freitag führten sie auf dem Gelände der Ochtruper Hauptschule drei Gruppen durch ihren Ziehharmonikabus.

Von ihrer Zentrale in Düsseldorf aus schreiben die Mitarbeiter des Bauindustrieverbands Schulen in ganz Nordrhein-Westfalen an. Neben der Hauptschule hat in Ochtrup auch die Realschule Interesse bekundet. „Eben war eine Lehrerin da und fragte, wie sie ebenfalls einen Termin bekommt“, freut sich Patora über den Zuspruch für das Projekt.

Er und Gonstala erfahren dies auch von den Schülern. „Wir wollen die Schüler nicht überzeugen, direkt einzusteigen, sondern erstmal ein Praktikum zu machen, was uns häufig gelingt“, stellt Patora klar. Von den Lehrern bekomme er gelegentlich in den nachfolgenden Jahren die Rückmeldung, dass sich Schüler tatsächlich für eine Ausbildung im Bauwesen entschieden haben.

Der "Baubus" war am Freitag zu Besuch an der Gemeinschaftshauptschule in Ochtrup

Der "Baubus" war am Freitag zu Besuch an der Gemeinschaftshauptschule in Ochtrup Foto: Rieke Tombült

Als die zweite Gruppe für den Tag den Bus betritt – 15 Schüler der 9a – sind die Handwerker sofort in ihrem Element. Gonstala weist die Schüler ein und verteilt Fragebögen. Währenddessen trifft Patora letzte Vorbereitungen und öffnet seine Präsentation auf dem Fernseher in dem kleinen Raum am Ende des Fahrzeugs. Bei seiner ersten Gruppe betont er vor allem die Chancengleichheit von Frauen und Männern bei der Bezahlung. Durch die Tariflöhne im Bausektor seien die Vergütung und die Berufe ohnehin attraktiver geworden.

Ein paar Jugendliche testen in der Zwischenzeit die einzelnen Stationen. Direkt hinter der Fahrerkabine gilt es, durch blindes Ertasten unterschiedliche Baumaterialien zu identifizieren. Eine Station weiter dürfen sie die berühmte Leonardo-Brücke rekonstruieren. Auf dem Fragebogen stehen aber auch Mathematikaufgaben – schließlich gehört auch diese Fähigkeit zum Job dazu. Der Renner bei den Schülern ist die 4D-Box vor dem Bus, in der die Neuntklässler einen simulierten Sprung vom Kran erleben.

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