Corona: Allgemeinverfügung der Stadt
Öffentliches Leben wird eingeschränkt

Ochtrup -

Die Stadt Ochtrup hat am Sonntagabend eine Allgemeinverfügung erlassen. Demnach sind ab Montag (16. März) in Ochtrup alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel, untersagt. Zudem werden Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken, Kneipen, Bars und Diskotheken geschlossen. Eine Ausnahme gibt es für Speisewirtschaften.

Sonntag, 15.03.2020, 19:58 Uhr aktualisiert: 15.03.2020, 20:00 Uhr
Das Rathaus bleibt ab heute für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Stadt Ochtrup hat zudem eine Allgemeinverfügung erlassen.
Das Rathaus bleibt ab heute für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Stadt Ochtrup hat zudem eine Allgemeinverfügung erlassen. Foto: Anne Eckrodt

Die Ausbreitung des Coronavirus zieht weitere einschränkende Maßnahmen für die Ochtruper nach sich. Die Stadt hat am Sonntagabend eine Allgemeinverfügung erlassen. Das Dokument ist mit der Bezirksregierung, dem Kreis Steinfurt und den Kommunen des Kreises abgestimmt. Wie Bürgermeister Kai Hutzenlaub im Gespräch mit dieser Zeitung mitteilte, sind demnach ab Montag (16.März) in Ochtrup alle öffentlichen und privaten Veranstaltungen, sowohl in geschlossenen Räumen als auch unter freiem Himmel, untersagt.

Zudem werden sämtliche Bars, Kneipen, Spielhallen, Diskotheken, Theater und Museen unabhängig von ihrer Trägerschaft oder Eigentumsverhältnissen geschlossen. Diese Verfügung betrifft zudem Sport- und Fitnessstudios sowie Rehaeinrichtungen. Ebenfalls geschlossen werden sämtliche Sport- und Freizeiteinrichtungen wie Jugendzentren oder Bibliotheken. Angebote von Musik- und Volkshochschulen sind einzustellen. Auch Zusammenkünfte von Sportvereinen werden untersagt.

Während Schankwirtschaften schließen müssen, gilt für Speisewirtschaften und Hotels eine Sonderregelung. Sie dürfen weiter betrieben werden, sofern eine Registrierung aller Besucher mit Kontaktdaten erfolgt, die Besucher Hygienehinweise erhalten und ihre Einhaltung gewährleistet ist sowie ein Mindestabstand der Personen an verschiedenen Tischen von zwei Metern eingehalten wird.

Laut Auskunft von Hutzenlaub gilt diese Verfügung vorerst bis zum 19. April (Sonntag).

Vor dem Hintergrund der aktuellen Gefährdungslage und der dringenden Anordnung, soziale Kontakte soweit wie möglich einzuschränken, wird als weitere Maßnahme das Rathaus der Stadt Ochtrup – auch in Abstimmung mit anderen Kommunen im Kreis Steinfurt – vorläufig bis zum 30. April seine Pforten schließen. Das teilte die Verwaltung am Sonntag mit.

Diese Regelung tritt ebenfalls ab dem heutigen Montag in Kraft und betrifft alle drei Zweigstellen der Stadtverwaltung sowie die Stadtwerke. „Mit dieser Maßnahme sollen nicht nur Besucher, sondern auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Stadtwerke vor einer möglichen Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus geschützt und der Betrieb so gut wie möglich aufrechterhalten werden“, schreibt die Stadt. In dringenden Fällen können nach telefonischer Vereinbarung Termine ausgemacht werden. Die Sachbearbeiter sind telefonisch zu den Öffnungszeiten erreichbar.

Die Stadt Ochtrup bittet die Bürger um sorgfältiges Abwägen, ob ihr Anliegen derart wichtig und dringend sei, dass es in dieser besonderen Situation keinen Aufschub dulde. Die Durchwahlnummer finden Sie auf der Homepage der Stadt und der Stadtwerke. Der Bürgerservice ist unter Telefon 0 25 53 / 7 32 40, das Standesamt unter Telefon 0 25 53 / 7 32 50 erreichbar. Bei Fragen zu Sozialleistungen finden sich Ansprechpartner unter Telefon 0 25 53 / 7 32 12, zu Bauvorhaben unter Telefon 0 25 53 / 7 33 11. Das Vorzimmer des Bürgermeisters ist unter Telefon 0 25 53 / 7 31 03 erreichbar, die Zentrale der Stadt Ochtrup unter Telefon 0 25 53 / 7 37 30.

Schriftliche Eingaben können in den Postkasten geworfen werden. Kontaktaufnahme per E-Mail ist ebenfalls weiterhin möglich. Die Stadt bittet um Verständnis für diese Vorgehensweise. Sie sei der aktuellen Lage geschuldet. „Wir befinden uns in einer absoluten Ausnahmesituation, die Verantwortungsbewusstsein und Rücksicht erfordert. Oberstes Ziel ist es, eine schnelle Verbreitung des Virus zu verhindern und die schwächeren oder älteren Mitmenschen zu schützen“, so Bürgermeister Kai Hutzenlaub.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7328521?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker