Jugendcafé Freiraum möchte in Kontakt bleiben
„Die Tür ist dicht, aber wir sind offen“

Ochtrup -

Schotten dicht! Das ist derzeit die Marschroute im Jugendcafé Freiraum. Hinter geschlossenen Türen bleiben die Mitarbeiter des Freiraum-Teams aber trotzdem erreichbar. Zudem haben sie nun Zeit für viele Dinge, die sonst oft hintenrüberfallen.

Donnerstag, 02.04.2020, 08:03 Uhr aktualisiert: 02.04.2020, 18:04 Uhr
Verpasst derzeit dem Thekenbereich im Jugendcafé einen neuen Anstrich: Jörg Eßlage.
Verpasst derzeit dem Thekenbereich im Jugendcafé einen neuen Anstrich: Jörg Eßlage. Foto: Martin Fahlbusch

Eigentlich hat auch das Jugendcafé Freiraum in diesen Coronavirus-Zeiten die Schotten dicht gemacht. „Es hört sich jetzt vielleicht komisch an, aber im Team hatten wir schon gut anderthalb Wochen bevor die Schutz- und Anti-Kontakt-Maßnahmen richtig losgingen zusammen überlegt, was wir überhaupt dann noch anbieten können“, erzählt Jörg Eßlage.

Wahrung des Abstandes

Der Leiter der Einrichtung ist allein im Jugendcafé Freiraum – und eher durch Zufall traf der Reporter ihn dort – unter Wahrung des Abstandes selbstverständlich. Als er die verschlossene Tür öffnet, hat er einen Pinsel in der Hand. „Untätig wollen wir nicht sein. Wir haben es so organisiert, dass immer ein Teammitglied wochentäglich im Freiraum zu erreichen ist. Montags ist das Vera Hartmann , mittwochs und donnerstags Fabian Post und am Dienstag und Freitag erreicht man mich“, informiert er.

Und dann kommt er noch einmal auf den Pinsel zu sprechen. In „normalen Zeiten“ gebe es immer genug tun. Derzeit widmet sich Eßlage aber den Dingen, zu denen er im „Freiraum-Alltag“ irgendwie nicht so richtig kommt. Also wird der Anstrich im Thekenraum erneuert. Oben auf der Leiter stehend hat Jörg Eßlage dann festgestellt, dass die große Bild- und Videoleinwand unbedingt repariert werden muss. Also sinnt der Pädagoge jetzt auf praktische Abhilfe.

Normale Arbeit steht auf dem Kopf

„Irgendwie steht unsere normale Arbeit ja momentan auf dem Kopf. Wir wollen eigentlich viele Kinder und Jugendliche erreichen und freuen uns, wenn Angebote angenommen werden oder die Hütte voll ist. Jetzt ist alles andersherum“, wundert sich der Freiraum-Chef.

Neben dem Telefondienst will das Freiraum-Team auch per E-Mail sowie über die sozialen Medien Facebook und Instagram in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen bleiben. Sie bekommen dort Anregungen, können Probleme an- und Pläne besprechen oder einfach nur quatschen. „Zudem experimentieren wir mit der Internet-Plattform discordapp.com. Die nutzen sogenannte Gamer eigentlich zur Kommunikation. Hier gelingt auch der Kontakt gleich zu mehreren“, freut sich Jörg Eßlage. Zusammengefasst heißt das: „Die Tür ist dicht, aber wir sind offen.“

Mitarbeiter sind erreichbar

Das gilt auch für Reinhard „Madness“ Vinkelau, der im Jugendtreff „Die Brücke“, der Außenstelle in Welbergen, ebenfalls über die Kontaktdaten des Jugendcafés zu erreichen ist. „Wir hoffen natürlich, dass wir alle gesund bleiben, die Virenattacken überstehen und dann wieder richtig loslegen können. Im Moment heißt das für mich auch, dass ich verstärkt am Ferienspaß-Programm für den Sommer bastele und organisiere. Ewig können die Schotten ja nicht dicht bleiben“, hofft Jörg Eßlage auf eine neue alte Lage.

Das Jugendcafé Freiraum ist unter Telefon 02553/5886 oder per E-Mail an info@jugendcafe-freiraum.de sowie online erreichbar.

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