Schützenverein Waister Junggesellen
Spaßversammlung mit einigen Neuerungen

Ochtrup -

Eine Versammlung der etwas anderen Art hat jetzt der Schützenverein Waister Junggesellen abgehalten. Statt sich wie sonst traditionell üblich am Gründonnerstag zur Generalversammlung in einer Gaststätte zu treffen, kamen die Schützenbrüder diesmal digital zusammen. Der Vorstand testete eine Videokonferenz. Eine offizielle Generalversammlung ersetzt die zwar nicht, aber Spaß hatten die Junggesellen allemal

Mittwoch, 15.04.2020, 05:12 Uhr aktualisiert: 15.04.2020, 17:00 Uhr
Eine Versammlung der etwas anderen Art hielten jetzt die Waister Junggesellen ab. Die Schützenbrüder kamen per Videokonferenz zusammen.
Eine Versammlung der etwas anderen Art hielten jetzt die Waister Junggesellen ab. Die Schützenbrüder kamen per Videokonferenz zusammen. Foto: Jürgen Engbers

Es ist Tradition: Jedes Jahr hält der Schützenverein Waister Junggesellen am Gründonnerstag seine Generalversammlung ab – und das seit der Gründung im Jahr 1987. So steht es auch in den Statuten. Doch was tun in Zeiten der Corona-Krise? Das Highlight einfach absagen oder verschieben? So einfach gaben sich die Junggesellen trotz Versammlungsverbot nicht geschlagen. Die spontane Idee: eine Videokonferenz.

Pünktlich um 19 Uhr startet die Spaßversammlung als Videokonferenz. „Die Tagesordnung war locker und anders als sonst, denn die satzungsgemäße ordentliche Mitgliederversammlung wird nachgeholt, sobald es wieder möglich ist“, schreibt der Verein in einem Pressebericht. Vorsitzender Ralf Wienefoet begrüßte online so viele Schützen, dass nicht alle auf einen Bildschirm passten. Jedes Mitglied hatte sich vorab mit kühlen Getränken und dem obligatorischen Mettbrötchen eingedeckt. Intern haben die Junggesellen sich selbst bei jeder Versammlung eine „Mett-Quote“ von 75 Prozent auferlegt. Diese sollte auch bei der Spaßversammlung erfüllt werden.

Nach dem Bericht des Platzwartes Thorsten Dropmann ergriff der Ehrenvorsitzende Jürgen Engbers das Wort. Er präsentierte mit einem Video und zahlreichen Fotos das Ergebnis der „Biereinkaufsaktion“.

Als Dankeschön für 25-jährige Treue überreichten die Waister Junggesellen dem Spielmannszug Lamberti symbolisch eine nagelneue Pauke. Das Instrument wurde auf den Namen „Dicke Berta“ getauft. Sieben Sponsoren finanzierten die „einzigartig gestaltete Waister-Pauke“. Die Mitglieder des Spielmannszuges bedankte sich mit zwei Videos für die Unterstützung. Die echte Übergabe wollen die Junggesellen nachholen.

War die Spaßversammlung an sich schon ein Novum in der Vereinsgeschichte, mussten die Junggesellen nun eine weitere Neuerung hinnehmen: Erstmals nahm eine Frau an einer Waister-Versammlung teil. „Das gab es noch nie“, schreibt der Verein in seinem Bericht. Besagter weiblicher Gast war Lina Minnebusch. Sie und ihr Team sollten ursprünglich als Thekenmannschaft beim Schützenfest agieren und sich nun wenigstens online bei den Schützenbrüdern vorstellen.

Die ziehen übrigens ein durchweg positives Fazit dieser etwas anderen Versammlung. Not macht eben erfinderisch.

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