Grundsatzbeschluss gefasst
Politik will Sportstätten am Witthagen

Ochtrup -

Bereits im Februar war das Anliegen im Ausschuss für Bildung und Sport diskutiert worden. Jetzt fällte der Rat eine Entscheidung und fasste den Grundsatzbeschluss, am Witthagen kommunale Sportstätten entwickeln zu wollen.

Samstag, 16.05.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 17.05.2020, 14:24 Uhr
Am Witthagen sollen kommunale Sportstätten entwickelt werden.
Am Witthagen sollen kommunale Sportstätten entwickelt werden. Foto: Anne Steven

19 Mitglieder stimmten am Ende dafür, 13 waren dagegen: Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss zur Entwicklung städtischer Sportstätten am Witthagen gefasst.

Bereits im Februar war das Anliegen im Ausschuss für Bildung und Sport diskutiert worden. Die Freien Wähler hatten einen Antrag eingebracht, der darauf abzielte, sich auf die Schaffung von städtischen Sportanlagen auf dem Areal im Westen der Stadt festzulegen und somit „Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen“. Es gelte, mindestens die wegfallenden Sportstätten an der Piusstraße zu ersetzen. Dabei könnten Synergieeffekte mit dem „Sportwerk“ und weiteren geplanten, privat finanzierten Sportplätzen genutzt werden.

Der Ausschuss diskutierte das Anliegen seinerzeit intensiv, vertagte aber die Entscheidung: Die Fraktionen wollten weiter darüber beraten. Zeitgleich sollte unter anderem die Raumbedarfsanalyse für das Schulzen­trum ausgewertet werden – denn dieses kommt alternativ oder ergänzend für die Sportstättenentwicklung in Betracht. In der nächsten Sitzung des Ausschusses, die eigentlich für Mai angesetzt war, wollten die Politiker sich entscheiden.

Doch dann kam Corona: „Dies Gespräche und Beratungen konnten aufgrund der derzeitigen Situation nicht geführt werden, so dass es hier keinen neuen Sachstand gibt“, hieß es von der Verwaltung in der Beschlussvorlage zur Ratssitzung. „Die Terminplanung wurde etwas durcheinander geworfen“, machte die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Claudia Fremann, deutlich. Statt im Ausschuss, der nicht tagen konnte, sollte nun also im Rat der Grundsatzbeschluss gefasst werden. „Es gilt, jetzt endlich einen politischen Willen zu bekräftigen. Alle Argumente sind ausgetauscht.“

Ein Ansinnen, das die SPD unterstützte. „Wir sind dafür, das voranzutreiben“, sagte Josef Hartmann. Gleichzeitig müsse sichergestellt sein, dass Schulsport am Schulzentrum stattfinden könnte.

Dort – und nur dort – konnte sich die CDU den Schulsport vorstellen, wie Hajo Steffers verdeutlichte. Er betonte zudem, dass man allen Sportvereinen gerecht werden müsste – und die Sportanlagen nicht „einseitig für einen Verein“ entwickeln dürfte. Barbara Kuhls-Mahlitz fehlten zudem die konkreten Ideen und Planungen.

Hermann Holtmann (FDP) rückte das bereits eingeleitete Bauleitverfahren in den Fokus, mit dem man ja schon einen Willen bekundet habe – und fügte hinzu: „Die Sportstätten sollten allen, die Interesse haben, zur Verfügung stehen.“ Er warf den Freien Wählern zudem vor, einen völlig überflüssigen „Schauantrag“ mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl gestellt zu haben – was Claudia Fremann entschieden abwehrte. „Das ist fast schon eine Unverschämtheit. Wir führen diese Diskussion schon sehr lange und dieser Rat sollte auch noch die Entscheidung treffen.“

Das tat er am Ende auch – und fällte mehrheitlich den Grundsatzbeschluss, am Witthagen städtische Sportstätten zu entwickeln.

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