Lamberti- und Hauptschule
Dachbegrünung kommt, Teppichboden bleibt vorerst

ochtrup -

Die Lambertischule bekommt im Zuge der Erweiterung ein begrüntes Dach auf der neuen Pausenhalle. Das hat der Stadtrat beschlossen. Da dieses deutlich günstiger wird, als zunächst angenommen, sollte die Restsumme in der Hauptschule verplant werden.

Dienstag, 19.05.2020, 18:32 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 18:40 Uhr
An der Lambertischule wird im Zuge der Erweiterung eine Pausenhalle mit begrüntem Flachdach entstehen.
An der Lambertischule wird im Zuge der Erweiterung eine Pausenhalle mit begrüntem Flachdach entstehen. Foto: Alex Piccin

Die Lambertischule bekommt eine Dachbegrünung. Das hat der Rat der Stadt Ochtrup in seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Bei der geplanten Erweiterung der Grundschule und der damit verbundenen Aufstockung entsteht oberhalb der Pausenhalle ein etwa 500 Quadratmeter großes Flachdach, bei dem es baukonstruktiv sehr schwierig sei, ein geneigtes Dach aufzubringen, so die Stadt.

Günstiger als angenommen

Gleiches gelte auch für die Erweiterung der Inklusionsräume an den vier westlich ausgerichteten Klassen, einschließlich des vorhandenen Flures. Kostenpunkt: etwa 30 000 Euro. Ursprünglich hatten die Architekten in der Kostenberechnung 87 000 Euro angegeben. Nun habe sich aber herausgestellt, dass sich die Kosten um 57 000 Euro reduzieren ließen. CDU-Fraktionsvorsitzender Hajo Steffers hakte an dieser Stelle ein und schlug vor, den eingesparten Betrag in einen neuen Fußboden für die Hauptschule zu investieren. Diesen Antrag hatte seine Fraktion auf die Tagesordnung gebracht.

Hermann Holtmann befand, dass Gründächer zwar schön aussähen. Der Fraktionschef der FDP regte aber auch an, in Zeiten der Corona-Pandemie auf eine solche Investition zu verzichten.

Bei der SPD stieß das Ansinnen der Verwaltung hingegen auf Zustimmung. Fraktionsvorsitzender Vincent ten Voorde stellte aber trotzdem die Zustimmung der Sozialdemokraten für den Austausch des Bodens in der Hauptschule in Aussicht. Schließlich votierte der Rat bei 19 Ja- und 13 Nein-Stimmen mehrheitlich für eine Dachbegrünung.

Kein erhöhtes Infektionsrisiko

Zurück zum CDU-Antrag: Diese forderte die Verwaltung auf, die in der Gemeinschaftshauptschule verlegten Teppichböden unverzüglich durch andere, geeignetere Bodenbeläge zu ersetzen. Es handele sich nach Auffassung der CDU „um eine Entscheidung mit höchster Dringlichkeit“. Bürgermeister Kai Hutzenlaub berichtete, dass laut Ausführungen des Kreisgesundheitsamtes der Boden einwandfrei sei. Das Infektionsrisiko mit dem Coronavirus sei nicht höher, als wenn die angenieste Oberfläche aus Teppich-Nadelfilz oder Linoleum bestehe.

Von der Hauptschule gebe es keinen Antrag, ergänzte der Bürgermeister. Mit einem neuen, wischbaren Bodenbelag müsse auch die Akustik der Schule neu überdacht werden. Aufgrund der aktuellen Situation sei diese Maßnahme frühestens in den Sommerferien 2021 machbar, denn dazu müsse die Schule gesperrt werden.

Haushaltsberatung 2021

Während Sarah Lahrkamp (SPD) den Antrag der CDU „durchaus positiv“ sah, wollte sich die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, Claudia Fremann, lieber auf den Rat der Experten beim Gesundheitsamt verlassen. Danach sei die Maßnahme nicht zwingend notwendig. Hajo Steffers erklärte für die CDU, dass man sich auch vorstellen könne, dieses Vorhaben in die Haushaltsplanberatungen für 2021 zu verschieben, was dann auch so beschlossen wurde.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7416100?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker