„Anticoronarundglasdeckel und Koh 2020“
Verrückte Facebook-Aktion beschert Ochtruper Tafel Spende

Ochtrup -

Die verrückte Anticorona-Aktion des Ochtrupers Michael Sünker und seinem Topfdeckel hat in den sozialen Netzwerken schon fast Kultstatus erreicht. Nun druckt er gemeinsam mit Nadja Mönninkhoff T-Shirts und hat sogar Spenden für die Ochtruper Tafel gesammelt.

Freitag, 22.05.2020, 19:59 Uhr aktualisiert: 22.05.2020, 20:47 Uhr
Die verrückte Aktion von Michael Sünker und seinem Topfdeckel hat in den sozialen Netzwerken fast schon Kultstatus erreicht. Gemeinsam mit
Die verrückte Aktion von Michael Sünker und seinem Topfdeckel hat in den sozialen Netzwerken fast schon Kultstatus erreicht. Foto: Alex Piccin

Die Geschichte ist auf bestem Weg, Kultstatus zu erlangen. Aus reiner Notwendigkeit hat sich Michael Sünker vor einigen Wochen beim Kochen einen Topfdeckel aus Glas vor das Gesicht gebunden. „Das stank so und ich hatte nichts anderes greifbar“, sagt der Sänger der Ochtruper Band „Memories of Fake“. Da er selbst das optisch lustig fand und auch aus seinem Umfeld ähnliche Reaktionen kamen, gründete er die offene Facebookgruppe „Anticoronarundglasdeckel und Koh 2020“.

„Ich wollte etwas Spaß verbreiten, gerade in den aktuellen Zeiten“, sagt Sünker. In der Gruppe werden allerlei witzige Sachen rund um Corona gepostet, vieles vom Musiker selbst. Ein Foto hat er sich von Nadja Mönninkhoff auf ein T-Shirt drucken lassen. „Dann haben andere das gesehen, fanden die Idee super und wollten das auch haben“, führt er aus. Und dann hatte die Freundin den Salat: „Ich habe nicht gedacht, dass das so ein großes Ding wird.“

Für den guten Zweck

Mönninkhoffs Aufwand bestand zunächst darin, die Fotodatei in eine Plottervorlage umzuwandeln. Anschließend wird das sünkersche Topfkonterfei in der gewünschten Farbe gedruckt und aufgebügelt. „Das dauert etwa 20 bis 30 Minuten“, sagt die Ochtruperin, die als Erzieherin mit Menschen mit Behinderungen arbeitet. Ihr Hobby, das mittlerweile und vom Aufwand her mehr als das geworden ist, nimmt sie notgedrungen auch mit zur Arbeit. Dort kann sie in den Pausen die Feinarbeit an den T-Shirts vornehmen – eine Fummelarbeit.

„‚Ich mache dir drei Shirts fertig’, habe ich zu Beginn gesagt“, blickt Mönninkhoff zurück. Mittlerweile laufe der Plotter schon heiß. Die Bestellungen nehmen von Tag zu Tag zu. Der Trumpf der beiden improvisierten Designer ist die Berücksichtigung individueller Wünsche und die schnelle Lieferung. An die 50 Shirts seien mittlerweile im Umlauf – im regionalen Umkreis wie auch schon in Wien, Wiesbaden oder Berlin. Auch die Gruppenmitglieder kommen aus den unterschiedlichsten Orten in Europa.

„Wenn der Spuk vorbei ist, wird es eine fette Anticoronaparty geben“, kündigt Sünker an. Er hat noch weitere Ideen in der Pipeline. Neben dem ganzen Spaß gab es zudem zwei Sondereditionen anlässlich des 500. und 600. Gruppenmitglieds – eine Stofftasche und ein XXL-Vatertagsshirt –, die für den guten Zweck versteigert wurden. Die Einnahmen leiten Sünker und Mönninkhoff komplett an die Ochtruper Tafel weiter.

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