Jugendtreff in der „Brücke“ in Welbergen
Angekommen in der neuen Normalität

Ochtrup -

Nach der Corona-Zwangspause ist der Jugendtreff in der „Brücke“ in Welbergen wieder geöffnet. Anlaufschwierigkeiten habe es dort keine gegeben, berichtet Leiter Reinhard „Madness“ Vinkelau: Die Stammbesucher kommen wieder.

Freitag, 05.06.2020, 08:35 Uhr aktualisiert: 06.06.2020, 12:06 Uhr
Die "Brücke" in Welbergen.
Die "Brücke" in Welbergen. Foto: Anne Spill

Vielerorts gibt es nach dem Lockdown Anlaufschwierigkeiten. Nicht in der „Brücke“: Der Jugendtreff in Welbergen ist schon ziemlich gut angekommen in der neuen Normalität. „Eigentlich läuft ja auch alles wie vorher“, stellt Treffleiter Reinhard „Madness“ Vinkelau fest. Jedenfalls fast.

Klar, auch in der „Brücke“ gelten die Corona-Hygieneregeln: Abstand halten, häufiges Händewaschen, Maske tragen – das haben die meisten Jugendlichen aber schon verinnerlicht, bemerkt Rein­hard Vinkelau . Einbrüche bei den Besucherzahlen, wie es sie im Ochtruper Jugendcafé „Freiraum“ zum Beispiel gebe, verzeichnet der Sozialpädagoge nicht. „In Welbergen sind die Strukturen einfach anders“, weiß Reinhard Vinkelau. Die Stammbesucher, die schon vor der Coronakrise gerne ihre freie Zeit im Jugendtreff verbracht haben, kämen auch jetzt wieder in die „Brücke“.

Zu den Jugendlichen hat Reinhard Vinkelau in der Coronapause den Kontakt gehalten und „aufsuchende Arbeit“ gemacht, sprich an den gängigen Treffpunkten der Jungen und Mädchen vorbeigeschaut. Nun ist er froh, die Kids wieder im Haus zu haben: „Endlich ist wieder Leben in der Bude.“

Reinhard "Madness" Vinkelau, Leiter des Jugendtreffs in der "Brücke" in Welbergen.

Reinhard "Madness" Vinkelau, Leiter des Jugendtreffs in der "Brücke" in Welbergen. Foto: Anne Spill

Dass die Einrichtung wieder geöffnet ist, habe sich sehr schnell herumgesprochen, berichtet der Leiter. Allein, dass sein Auto vor der Tür stand, sei schon ein Signal mit großer Wirkung gewesen. Dazu die sozialen Medien, Mundpropaganda – und schon konnten die üblichen Gruppenangebote wieder starten. „Und zwar ohne telefonische Anmeldung. Das würde hier auch gar nicht funktionieren“, meint „Madness“.

Dabei dürfen sich auch in der „Brücke“ nicht mehr als neun Jugendlichen gleichzeitig aufhalten. Das lasse sich aber ganz gut einrichten, erklärt Reinhard Vinkelau – die Gruppen seien zum Teil einfach verkleinert worden. Und wenn es doch mal voller wird, könnten auch einzelne Treffbesucher an die frische Luft ausweichen. „Bisher musste ich noch keinen wegschicken. Das wäre auch ziemlich schade, weil es dem Konzept der offenen Jugendarbeit vollkommen widersprechen würde.“

Überhaupt findet nun vieles an der frischen Luft statt – auch dank des zuletzt schönen Wetters. Zum Beispiel auf einer Fahrradtour zur Eisdiele. „Der Enge entgeht man so ganz gut.“ Und dem ausgebildeten Naturpädagogen, der von Haus aus gerne draußen unterwegs ist, kommt das sogar entgegen.

Also im Grunde alles wie vorher in der „Brücke“, nur auf Abstand und mit Maske? Nicht ganz. Auch im Welberger Jugendtreff müssen Angebote ausfallen, weil sie nicht mit dem Hygienekonzept zum Schutz vor Corona vereinbar sind. Die geplante Kanutour zum Beispiel. „Ich kann ja nicht lauter Einzelkanus anmieten“, steht der Sozialpädagoge vor einem praktischen Problem. Einzelzelte für eine Wildnis-Freizeit sind da schon leichter zu bekommen.

Auch bei den diesjährigen Ferienspaß-Angeboten der „Brücke“ wird vieles unter freiem Himmel stattfinden, stellt Reinhard Vinkelau in Aussicht. Anmeldungen sollen schon bald direkt über den Jugendtreff – nicht über die VHS – möglich sein.

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