Kirchengemeinde St. Lambertus stellt Kita-Pastoralplan vor
Erzieher mit neuem Selbstbewusstsein

Ochtrup -

Fast zwei Jahre hat es gedauert. Nun ist der Kita-Pastoralplan der Kirchengemeinde St. Lambertus fertiggestellt. Verbundleiterin Brigitte Feldevert und Pastoralreferentin Anja Möllers sind stolz, dass das neue Konzept gemeinsam mit den Erzieherinnen entwickelt wurde. Unterstützung gab es zudem vom Bistum Münster.

Mittwoch, 17.06.2020, 06:03 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 15:56 Uhr
Pastoralreferentin Anja Möllers (l.) und Verbundleiterin Brigitte Feldevert halten den neuen Kita-Pastoralplan in Händen. Ganz wichtig: Das Konzept entstand unter Mitwirkung der Erzieherinnen in den Einrichtungen, die sich in Trägerschaft der Pfarrei St. Lambertus befinden.
Pastoralreferentin Anja Möllers (l.) und Verbundleiterin Brigitte Feldevert halten den neuen Kita-Pastoralplan in Händen. Ganz wichtig: Das Konzept entstand unter Mitwirkung der Erzieherinnen in den Einrichtungen, die sich in Trägerschaft der Pfarrei St. Lambertus befinden. Foto: Anne Steven

Ein gutes Stück Arbeit liegt hinter ihnen. Doch nun halten Pastoralreferentin Anja Möllers , Verbundleiterin Brigitte Feldevert und ihre Vorgängerin Annette Holtmann den fertigen noch druckfrischen Kita-Pastoralplan in Händen. Besonders stolz sind die drei darauf, dass alle Kindergärten in Trägerschaft der Pfarrei St. Lambertus sowie der Caritaskindergarten „Der Kleine Prinz“, der sich der Kirchengemeinde zugehörig fühlt, daran aktiv mitgewirkt haben.

Kitas haben sich selbst mit auf den Weg gemacht

„Die Kitas haben sich selbst mit auf den Weg gemacht“, erzählt Annette Holtmann von den Anfängen dieses Projekts. Dadurch sei das Bewusstsein für die Einrichtung als katholischer Kindergarten gestärkt worden, findet die ehemalige Verbundleiterin. Eigentlich sollte der Kita-Pastoralplan noch während ihrer Dienstzeit fertiggestellt werden. Doch das klappte aus verschiedenen Gründen nicht. Jetzt sei die Situation aber die, dass die neue Verbundleiterin Brigitte Feldevert selbst als damalige Leiterin des Kindergartens St. Lamberti an der Erstellung mitgewirkt hat. Außerdem gehörten Annette Pick, Birgit Wessendorf, Christhild Kraas, Claudia Lewejohann, Cora Neu, Doris Grett, Gudrun Bienbeck, Gudrun Meyer, Jessica Dahlhues, Lena Beste, Rita Frieling und Sabine Herman zur Projektgruppe. Unterstützt wurden sie durch Jürgen Flatken vom Bistumsprogramm „Kita-Lebensort des Glaubens“. Und Letzteres ist auch der Leitgedanke des Kita-Pastoralplans. Denn die Kindertageseinrichtungen sollen Segens- und Lebensorte der Pfarrei sein.

Anfangs sei es zunächst darum gegangen, sich bewusst zu machen, was es schon gibt, erzählt Anja Möllers. „Es tut den Erziehern gut zu sehen, dass sie bereits ganz viel in dieser Hinsicht machen“, hat sie festgestellt. Und Brigitte Feldevert ergänzt: „Dazu kamen noch Ideen, was man besser machen kann.“ Da seien einige Visionen entwickelt worden. Zudem hatten die Erzieher die Möglichkeit, Unsicherheiten zu klären und Antworten auf Fragen zu finden. Der Austausch im Team sei dabei enorm wichtig gewesen. „Wir haben über unseren Glauben gesprochen“, freut sich Anja Möllers.

Mehr Selbstbewusstsein

Seien viele Mitwirkende zu Beginn skeptisch gewesen, habe sich das im Verlauf des Projekts geändert. Die Erzieherinnen brachten sich toll in das neue Konzept ein, lobt die Pastoralreferentin. „Und sie trauen sich viel mehr zu“, hat sie festgestellt. So habe sich bei der Planung der Abschlussgottesdienste für die Schulkinder die Problematik ergeben, dass Anja Möllers die Kinder aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nicht einzeln segnen darf. „Aus der Runde der Erzieherinnen kam dann wie selbstverständlich der Vorschlag, dass doch sie das übernehmen können“, ist die Pastoralreferentin stolz auf das neue Selbstbewusstsein ihrer Mitstreiterinnen. Die Leitsätze des Pastoralplans dienten ihnen als Arbeitsgrundlage. Sie wurden für die einzelnen Kindergärten individuell und dann als Verbund definiert und umformuliert. Es sei wichtig, solche Dinge aufzuschreiben, um sie nicht aus dem Blick zu verlieren, betont Anja Möllers. Zudem stärke diese gemeinsame Grundlage das Netz der Einrichtungen, die ihren Glauben in Gemeinschaft leben wollen. Wichtig sei dabei auch, sich die gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüche bewusst zu machen, auf die Schwachen zu achten und sich von ihnen leiten zu lassen. Der Kita-Pastoralplan bewege sich im Spannungsfeld der verschiedenen Einrichtungen mit ihren eigenen, individuellen Sozialräumen. Dabei gelte es, unter dem Motto „Einheit in Vielfalt“ Gemeinsamkeiten und Verbindendes zu stärken und gleichzeitig die Individualität und den eigenen Charakter jeder Kita zu unterstreichen.

Konzept soll nicht in der Schublade landen

Damit das neue Konzept nun nicht wie es so oft passiert, in einer Schublade landet und vergessen wird, soll es wiederholt Treffen und Arbeitskreise geben, die sich mit verschiedenen Themen befassen.

Der neue Kita-Pastoralplan liegt in den Einrichtungen der Pfarrei St. Lambertus und im Caritaskindergarten „Der Kleine Prinz“ aus.

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