Was macht. . . Rainer Menebröcker?
Von Giftmülldeponie bis Stadtsanierung

Ochtrup -

20 Jahre lang war Rainer Menebröcker Redaktionsleiter des Tageblatts. Für die Serie „Was macht eigentlich...?“ berichtet er von seinem Werdegang – und verrät, womit er sich heute beschäftigt.

Freitag, 26.06.2020, 11:26 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 18:30 Uhr
Rainer Menebröcker betreut den Internetauftritt des Heimatvereins Burgsteinfurt.
Rainer Menebröcker betreut den Internetauftritt des Heimatvereins Burgsteinfurt. Foto: privat

In der Serie „Was macht eigentlich...?“ stellt die Lokalredaktion Menschen vor, die in Ochtrup bekannt sind, manchmal wie der sprichwörtliche bunte Hund, über die man aber in der jüngsten Vergangenheit wenig gehört hat. Wir fragen nach, was aus ihnen geworden ist, wie es weiterging und was sie gerade beschäftigt. Heute: der frühere Redaktionsleiter des Tageblatts, Rainer Menebröcker .

 

Wie war Ihr Werdegang als Journalist?

Mit 16 Jahren – 1965 – habe ich als freier Mitarbeiter beim Tecklenburger Landboten (damals noch Lokalausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung ) begonnen. Nach Abitur und Bundeswehrzeit sowie einem abgebrochenen Studium der Volkswirtschaftslehre an der WWU Münster begann mein Volontariat im Oktober 1972 bei den Westfälischen Nachrichten, Lokalausgabe Lüdinghausen. Nach kurzer Zeit erfolgte der Wechsel in die Sportredaktion. Noch als Volontär war ich akkreditierter Journalist bei der Fußballweltmeisterschaft 1974 in Deutschland.

Nach Ende des Volontariats wechselte ich 1974 als Kreisredakteur (Kommunale Neugliederung mit Zusammenlegung der Kreise Tecklenburg und Steinfurt am 1.1.1975) in die Redaktion Steinfurt, wo ich später die Lokalsportredaktion für Gronau und Steinfurt aufbaute und bis zu meinem Wechsel als Redaktionsleiter nach Ochtrup am 1. Mai 1985 leitete.

 

Wie sind Sie zum Tageblatt gekommen?

Der damalige Verleger Helmut Werheid suchte einen Nachfolger für die erkrankte Redaktionsleiterin Monika Crämer. Über den damaligen Chefredakteur Bertram von Hobe wurde mir die Stelle angeboten. Damals erfolgte gerade die Umstellung von Blei- auf Fotosatz in der Technik und später auf den Ganzseitenumbruch am Bildschirm. Die erste Digitalkamera, die für die Redaktion angeschafft wurde, hatte einen Chip mit einer Speicherkapazität von acht MB, die für etwa vier Bilder reichte.

Schwerpunktthemen in den 20 Jahren als Redaktionsleiter waren unter anderem der Kampf gegen die Giftmülldeponie, der Bau der Bundesstraße 54n und der Autobahn 31, der Erhalt des Pius-Hospitals sowie der Strukturwandel in der Textilindustrie (Stichwort van Delden) und die Stadtsanierung. In den ersten Jahren nach 1985 war die Bauerschaft Oster noch eine Hochburg der Deutschen Zen­trumspartei und zeitweise mit drei Mitgliedern im Rat der Stadt vertreten.

Am 1. November 2005 wechselte ich wieder bis zum Ruhestand in die Lokalredaktion Steinfurt.

 

Was machen Sie aktuell?

Seit einigen Jahren betreue ich den Internetauftritt des Heimatvereins Burgsteinfurt und arbeite am Jahresheft des Vereins und im Museumskreis mit. Außerdem bin ich Mitglied des Redaktionsteams im Kreisheimatbund für das zweimal im Jahr erscheinende Heft „Vertrautes und Neues“. Zudem habe ich mehr Zeit für meine Familie und den Garten.

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