Heinrich Bonhorst in den Ruhestand verabschiedet
Von der Wache in den Tierpark

Ochtrup -

26 Jahre lang war er als Polizist in Ochtrup tätig, nun geht er in den Ruhestand: Heinrich Bonhorst wurde am Freitag feierlich verabschiedet.

Samstag, 27.06.2020, 09:19 Uhr aktualisiert: 27.06.2020, 09:40 Uhr
Heinrich Bonhorst und seine Frau Gerhild strahlten beim Empfang auf der Wache. Aber der Polizist verriet: Der Abschied von den Kollegen schmerzt.
Heinrich Bonhorst und seine Frau Gerhild strahlten beim Empfang auf der Wache. Aber der Polizist verriet: Der Abschied von den Kollegen schmerzt. Foto: Anne Spill

Erst wurde er mit einem schicken Oldtimer von zu Hause abgeholt, dann erwartete ihn ein Frühstück auf der Ochtruper Wache, später gab‘s eine kleine Feierstunde am Kreishaus: „Ich bin echt gerührt“, gab Heinrich Bonhorst offen zu, als er am Freitagmorgen mit aktuellen Kollegen und früheren Weggefährten auf ein neues Lebenskapitel anstieß. Nach 44 Jahren im Dienst wurde der Polizist in den Ruhestand verabschiedet.

Begonnen hatte seine Karriere am 1. Oktober 1976 in Münster. Nach Stationen in Selm-Bork und Bonn – dort in der Einsatzhundertschaft – verschlug es Bonhorst 1981 wieder in die Westfalenmetropole, nun zur Autobahnpolizei. Dort blieb er bis 1985. Nach neun Jahren in Steinfurt kam er am 1. Oktober 1994 nach Ochtrup. „Ich war immer im Wach- und Wechseldienst tätig“, berichtet der frischgebackene Pensionär, „die letzten drei Jahre und drei Monate war ich im Bezirksdienst.“

Nun die Uniform abzulegen, fällt dem Schüttorfer, der seit vielen Jahren mit seiner Frau Gerhild in Bad Bentheim wohnt, gar nicht so leicht. „Ich habe gemischte Gefühle“, berichtete Heinrich Bonhorst. „Der Abschied von meinen Kollegen, mit denen ich zum Teil über 30 Jahre Dienst gemacht habe, schmerzt schon.“

Rückblickend stellt Heinrich Bonhorst fest, dass sich der Job in vielerlei Hinsicht gewandelt hat. „Früher hat einer alles gemacht, heute ist man viel spezialisierter“, bemerkt der 61-Jährige. Technische Neuerungen machten es nicht unbedingt immer einfacher, findet Bonhorst, der sich noch daran erinnert, „wie wir die elektrische Schreibmaschine vom Chef nach unten geholt haben“.

Langweilig wird dem Neu-Ruheständler in Zukunft gewiss nicht. Er hat schon eine neue Beschäftigung in Aussicht: als Helfer im Tierpark Nordhorn. „Ich habe eine Ausschreibung gelesen und mich beworben. Zu Hause versauern ist nichts für mich.“

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