Reaktionen aus den Fraktionen
Viel Zuspruch – aber auch Bedenken

Ochtrup -

Die Präsentation von Stadtplaner Carsten Lang zu einem Wohnquartier auf dem früheren DRK-Gelände kam beim Ausschuss für Planen und Bauen gut an – einige Bedenken wurden jedoch laut.

Montag, 29.06.2020, 07:35 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 07:40 Uhr
An der Piusstraße gelegen ist das Areal am früheren DRK-Heim, um das es im Ausschuss für Planen und Bauen ging.
An der Piusstraße gelegen ist das Areal am früheren DRK-Heim, um das es im Ausschuss für Planen und Bauen ging. Foto: Anne Spill

„Das geht in die Richtung, die wir uns vorgestellt haben“, zeigte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Vincent ten Voorde zufrieden mit der Präsentation des Büros Wolters Partner zum Areal am früheren DRK-Heim.

Er glaube fest daran, dass auf dem Gelände etwas Tolles entstehen kann: „Das könnte ein Quartier mit Beispielcharakter werden.“ Auch die Vorgehensweise des Planungsbüros überzeugte ten Voorde. Mögliche Akteure und Investoren einzubinden, sei seiner Meinung nach der richtige Weg. Eine Bürgerbeteiligung halte er für wichtig, „aber nicht ganz am Anfang“. Er könnte sich vorstellen, den Och­trupern konkrete Entwürfe vorzulegen und dann nach ihrer Meinung zu befragen.

Über die Form der Bürgerbeteiligung hatten sich auch die Freien Wähler Gedanken gemacht. „Wir sollten damit nicht erst im Bauleitverfahren beginnen“, machte Fraktionsvorsitzende Claudia Fremann deutlich. „Wir sollten noch Spielraum haben, es darf noch nichts in Stein gemeißelt sein.“ Sonst vergebe man sich die Chance, auf „tolle Ideen zu stoßen“. Das Gelände sei es in jedem Fall wert, sich konstruktiv einzubringen.

Auch die CDU konnte der Präsentation des Büros viel abgewinnen. „Den Zielen und der Vorgehensweise kann ich grundsätzlich zustimmen“, erklärte Fraktionsvorsitzender Hajo Steffers . Schwierigkeiten sah er aber vor allem in der Lage in Nähe eines Gewerbebetriebs. „Wir sollten auch die Interessen des Betriebs im Auge behalten“, betonte Steffers. Es gelte zu verhindern, dass man dem Unternehmen „auf die Pelle rücke“, wie es „bei einem ortsansässigen Futtermittelhersteller“ geschehen sei.

Auch die CDU-Männer Hermann Schwartbeck und Andreas Volkery sowie FDP-Fraktionschef Hermann Holtmann trieben die einzuhaltenden Emissions- und Immissionsradien um. „Da müssen wir in der Planung drauf reagieren“, bestätigte Carsten Lang . Durch genaue Untersuchungen solle festgestellt werden, was möglich ist. „Das müssen wir schrittweise erarbeiten.“

Angesprochen auf die zeitliche Dimension antwortete der Planer: „Wenn man das will, ist es in einem halben Jahr zu machen.“ Angesichts der besonderen Umstände durch die Corona-Pandemie und die anstehende Kommunalwahl halte er es jedoch für realistisch, „dass das Mitte nächsten Jahres einen Abschluss findet“. Sollten mögliche Investoren eingebunden werden, könnte es auch länger dauern.

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