Büro stellt sich dem Ausschuss vor
„Fläche verdient besondere Mühe“

Ochtrup -

„Etwas Besseres als ein Wohnquartier kann man sich da nicht vorstellen“: Carsten Lang vom Büro Wolters Partner aus Coesfeld zeigte sich im Ausschuss für Planen und Bauen überaus angetan von dem Areal am früheren DRK-Heim. Der Fachmann erläuterte, wie eine Planung für die Fläche entwickelt werden könnte.

Montag, 29.06.2020, 07:34 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 07:40 Uhr
Aktuell wird hier noch Sport getrieben, künftig soll auf der Fläche am früheren DRK-Heim ein Wohnquartier entstehen.
Aktuell wird hier noch Sport getrieben, künftig soll auf der Fläche am früheren DRK-Heim ein Wohnquartier entstehen. Foto: Anne Spill

Das Gelände am früheren DRK-Heim stand im Fokus der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen. Die Verwaltung hatte Carsten Lang , Geschäftsführer des Büros Wolters Partner aus Coesfeld, eingeladen. Der Experte stellte nicht nur sein Unternehmen vor, sondern vermittelte den Zuhörern auch eine erste Idee davon, wie eine städtebauliche Rahmenplanung für das Quartier südlich des Ochtruper Stadtparks aussehen könnte.

„Das ist eine tolle Fläche“, machte Lang gleich zu Beginn deutlich. „Etwas Besseres als ein Wohnquartier kann man sich da nicht vorstellen.“ Durch die einzigartige Lage ließen sich viele Synergieeffekte mit der Umgebung – etwa den sozialen Einrichtungen – schaffen.

Altengerechtes und barrierefreies Wohnen stellt sich das Coesfelder Büro am ehemaligen DRK-Heim vor, war den von Lang mitgebrachten Folien weiter zu entnehmen. Senioren, Paare, Singles, Alleinerziehende mit Kindern oder Menschen mit Behinderungen könnten besonders angesprochen werden. Neben privaten Wohnräumen seien auch Gemeinschaftsflächen angedacht.

Eine wichtige Rolle bei der Planung spiele die Nachhaltigkeit, erläuterte der Fachmann. „Das bedeutet heute etwas anderes als noch vor zehn, 20 Jahren.“ Als Stichworte, die zum Tragen kommen könnten, nannte Lang zum Beispiel Klimaschutz, Digitalisierung, Demografie, Dichte, Ökonomie und Gestaltung. Konkreter könnte es – so war es in der mitgebrachten Präsentation auch nachzulesen – um an den Klimawandel angepasste Bebauungs- und Siedlungsstrukturen gehen, um eine klimaneutrale Energieversorgung, um die Stärkung von innerstädtischen Grün- und Wasserflächen sowie innovative Mobilitätskonzepte.

Bei der Planung sollte schrittweise vorgegangen werden, führte Lang weiter aus. Auf eine Bestandsaufnahme und Analyse folge die Formulierung der Leitlinie und Ziele. Drei Varianten eines städtebaulichen Konzepts könnten entwickelt werden, aus denen sich dann ein Entwurf herauskristallisiere. Daraus ergäben sich die Vorgaben für die Bauleitplanung, Vermarktung und Umsetzung.

Als begleitendes Instrument schlägt Langs Büro einen Arbeitskreis vor, in dem Vertreter aus Politik, Verwaltung und gegebenenfalls weitere Akteure sitzen sollen. Dieser könnte sich bei einer Exkursion auch Best-Practice-Beispiele – besonders gelungene Vorbilder – ansehen. „Dafür muss man ja nicht ins Ausland reisen.“ Auch eine Bürgerbeteiligung sieht Langs Konzept vor. „Aber wann das geschieht, würde ich gerne Ihnen überlassen“, wandte sich Lang an das Gremium.

Klar ist für den Stadtplaner jedenfalls: „Die Fläche verdient es, dass man sich besondere Mühe macht.“

25 000 Euro für Planung im städtischen Haushalt

Über die Zukunft des Areals am ehemaligen DRK-Heim wird in der Ochtruper Politik schon länger diskutiert. Dass auf dem Gelände Wohnraum entstehen soll, darüber herrscht in den Fraktionen im Wesentlichen Einigkeit. Ein von der SPD forcierter Grundsatzbeschluss wurde aber zuletzt nicht gefasst (wir berichteten). Für die Planungen stehen im kommunalen Haushalt dieses Jahres 25 000 Euro zur Verfügung.

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