„Kindercafé kompakt“ im Freiraum
Zwei Stunden lang kreativ sein

Ochtrup -

Das Kreativ-Camp im Stadtpark fiel in diesem Jahr der Corona-Vorbeugung zum Opfer. Doch für die Mädchen und Jungen haben die Organisatoren des Jugendcafés Freiraum zumindest zeitweilig Ersatz gefunden: Im Kindercafé kompakt wird eifrig gebastelt und geprobt.

Sonntag, 05.07.2020, 17:04 Uhr
Jeweils 20 Mädchen und Jungen dürfen gleichzeitig an den Kreativaktionen teilnehmen. Bemalt werden auch Blumentöpfe.
Jeweils 20 Mädchen und Jungen dürfen gleichzeitig an den Kreativaktionen teilnehmen. Bemalt werden auch Blumentöpfe. Foto: Anne Steven

Die erste Woche der Ferien ist vorbei. Normalerweise hätten sich in dieser Zeit zahlreiche Kinder im Kreativ-Camp im Stadtpark getummelt. Und normalerweise sieht auch das Kindercafé anders aus. So ist es aktuell fast schon unnatürlich still im Jugendcafé Freiraum. Doch nein, aus dem großen Saal ist fröhliches Gekicher zu hören. Also doch kein Trübsal blasen in diesen Corona-Sommerferien.

„Das Kindercafé kompakt läuft in diesem Jahr im Miniformat“, erzählt Fabian Post vom Freiraum-Team. Das Angebot wurde auf vier Wochen gestreckt. Täglich dürfen nun 20 Kinder – jeweils in zwei Runden vormittags und nachmittags – ins Kindercafé kommen. „Insgesamt konnten wir so ein Angebot für 80 Kinder machen“, freut sich Fabian Post.

Von Eltern und Kindern gab es bisher positive Rückmeldungen. Das Ziel, die Angebote möglichst breit zu streuen und so den Bedarf trotz der coronabedingten Einschränkungen abzudecken, scheint also erreicht zu sein.

Betreut werden die Mädchen und Jungen im Grundschulalter von insgesamt acht Honorarkräften. Das intensive Arbeiten in Gruppen von maximal zehn Kindern mit je zwei Betreuern komme sehr gut an, weiß Fabian Post. Und die Aktivitäten im kompakten Kindercafé unterscheiden sich kaum von den Angeboten, die es sonst geben würde. Erneut proben die Mädchen und Jungen für ein Theaterstück. Sie planen auch eine Aufführung, allerdings dürfen die Eltern daran nicht teilnehmen.

Und es wird natürlich wieder eifrig gebastelt und gemalt. Vergangene Woche gestalteten die Kinder beispielsweise selbst Brettspiele, bemalten Blumentöpfe, säten Kresse aus und fertigten Vogelhäuser. „Wir würden mit den Kindern ja auch gerne in den Wald gehen. Aber auch da muss man ja aktuell wegen des Eichenprozessionsspinners aufpassen“, erzählt Fabian Post seufzend.

Jedes Kindercafé beginnt übrigens mit gemeinsamen Gruppenspielen. „Es ist wichtig, eine Struktur zu schaffen“, erklärt Fabian Post die Vorgehensweise. Dann darf nach Herzenslust gespielt, gebastelt und getobt werden. Einen Vorteil hat die kompakte Kindercafé-Variante natürlich schon: Die Teilnehmer haben das ganze Jugendcafé für sich alleine. Und mit zehn Kindern bedeutet das richtig viel Platz und noch mehr Spaß.

Das Kindercafé öffnet von montags bis freitags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 16.30 Uhr. Zwischendrin kann das Betreuer-Team jedoch nicht die Füße hochlegen. Es wartet jede Menge Arbeit. Schließlich müssen die Räume und alle darin befindlichen und benutzten Utensilien vor der nächsten Runde wieder gereinigt und desinfiziert werden. „Da helfen immer alle mit. Dann geht das auch recht zügig“, freut sich Fabian Post über den Teamgeist der Honorarkräfte.

Letztere sind übrigens in diesem Jahr mehr als sonst. „Wir haben einige Kräfte dazubekommen“, erzählt Fabian Post. Kreative Köpfe sind aber auch weiterhin gefragt. Wer Lust und Zeit habe, sich in diesem Bereich zu engagieren, dürfe sich gerne bei ihm oder den anderen Leuten im Jugendcafé Freiraum melden, sagt Fabian Post.

Apropos: Während die erste und auch die zweite Kindercafé-Woche ausgebucht waren, inklusive Warteliste, gibt es in Woche drei und vier noch einige wenige Restplätze. Weitere Infos gibt es online.

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