Lesestoff für den Sommer
Radkarten, Geschichten und mehr

Ochtrup -

Sommerzeit ist Lesezeit. Markus Bünseler von der Buchhandlung Steffers hat einige Tipps für Leseratten zusammengestellt.

Donnerstag, 23.07.2020, 04:51 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 14:16 Uhr
Die Ochtruper sind derzeit eifrig auf der Suche nach Lesestoff, sagt Buchhändler Markus Bünseler. In der Buchhandlung Steffers werden aber auch jede Menge Fahrradkarten nachgefragt.
Die Ochtruper sind derzeit eifrig auf der Suche nach Lesestoff, sagt Buchhändler Markus Bünseler. In der Buchhandlung Steffers werden aber auch jede Menge Fahrradkarten nachgefragt. Foto: Anne Steven

Was braucht es mehr als ein paar freie Tage, ein Plätzchen in der Sonne und ein gutes Buch? „Fahrradkarten“, hat Buchhändler Markus Bünseler festgestellt.

Gerade jetzt investierten viele Menschen in neue Drahtesel, am liebsten jene mit motorisierter Unterstützung. E-Bikes hat Bünseler in der Buchhandlung Steffers allerdings noch nicht in den Regalen stehen. Dafür aber die begehrten Fahrradkarten. Und da schweifen die Ochtruper auch gar nicht in die Ferne: Das Münsterland lässt sich selbstverständlich prima erradeln. Aber auch die benachbarten Niederlande und das Emsland sind gefragte Radtouren-Ziele.

Insgesamt beobachtet der Buchhändler ein zielgerichtetes Einkaufen: „Es wird weniger gebummelt.“ Aber die Menschen seien neugierig. „Das Interesse für neue Bücher ist da“, freut sich der Fachmann.

Orange und fliederfarben

Er hat für diesen Lese-Sommer schon einige Tipps parat. Als erstes springt das orangefarbene Cover von „Der Wal und das Ende der Welt“ ins Auge. Den Roman von John Ironmonger hat Markus Bünseler schon sehr oft verkauft. „Der geht ans Herz und geht gut aus“, will der Buchhändler aber nicht zu viel verraten.

Um bei den farblichen Eye-Catchern zu bleiben: „Das sieht doch nach Sommer aus, oder?“, findet der Buchhändler und hält das fliederfarbene Buch „Eines Tages in der Provence“ von Karine Lambert in die Höhe. Der Leser wird, der Titel verrät es bereits, in ein südfranzösisches Dorf entführt. Das Örtchen ist in Aufruhr: Der prachtvolle alte Baum auf dem Marktplatz soll gefällt werden und im Dorf formiert sich Widerstand. „Ich bin ein Fan“, gibt Markus Bünseler lächelnd zu. Mit seichter Sommerliteratur habe dieses Buch allerdings wenig zu tun. „Das hat Tiefgang“, findet er.

Geschichten von Südtirol

Mit „Eva schläft“ von Francesca Melandri verschlägt es den Leser nach Südtirol. Markus Bünseler muss da sofort an Wein, gutes Essen und endlose Wanderungen denken. „Das Buch ist zurecht einer unser Bestseller“, verrät der Buchhändler. In dem Roman geht es um die Geschichte Südtirols und die eines kleinen Mädchens.

Leseempfehlungen für Kinder

Apropos: Für Kinder und Jugendliche hat Markus Bünseler ebenfalls einige Leseempfehlungen. Erstlesern gibt er die neuen Loewe-Wow-Bücher an die Hand. Ganz frisch ist eines von Cornelia Funke eingetroffen. In „Mondscheindrache und Monsterschreck“ geht es um einen kleinen Drachen, der auf der Flucht vor einem Ritter aus seinem Buch springt und plötzlich ist der Leser selbst nur noch daumengroß. Markus Bünseler kann auch „Knallharte Tauben gegen das Böse“ von Andrew McDonald aus dieser Reihe empfehlen.

Für Kinder, die gerne Geschichten voller Magie und am besten mit Pferden mögen, sei „Einhorn-Sommer“ von Dagmar Hoßfeld genau das Richtige. Und dann gibt es da noch „Kannawoniwasein“ von Martin Muser. Es handelt sich um eine Reihe mit drei Büchern. Markus Bünseler ist schwer begeistert. „Das ist eine mal eine moderne Geschichte“, sagt er.

Es geht um Finn, der das erste mal alleine mit dem Zug nach Berlin fährt und prompt beklaut wird. Zu allem Übel schmeißt ihn dann noch der Schaffner raus. Aber so lernt Finn Jola kennen, die weiß, wie man auf eigene Faust in die „Tzitti“ kommt. Eine abenteuerliche Reise beginnt, auf der sie einen Traktor kapern, im Wald übernachten, einem echten Wolf begegnen, Finns Rucksack zurückerobern – und richtig dicke Freunde werden.

Krimis zu fast jeder Urlaubsregion sind derzeit ebenfalls stark nachgefragt. Markus Bünseler kann „Der gute Cop“ nahelegen. „Der ist gut“, meint er augenzwinkernd. Er persönlich liebt die Bücher von Martin Walker. Der hat nämlich nicht nur französische Krimis im Repertoire, sondern auch Kochbücher.

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