Neue Sporthalle am Schulzentrum
Platzmangel soll zeitnah behoben werden

Ochtrup -

Um ausreichend Sportunterricht erteilen zu können, benötigt das Schulzentrum zeitnah eine weitere Sporthalle. Das wurde am Montagabend im Ausschuss für Bildung und Sport deutlich. Einstimmig sprach sich das Gremium für einen Neubau aus.

Mittwoch, 02.09.2020, 06:13 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 17:08 Uhr
Die Politik plant, möglichst zeitnah am Schulzentrum eine neue Sporthalle zu bauen.
Die Politik plant, möglichst zeitnah am Schulzentrum eine neue Sporthalle zu bauen. Foto: Anne Eckrodt

Doris Nollen Kuhlbusch nahm im Ausschuss für Bildung und Sport am Montagabend kein Blatt vor den Mund. „Der Sportunterricht muss erteilt werden. Uns fehlt dafür aber eine ganze Halle“, machte die Leiterin der Realschule auf den eklatanten und bereits seit einigen Jahren andauernden Platzmangel am Schulzentrum aufmerksam. Zuvor hatten die Ausschussmitglieder über einen Antrag der CDU diskutiert. Diese forderte, wie auch schon die Freien Wähler im Jahr 2017, den Neubau einer Sporthalle am Schulzentrum.

Unterstützung für den Antrag gab es von allen Seiten, jedoch drückten die Lokalpolitiker auf die Bremse. So verwies etwa Hermann Holtmann (FDP) auf die beauftragte Raumbedarfsanalyse für das Schulzentrum. Das könne man dort doch miteinfließen lassen. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept. Der Antrag ist begründet, aber er muss auch finanzierbar sein“, betonte Holtmann. Auch Josef Hartmann tendierte in diese Richtung. „Ein ausdrückliches Ja zur Sporthalle“, so der SPD-Mann. Doch auch er wollte die Raumbedarfsanalyse abwarten.

Grund genug für Doris Nollen Kuhlbusch sich noch einmal zur Wort zu melden. „Bitte jetzt nicht wieder warten. Auf was warten wir denn immer? Wir brauchen jetzt eine Lösung. Das Problem ist doch auch nicht wie Weihnachten vom Himmel gefallen“, appellierte sie an die Politik, sich zu sputen. Die Stadthalle sei zwar im Stundenplan einkalkuliert, aber durch die ständige anderweitige Nutzung keine Alternative. Jeder Klasse eines jeden Jahrgangs müsse drei Stunden pro Woche Sportunterricht erteilt werden. „Das muss!“, verdeutlichte die Schulleiterin noch einmal. Dieser Argumentation konnte auch Hermann Holtmann folgen. „Wir müssen mit dem Geld richtig haushalten, sonst fallen wir auf die Nase“, war ihm wichtig. Nachdem auch Petra Schule Mesum (FWO) und Barbara Kuhls-Mahlitz (CDU) zur Eile gedrängt hatten, regte der Vertreter des Jugendparlaments, Emil Lippers Hollmann an, die Halle doch möglichst schlicht zu halten und etwa auf eine aufwendige Tribüne zu verzichten, um Kosten zu sparen. Ausschussvorsitzende Sarah Lahrkamp ergänzte, dass für die Planung einer neuen Sporthalle zwar keine Bedarfsanalyse notwendig sei, jedoch die Erweiterung des Schulzentrums an anderer Stelle mitbedacht werden sollte. „Die sollten sich nicht in die Quere kommen“, so der Wunsch der SPD-Frau.

Im Anschluss sprach sich der Ausschuss einstimmig dafür aus, mit den Planungen für eine neue Sporthalle am Schulzentrum zu beginnen. Ende Oktober soll ein weiteres Treffen der aus Vertretern der Verwaltung und der weiterführenden Schulen gebildeten Lenkungsgruppe zur Erstellung einer Raumbedarfsanalyse für das Schulzentrum stattfinden. Dann will die Verwaltung mit den Schulleitungen auch über eine neue Sporthalle sprechen.

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