Bergfreibad: Erste Saison nach der Sanierung stellt Stadtwerke zufrieden
„25 Tage und der Rest von heute“

Ochtrup -

Trotz der Corona-Pandemie blicken die Stadtwerke zufrieden auf die Freibad-Saison zurück. Noch bis zum 25. September haben Badegäste die Möglichkeit, in der frischsanierten Anlage ihre Bahnen zu ziehen – allerdings weiterhin nur nach einer Anmeldung auf der Homepage der Stadtwerke. Denn im Regelbetrieb wird das Bergfreibad in diesem Jahr nicht mehr laufen.

Dienstag, 01.09.2020, 06:17 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 16:18 Uhr
Die Anzahl der Badegäste war am Montagnachmittag im Bergfreibad wetterbedingt überschaubar. Die Stadtwerke sind mit der Saison aber trotzdem zufrieden.
Die Anzahl der Badegäste war am Montagnachmittag im Bergfreibad wetterbedingt überschaubar. Die Stadtwerke sind mit der Saison aber trotzdem zufrieden. Foto: Anne Steven

„25 Tage und der Rest von heute“, sagt Schwimmmeister Björn Bendias beim spontanen Pressetermin am Montagnachmittag im Bergfreibad mit Blick auf den Kalender. Genau so lange dauert die Saison noch. Am 25. September (Freitag) verabschieden sich die Stadtwerke in die Winterpause.

Die erste Saison nach der Sanierung startete alles andere als vielversprechend. Coronabedingt durften die Stadtwerke das Freibad erst am 20. Mai und somit erst fast drei Wochen nach dem regulären Starttermin öffnen. Bis zum heutigen Tage ist kein Regelbetrieb möglich. Trotzdem blickt das Freibad-Team zufrieden auf die Saison. „Von den Besucherzahlen geht es“, betont Björn Bendias. „In der verregneten Saison vor ein paar Jahren hatten wir deutlich weniger Badegäste“, ergänzt Tobias Klingebiel von den Stadtwerken. Er und Björn Bendias gehen davon aus, dass sie in diesem Jahr die Marke von 44 000 Besuchern noch knacken werden.

Am Montagnachmittag ist wenig Betrieb im Becken. Klar, Temperaturen bei knapp 20 Grad Celsius und vereinzelte Schauern verleiten nicht unbedingt zu einem Sprung ins kühle Nass. Aber, wer vorher gebucht habe, entscheide sich meist auch bei schlechtem Wetter, eine Runde zu schwimmen, hat Björn Bendias beobachtet.

Zudem haben die Schulen das Bad wieder für sich entdeckt. Ob es an vielen jüngeren Lehrern liegt oder daran, dass der Sportunterricht im Freien stattfinden muss, vermag der Schwimmmeister nicht abzuschätzen. Er freut sich indes sehr über die steigende Frequenz. Aktuell seien es schwerpunktmäßig die Realschule und das Gymnasium, die ihre Schüler zum Wassersport animierten – „von der fünften Klasse bis zur Oberstufe“. Am Montagvormittag, nach Abschluss der Beckenreinigung, absolvierten allein vier Klassen ihren Sportunterricht im Freibad.

„Richtig gut“ sind nach Auskunft von Björn Bendias auch die Schwimmkurse gelaufen. 40 Kinder begaben sich demnach zu Übungszwecken und natürlich unter Aufsicht in die frischsanierten Becken. Anfangs liefen die Kurse mit reduzierten Teilnehmerzahlen, später stellte das Schwimmmeister-Team das System um, schickte jeweils ein Elternteil mit ins Wasser und erteilte den Schwimmunterricht vom Beckenrand aus. Björn Bendias war selbst anfangs skeptisch, ließ sich aber eines besseren belehren. „Das hat super geklappt.“ Der Erfolg gibt ihm recht: Die Mehrzahl der 40 Schwimmkursteilnehmer hat das Seepferdchen absolviert. „Und auch die drei oder vier, die diese kleine Prüfung nicht geschafft haben, schwimmen zumindest“, betont Björn Bendias.

Doch bei all der Statistik und den guten Besucherzahlen: „Regelbetrieb ist schon schöner.“ Da ist sich das Bergfreibad-Team einig. So konnten in diesem Jahr Events wie Zeltlager von Sportvereinen oder das 24-Stunden-Schwimmen nicht stattfinden. Die Stadtwerke wagten lediglich kleinere Aktion wie etwa ein Abendschwimmen oder einen Familiensamstag, an dem statt der üblichen zwei Stunden für Familien ein Aufenthalt von drei Stunden im Freibad möglich wurde.

Einer hat sich indes über diese „etwas andere Saison“ gefreut: der Rasen auf dem Gelände des Bergfreibades. Frisch ausgerollt beziehungsweise ausgesät hatte er in diesem Sommer reichlich Gelegenheit, anzuwachsen und robust zu werden. „Hoffentlich können wir im nächsten Jahr wieder ganz normal öffnen“, blickt Tobias Klingebiel schon nach weit nach vorn. Die drei Schwimmmeister gehen indes erst einmal das „Auswintern“ an. „Ein paar Restarbeiten in der Technik stehen noch an“, erklärt Björn Bendias. Ach, ja, und das Abschwimmen natürlich. Am 25. September (Freitag) ist das Freibad bis Mitternacht geöffnet – inklusive entsprechender Beleuchtung. Wie gesagt, noch 25 Tage.

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