Barbara Kuhls-Mahlitz (CDU)
Kultur für alle

Ochtrup -

Der siebte Themenblock des WN-Forums zur Bürgermeisterwahl dreht sich um die Themen Freizeit und Tourismus. Hier die Antworten von Barbara Kuhls-Mahlitz (CDU).

Samstag, 05.09.2020, 08:10 Uhr
Barbara Kuhls-Mahlitz geht für die CDU ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters.
Barbara Kuhls-Mahlitz geht für die CDU ins Rennen um das Amt des Bürgermeisters. Foto: Cengiz Sentürk

Im siebten Themenblock des WN-Forums zur Bürgermeisterwahl geht es um Freizeit und Tourismus in Ochtrup. Mit Barbara Kuhls-Mahlitz ( CDU ) sprach Redakteurin Anne Spill. Hier ein Auszug:

Die Töpferstadt zeichnet sich durch ein reges Vereinsleben aus. Wie möchten Sie das fördern?

Unterstützen, unterstützen, unterstützen, unterstützen! Reden, reden, reden. Zuhören, zuhören, zuhören. Unterstützen kann man, indem man bei Problemen Anträge ernst nimmt und sie nicht vergisst oder sie plötzlich in irgendeiner Schublade verschwinden. Ich würde da viel, viel mehr auf Kommunikation setzen, Bereitschaft zeigen, dass man offen ist für neue Dinge. Aber man muss natürlich auch bedenken: Man sollte alle Vereine gleich behandeln. Das ist wie bei einem Familienvater oder einer -mutter. Du kannst nicht einem Kind ein Eis kaufen und den anderen beiden nur ein Maoam geben. Wir müssen da viel mehr fördern, fördern, fördern, zuhören, mitmachen und natürlich auch die Bedingungen schaffen. Für mich ist es unfassbar, dass ein Verein, der ein Jubiläum hat, für die Stadthalle zahlen muss, um sein Jubiläum dort feiern zu können. Das muss für die Vereine kostenfrei sein. So kann man doch auch wirklich zeigen, dass man hinter den Vereinen steht. Ich finde, da müssen wir ganz, ganz viel noch arbeiten.

Viele Menschen in Och­trup engagieren sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich. Wie wollen Sie diese Freiwilligen unterstützen?

Diese Ehrenamtskarte ist natürlich für die, die sich jetzt nicht in Vereinen organisieren, eine gute Sache. Das müsste man aber viel öffentlicher machen. Ich glaube, dass da ganz viele sind, die das noch gar nicht wissen, dass es das gibt. Ich weiß, diese Ehrenamtsmesse soll jetzt auch wieder ins Leben gerufen werden. Dort können sich die ganzen Menschen auch mal präsentieren. Aber da wird es auch noch andere Möglichkeiten geben. Es ist wie immer: reden, öffentlich machen, zeigen. Es sind so viele engagierte Menschen. Und dann weitere Überlegungen, was geht noch zusätzlich zur Ehrenamtskarte? Was kann man noch mehr für diese Menschen machen.

Barbara Kuhls-Mahlitz - Themenblock: Freizeit und Tourismus

Die Feuerwehr genießt freien Eintritt ins Bergfreibad. Könnten Sie sich das auch für andere Ehrenamtler vorstellen?

Das ist ein ganz heißes Thema. Da bin ich schon oft drauf angesprochen worden. Das könnten wir machen. Dann müssen wir aber mit den Stadtwerken in Ruhe drüber sprechen, wie wir das regeln. Da müssen wir als Stadt dann natürlich auch die Zuschüsse geben, damit die Einnahmen deswegen nicht runtergehen. Wir haben ja jetzt auch schon gestaffelte Preise. Die Ochtruper kriegen ja alle günstigere Eintrittskarten als die Auswärtigen. Und da muss man dann gucken, ob vielleicht noch eine Staffelung einbringt. Das kann ich mir ganz gut vorstellen.

Bis vor einiger Zeit gab es eine Stelle für die Koordination der Ehrenamtsarbeit bei der Stadt. Halten Sie eine solche Anlaufstelle (nicht) für sinnvoll?

Ja, finde ich nicht schlecht, weil da dann ein noch viel intensiverer Kontakt stattfinden kann. Wenn immer jemand da ist, der die Personen direkt anspricht, erfährt man mehr und kann auch viel besser handeln.

Wie sieht die Zukunft der Ochtruper Sportstätten aus?

Ich sehe die schulischen Sportstätten am Schulzentrum. Und ich habe nichts gegen einen anderen Standort, wenn er dann allen Vereinen zur Verfügung steht. Wir haben vor Kurzem noch ausgiebig drüber diskutiert. Der Antrag auf eine neue Sporthalle am Schulzentrum ist auf jeden Fall gestellt. Und die muss auch dahin. Die Vereine müssen dort auch trainieren können. Das ist im Augenblick sehr, sehr schwer, weil es mit unserer Stadthalle in ihrer Doppelfunktion als Festhalle und Sporthalle immer sehr, sehr kompliziert ist. Wir können uns auch vorstellen, über die Sportförderung einen Platz am Witthagen zu bauen. Ich gehe gerade die Vereine rund. In der Weiner ist schon bestätigt worden, dass sie dann auch bereit sind, auf diesem Platz zu trainieren, Lau-Brechte wird das ähnlich sehen. Und dann steht dem nichts im Wege. Ich finde nur, man sollte gucken, dass es dann für alle gleichberechtigt ist.

Wie können kulturelle Angebote in der Stadt gefördert werden?

Kultur ist für mich nicht nur, was in der Woche der Brüderlichkeit oder in den Kulturtagen gemacht wird. Kultur ist für mich viel mehr, wenn zum Beispiel ein paar junge Leute sich zusammentun und Musik machen oder wenn das plattdeutsche Theater aufgeführt wird oder auch die Spraywand im Stadtpark oder die „Lichtmaler“. Da müssen wir ran, dass auch die breite Masse die Kultur registriert und als etwas Schönes empfindet und nicht nur ein spezieller Teil unserer Bevölkerung.

Welche Freizeitangebote vermissen Sie und wie könnte man genau diese schaffen?

In der Innenstadt könnte man noch so Einiges machen, auch im Sportbereich. Der musikalische und künstlerische Bereich fehlt schon sehr stark in unserer Stadt. Ich finde, die Kunstgeschichte ist ein ganz wichtiges Thema, das man auch jedem beibringen sollte. Da könnte man die Veranstaltungen, die wir schon haben, noch ausbauen. Ich könnte mir Malkurse vorstellen oder eine Bowlingbahn, im Winter eine Schlittschuhbahn um die Lambertikirche herum wäre eine super Idee. Ich finde, wir können viele solcher Dinge mal anbieten – auch mit der neuen Geschäftsführerin der OST zusammen. Da gibt es viele Möglichkeiten, das zu verbessern.

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