Großeinsatz bei Brand an der Laurenzstraße
Haus nach Feuer nicht mehr bewohnbar

Ochtrup -

Eine leicht verletzt Person und ein unbewohnbares Haus sind die Bilanz eines Brandes am Montagmorgen an der Laurenzstraße. Zunächst waren noch eine weitere Person und zwei Hunde in dem Haus vermutet worden. Der Verdacht bestätigte sich jedoch nicht.

Montag, 07.09.2020, 10:44 Uhr aktualisiert: 13.09.2020, 20:43 Uhr
Am frühen Montagmorgen rückten Feuerwehr und Rettungskräfte zu einem Brand an die Laurenzstraße aus.
Am frühen Montagmorgen rückten Feuerwehr und Rettungskräfte zu einem Brand an die Laurenzstraße aus. Foto: Jens Keblat

In einem freistehenden Wohnhaus an der Laurenzstraße nahe des Baumarktes hat es am Montagmorgen gebrannt. Ein Schlafzimmer sowie weitere Teiles des Hauses wurden dabei von den Flammen zerstört. Ein Passant und die Polizei waren zufällig auf den Brand aufmerksam geworden. Durch ihren rechtzeitigen Einsatz konnte Schlimmeres verhindert werden.

Zufällig entdeckt

Am Montagmorgen, kurz vor 6.30 Uhr, waren ein Passant und die Besatzung eines Polizei-Streifenwagens, der zufällig vorbeikam, auf den Brand aufmerksam geworden. Während es Polizeiangaben zufolge dem Passanten durch lautes Klopfen gelang, einen der beiden Bewohner noch rechtzeitig aus dem Schlaf zu wecken, riefen die Beamten die Freiwillige Feuerwehr , die zusammen mit dem Rettungsdienst zum Einsatz eilte.

Weil die Einsatzkräfte anfangs noch von einer weiteren Person in dem Gebäude und in akuter Gefahr ausgehen mussten, rückten bis zu 50 Wehrleute mit etlichen Fahrzeugen aus, wie Wehrführer und Einsatzleiter Andreas Leusing vor Ort erklärte. Unterstützt wurde der großangelegte Feuerwehreinsatz durch zwei Rettungswagen, einen bodengebundenen Notarzt und den Intensivtransporthubschrauber Christoph 76 „Westfalen“ als weiteren Notarzt-Zubringer.

Starke Rauchentwicklung

Die Besatzung des zuerst eingetroffenen Fahrzeugs habe sich nach Feststellen einer starken Rauchentwicklung sofort gewaltsam über die Gebäuderückseite einen Zugang zu dem Wohnhaus verschafft und eine erste Wasserversorgung aufgebaut. Ein sogenannter Angriffstrupp habe das gesamte Wohnhaus unter schwerem Atemschutz sicherheitshalber zwei Mal gründlich abgesucht, so Leusing weiter. Der Einsatzleiter erklärte, dass die Wehr die Informationen erhalten haben, dass sich in dem Haus auch zwei Hunde aufhalten würden. „Deshalb sind wir sehr vorsichtig vorgegangen.“ Leusing: „Wir sind glücklicherweise nicht fündig geworden.“

Spaziergang

Wie die Polizei ermitteln konnte, war der zweite Bewohner des Hauses bei Brandausbruch gerade mit den zwei Hunden spazieren, erfuhr erst später von dem Großeinsatz. Offenbar war es sein Schlafzimmer, das komplett ausbrannte. Den Bewohner, der sich anfangs noch in dem Haus aufgehalten hatte, stuft die Polizei als leicht verletzt ein. Er habe unter anderem einen Schock erlitten, so Leusing weiter.

Zum Ausmaß des ausgedehnten Zimmerbrandes erklärten Feuerwehr und Polizei unabhängig voneinander, dass das Haus unbewohnbar sei. Die Polizei sprach von einem nicht näher bezifferbaren, aber wohl wirtschaftlichen Totalschaden.

Die beiden Bewohner müssen mit ihren Hunden zumindest vorübergehend anderweitig unterkommen. Die Kriminalpolizei wird nun routinemäßig die Brandursachenermittlung übernehmen.Die Brandstelle sei dazu beschlagnahmt worden, so die Polizei.

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