Stadtrat formiert sich neu
CDU stärkste Fraktion, FWO legen deutlich zu

Ochtrup -

Das Wahlergebnis für Ochtrups neuen Stadtrat steht fest. Stärkste Fraktion ist künftig die CDU, dicht gefolgt von der SPD und der FWO. Letztere legten im Vergleich zu 2014 deutlich zu.

Sonntag, 13.09.2020, 22:16 Uhr

Für die Freien Wähler war das Ergebnis der Stadtratswahlen eine echte Überraschung. „Ich hätte mir viele Szenarien vorgestellt, aber das nun wirklich nicht“, zeigte sich der FWO-Vorsitzende Michael Reidegeld am Sonntagabend im Gespräch mit dieser Zeitung schier überwältigt.

Seine Wählergemeinschaft kommt bei 25,5 Prozent künftig auf neun Vertreter im Rat – genauso viele wie die SPD , die aber 26,3 Prozent der Stimmen holte. Stärkste Kraft im neuen Stadtrat ist mit elf Sitzen die CDU . Die Grünen verbessern sich auf 9,6 Prozent, die FDP kommt auf 4,9 Prozent.

CDU-Ortsvereinsvorsitzender Herbert Löcker blickte am Sonntagabend „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“ auf das Wahlergebnis. Enttäuscht sei er über das Abschneiden bei der Bürgermeisterwahl, relativ zufrieden allerdings mit den Zahlen bei der Stadtratswahl. Zwar habe seine Partei einen Sitz verloren, sie sei aber immerhin die stärkste Fraktion. Zudem fielen die Entscheidungen in den Wahlbezirken teilweise sehr knapp aus. „Da machen zwei oder drei Stimmen das Ergebnis aus.“

Hermann Bierbaum von der FDP war am Sonntagabend froh, „den Fraktionsstatus“ und damit das Minimalziel für seine Partei geschafft zu haben. Zwei Vertreter entsenden die Liberalen in den neuen Ochtruper Stadtrat. „Es ist einigermaßen gut ausgegangen“, resümierte Bierbaum. Jetzt gelte es, wieder besser zu werden und die neuen jungen Mitglieder einzubinden.

Deutlich besser war die Stimmung bei den Grünen. „Wir sind super zufrieden“, freute sich Sprecherin Alexandra Schoo. Ihre Partei steigerte das Ergebnis von 4,7 Prozent in 2014 auf nun 9,6 Prozent. Statt vormals zwei Sitzen künftig drei Grünen-Vertreter im Stadtrat. „Es kommt offenbar an, was wir machen. Jetzt müssen wir dieses Vertrauen erfüllen und ausbauen“, gab sie die Marschroute für die Grünen vor.

Nicht ganz so ausgelassen war die Stimmung bei der SPD. „Mit dem Ergebnis unserer Partei sind wir zufrieden“, betonte Sarah Lahrkamp. Die Sozialdemokraten hätten bereits im Vorfeld Einbußen aufgrund des Trends auf Bundes- und Landesebene einkalkuliert, erklärte die Ortsvereinsvorsitzende. Das Ergebnis in der Töpferstadt liege noch deutlich über diesem Trend. Die SPD sei mit neun Sitzen – in 2014 holte sie zwölf Sitze – weiterhin eine starke Fraktion.

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