Len Oberndörfer absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr beim FSV Ochtrup
Auf dem Sportplatz und im Büro

Ochtrup -

Len Oberndörfer steht nicht nur als Spieler der ersten Mannschaft für den FSV Ochtrup auf dem Platz, sondern unterstützt auch das Training des Nachwuchses. Das ist Teil des Freiwilligen Sozialen Jahrs, das der 19-Jährige jetzt bei seinem Verein begonnen hat. Dazu gehört auch, die Geschäftsstelle zu besetzen und die Internetpräsenzen zu pflegen.

Mittwoch, 16.09.2020, 09:00 Uhr
Len Oberndörfer absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr beim FSV Ochtrup – dazu gehört auch Schreibtischarbeit. Denn der 19-Jährige ist in der Geschäftsstelle der erste Ansprechpartner für die Mitglieder und kümmert sich unter anderem darum, dass immer aktuelle Neuigkeiten im Netz stehen.
Len Oberndörfer absolviert sein Freiwilliges Soziales Jahr beim FSV Ochtrup – dazu gehört auch Schreibtischarbeit. Denn der 19-Jährige ist in der Geschäftsstelle der erste Ansprechpartner für die Mitglieder und kümmert sich unter anderem darum, dass immer aktuelle Neuigkeiten im Netz stehen. Foto: Marion Fenner

Auf dem Fußballplatz ist Len Oberndörfer Außenspieler. Bei seinem Verein, dem FSV Ochtrup, ist er jetzt mittendrin. Beides sind wichtige Positionen: Auf dem Rasen verstärkt er die erste Mannschaft und in der Geschäftsstelle ist er einer der ersten Ansprechpartner. Der 19-Jährige, der im Sommer sein Abitur abgelegt hat, absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) beim FSV Ochtrup.

„Er ist der erste FSJler in unserem Verein“, freut sich Carmen Schomann aus dem Vorstand des FSV, die dem jungen Mann bei seinen Aufgaben hilfreich zur Seite steht. „Ein FSJler benötigt Betreuung. Der Verein ist verpflichtet, ihm bei seiner Arbeit zur Seite zu stehen.“

Für Len Oberndörfer war es klar, dass er beruflich im sportlichen Bereich tätig sein will. „Ich habe an Sportmanagement oder ähnliches gedacht.“ Da sei die Möglichkeit, ein FSJ im Sportverein zu absolvieren, gerade recht gekommen. Im eigenen Verein nachzufragen, lag nah. „Wir hatten im Vorstand fast gleichzeitig überlegt, einen Platz für ein FSJ anzubieten“, berichtet Carmen Schomann. Und so seien die beiden völlig unkompliziert zusammengekommen. Seit dem 1. September arbeitet Len Oberndörfer nun täglich im Büro des FSV, das über eine Kooperation im Sportwerk zur Verfügung gestellt wird.

Unterstützung beim Training

Len Oberndörfer unterstützt derzeit auch das Training der A2-Mannschaft und das der D1-Mädchen. Die C-Lizenz für den Trainerschein will er jetzt bald ablegen, dazu gibt ihm das FSJ eine perfekte Möglichkeit. „Einem FSJler stehen insgesamt 25 Tage zur Weiterbildung zur Verfügung“, erläutert Carmen Schomann. 15 davon als Blockseminare beim Landessportbund und zehn Tage zur eigenen Verfügung. Gerade diese will Len Oberndörfer für seinen Trainerschein nutzen. Die Blockseminare finden im Sport- und Tagungszentrum Hachen, einer Einrichtung des Landessportbundes im Sauerland, statt. Dort stehen unter anderem pädagogische Themen und weitere Berufsvorbereitung auf der Agenda. „Die Seminare sind etwas, bei dem ein FSJler auch viel für sich mitnehmen kann“, ist Carmen Schomann überzeugt.

„Das FSJ ist keinen Notlösung für junge Menschen, die nicht wissen, was sie nach der Schule machen wollen“, stellt Carmen Schomann klar. Es biete Jugendlichen die Chance, sich in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Len Oberndörfer lerne bei seiner Arbeit, vor Gruppen zu stehen und ein Training zu leiten. Auch die Arbeit mit Kindern gehöre zu seinen Aufgaben. Der junge Mann wird den Verein bei den Bewegungsangeboten in Kindertagesstätten unterstützen. Außerdem soll er auch bei dem inklusiven Fußballprojekt „Wilde 13“ mithelfen dürfen. Das seien sehr vielfältige Erfahrungen in ganz unterschiedlichen Bereichen, die Len Oberndörfer sammeln könne.

Büroarbeit gehört zum Alltag

Außerdem gehört Büroarbeit zum Arbeitsalltag. Der 19-Jährige kümmert er sich dabei vor allem um Pflege der Internetseite des Vereins und dessen Auftritt in den sozialen Medien. Auch für die Spielerpässe ist der junge Mann verantwortlich und während seiner Arbeitszeit der erste Ansprechpartner für die Mitglieder. Zudem soll er das Netzwerk des Vereins mit neuen Kontakten weiter ausbauen, Veranstaltungen, wie etwa die zum Weltkindertag, mit vorbereiten und bei der Umsetzung helfen. Als FSJler soll er zudem ein eigenes Projekt entwickeln und ins Leben rufen. Was das sein wird, ist derzeit noch offen. Len Oberndörfer hat also viel zu tun, fühlt sich nach eigenen Angaben dabei aber „pudelwohl“.

39 Stunden pro Woche steht er dem Verein zur Verfügung – ein Vollzeitjob. Allerdings einer, bei dem er nicht reich werden kann. Mehr als eine kleine Aufwandsentschädigung oder, wie es der FSV-Geschäftsführer Markus Bender nennt, „ein kleines Taschengeld“ gibt es dafür nicht. Doch dafür ermöglicht der Arbeitgeber, dass Len Oberndörfer – nach Feierabend – pünktlich zum Training und den Spielen der ersten Mannschaft erscheint. Denn auch in diesem Punkt fühlt sich der Verein seinem FSJler verpflichtet.

 

Für des FSV Ochtrup steht jetzt schon fest, dass er auch im kommenden Jahr wieder ein FSJ oder einen Platz für einen Bufdi (Bundesfreiwilligendienst) anbieten will. Interessierte können sich schon jetzt beim Verein bewerben. Informationen zum Verein sind unter www.fsv-ochtrup.de zu finden.

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