Corona-Fall in der Kita St. Michael
20 Kinder müssen zu Hause bleiben

Ochtrup -

„Das ist der erste Coronafall in unseren sechs Kindergärten seit den Lockerungen Mitte August und die erste Schließung einer Kindergartengruppe“, sagt Brigitte Feldevert. Doch es hilft nichts: Eine Gruppe in der Kita St. Michael ist geschlossen. Die Eltern sind auf sich allein gestellt, eine Notbetreuung gibt es nicht.

Montag, 12.10.2020, 16:24 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 07:15 Uhr
In der Langenhorster Kindertagesstätte St. Michael hat es den ersten Coronafall bei einem Kind gegeben. Deshalb wurde der Betrieb von einer der vier Gruppen geschlossen. 20 Kinder müssen jetzt für 14 Tage in Quarantäne bleiben.
In der Langenhorster Kindertagesstätte St. Michael hat es den ersten Coronafall bei einem Kind gegeben. Deshalb wurde der Betrieb von einer der vier Gruppen geschlossen. 20 Kinder müssen jetzt für 14 Tage in Quarantäne bleiben.

Am 17. August haben die Kindergärten im Nordrhein-Westfalen wieder ihren Regelbetrieb aufgenommen. Allerdings nur mit großen Auflagen und unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen. Die wurden und werden seitdem in den sechs Kindertageseinrichtungen im Verbund der Pfarrei St. Lambertus auch strikt eingehalten und genau umgesetzt. Und trotzdem hat es jetzt eine dieser Kindertagesstätten erwischt.

Am vergangenen Donnerstagabend erhielt Brigitte Feldevert die bittere Nachricht, dass in der Langenhorster Kita St. Michael ein Kind betreut wurde, das sich mit Covid-19 infiziert hat. In dieser Kindertageseinrichtung sind die Knirpse im Alter von zwei bis sechs Jahren eigentlich in vier Gruppen untergebracht. Doch seit dem bestätigten Corona-Fall sind es nur noch drei Gruppen, in denen sich die Erzieherinnen aktuell um die Zwei- bis Sechsjährigen kümmern können.

Wo oder wie sich das Kind mit dem Coronavirus angesteckt habe – ob im Urlaub mit den Eltern, auf einer Familienfeier oder woanders – wollte und konnte die Verbundleiterin auf Nachfrage dieser Zeitung aus Gründen des Datenschutzes nicht sagen. „Das ist der erste Fall in unseren sechs Kindergärten seit den Lockerungen Mitte August und die erste Schließung einer Kindergartengruppe“, unterstrich Brigitte Feldevert.

Die Einrichtungsleitung hat in Zusammenarbeit mit der Verbundleiterin sofort am Freitagmorgen alle notwendigen Schritte eingeleitet, sich mit dem Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt in Verbindung gesetzt und die Liste aller Mädchen und Jungen der Gruppe, in der das betroffene Kind betreut wurde, übermittelt.

Die Behörde habe dann die Mütter und Väter darüber unterrichtet, dass ihr Nachwuchs zu Hause und 14 Tage in Quarantäne – über die gesamten Herbstferien hinweg – bleiben müsse.

„Das sind 20 Kinder“, berichtete die Verbundleiterin und ergänzte: „Leider sind jetzt die Eltern auf sich allein gestellt und müssen für die Betreuung ihrer Kinder selbst sorgen.“ Eine Notbetreuung wie zu Zeiten des Lockdowns sei wegen der verpflichtenden häuslichen Quarantäne nicht möglich. Die Erzieherinnen der betroffenen Gruppe hätten sich bereits einem Coronatest unterzogen. „Bei allen fiel der Test negativ aus“, bemerkte Brigitte Feldevert erleichtert.

Die Verbundleiterin und ihre Mitarbeiter befürchten angesichts der landesweit steigenden Infektionszahlen, dass es nicht der erste und letzte Corona-Fall ist, mit dem sie konfrontiert werden. Zumal der kalte und feuchte Winter vor der Tür stehe. Brigitte Feldevert: „Wir wünschen uns, dass die aktuelle Infektion für das Kind glimpflich verläuft.“

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