Seniorengruppe im Georgsheim löst sich auf
Trauriger Abschied nach 50 Jahren

Ochtrup -

Nein, Corona ist nicht schuld. Die Beteiligung an den Seniorentreffen im Georgsheim wurde von Jahr zu Jahr geringer. Dabei waren es in Spitzenzeiten mehr als 80 Männer und Frauen, die Woche für Woche zusammenkamen.

Dienstag, 13.10.2020, 06:45 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 17:52 Uhr
Pastoralreferentin Anna-Maria Trockel (nicht im Bild) dankte dem engagierten Team für den Einsatz (v.l.): Gaby Altepping, Annegret Holthenrich, Agnes Tömmers, Klärchen Greive, Susanne Hagemann und Elisabeth Oelerich. Es fehlt Monika Rall.
Pastoralreferentin Anna-Maria Trockel (nicht im Bild) dankte dem engagierten Team für den Einsatz (v.l.): Gaby Altepping, Annegret Holthenrich, Agnes Tömmers, Klärchen Greive, Susanne Hagemann und Elisabeth Oelerich. Es fehlt Monika Rall. Foto: Anna-Maria Trockel

Seit etwa 50 Jahren gibt es die Seniorennachmittage St. Marien im Georgsheim. Nach der Gründung traf sich die Gruppe ein Mal im Monat. Aufgrund der großen Nachfrage und des enormen Zuspruchs wurde im Laufe der Jahre daraus ein wöchentliches Treffen. Zu Spitzenzeiten waren mehr als 80 Frauen und Männer Woche für Woche dabei.

Doch: „Alles hat seine Zeit“, wird Pastoralreferentin Anna-Maria Trockel im Pressebericht zitiert. Gemeinsam mit dem Team habe sie sich dazu entschlossen, die Gruppe jetzt aufzulösen. Nicht nur aufgrund der momentanen unsicheren Situation hinsichtlich Corona, sondern vielmehr, weil das Interesse und die Nachfrage immer geringer geworden seien. „Zuletzt kamen nur noch zwei bis drei Frauen und acht Männer zum Doppelkopfspiel.“

Alles hat seine Zeit

Das letzte Treffen nutzte Anna-Maria Trockel jetzt, um sich auch im Namen der Kirchengemeinde St. Lambertus bei dem engagierten Team für dessen Einsatz zu bedanken. „Zahllose Stunden haben Sie sich für die älteren Menschen in Ochtrup eingesetzt, unzählige Brötchen geschmiert, sich stets um die Dekoration gekümmert“, lobte sie.

Neben dem Kaffeetrinken seien die Gymnastik und das Kartenspielen feste Bestandteile der Seniorennachmittage gewesen. „Und auch wenn Andachten, Ausflüge, Wallfahrten, Besuche, Herbstfeste oder Karnevals- und Adventsfeiern durchgeführt wurden, seid ihr als Team ehrenamtlich und mit ganz viel Herzblut aktiv gewesen“, würdigte Anna-Maria Trockel die Engagierten weiter.

Ulla Gemen gewürdigt

Neben den anwesenden Frauen wurde auch Ulla Gemen, die über viele Jahre den Vorsitz innehatte und nun krankheitsbedingt nicht mehr dabei sein konnte, gewürdigt.

Doch nicht nur sie, sondern auch ihr Ehemann Josef, der immer tatkräftig beispielsweise beim Räumen von Tischen und Stühlen mitgeholfen hat, stand beim letzten Treffen im Fokus.

„Wir waren stets eine gute Truppe, daher fällt uns der Abschied schwer“, waren sich die Frauen einig, denen man die Freude über langjährige Tätigkeit ebenso anmerkte wie auch den Wehmut des Abschieds.

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