Junger Ochtruper verunsichert
Corona-Kontaktperson – und was jetzt?

Ochtrup -

„Was bedeutet das nun für mich?“, fragte sich ein junger Ochtruper. Er hatte sich jüngst mit einem Freund getroffen, der nun positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Manfred Wiggenhorn und Birgit Stening von der Stadt Ochtrup erklären die Abläufe und die Arbeit der Behörden.

Donnerstag, 12.11.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 12.11.2020, 19:59 Uhr
In der Infektpraxis in der Professor-Gärtner-Straße 7 wechseln sich die Hausärzte als Ansprechpartner für Infektpatienten ab.
In der Infektpraxis in der Professor-Gärtner-Straße 7 wechseln sich die Hausärzte als Ansprechpartner für Infektpatienten ab. Foto: Marc Brenzel

Reichlich verunsichert war jüngst ein Ochtruper als er erfuhr, dass ein Freund, mit dem er sich jüngst noch getroffen hatte, positiv auf das Coronavirus getestet worden war. „Was bedeutet das nun für mich?“, fragte sich der junge Mann. „Ich weiß gar nicht, was ich jetzt tun muss“, bekannte er.

„Erst einmal Ruhe bewahren“, lautet die fast synchrone Antwort von Ordnungsamtsmitarbeiter Manfred Wiggenhorn und der Ersten Beigeordneten Birgit Stening . Zwar hat beim Thema Corona das Gesundheitsamt des Kreises „den Hut auf“, jedoch kennen die beiden Verwaltungsmitarbeiter die Abläufe. „Wer positiv getestet wurde, muss seine Kontaktpersonen angeben“, erklärt Manfred Wiggenhorn das Prozedere. „Das Gesundheitsamt hat da bestimmte Abfrageschemen“, ergänzt Birgit Stening. Das bedeutet: Wer Kontaktperson ist, wird vom Gesundheitsamt benachrichtigt. Grundsätzlich empfiehlt Manfred Wiggenhorn aber Personen, die sich sicher sind, eine Kontaktperson zu sein, daheim zu bleiben und Kontakte zu anderen Menschen möglichst zu meiden.

Quarantäne und Isolierung

Kontaktpersonen begeben sich in Quarantäne, Infizierte in Isolierung. Die Stadt Ochtrup stellt dafür die Ordnungsverfügungen aus. Sie fungiert in der Coronakrise als ausführende Behörde. Besagte Verfügungen werden beispielsweise in vielen Fällen von Arbeitgebern verlangt. Derzeit dauert eine Quarantäne für Kontaktpersonen 14 Tage. Infizierte Personen werden entweder mit einem negativen Coronatest aus der Isolierung entlassen oder, wenn sie an vier aufeinanderfolgenden Tagen symptomfrei sind – Letzteres allerdings nur in Absprache mit dem Gesundheitsamt des Kreises Steinfurt.

„Wer sich aber unsicher ist, sollte auf jeden Fall Kontakt zu seinem Hausarzt aufnehmen oder auch zur Infektpraxis“, rät Birgit Stening den Menschen in der Töpferstadt. Zudem halte das Gesundheitsamt des Kreises ein Bereitschaftstelefon vor.

Die Zahl der Infizierten lag am Mittwoch in Ochtrup bei 37, 152 Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne. Die Stadt Ochtrup informiert täglich auf ihrer Internetseite über die aktuellen Entwicklungen. Aufgrund der unterschiedlichen Erfassungszeiträume könne es zu Abweichungen zwischen den Zahlen des Kreises und der Kommune kommen, erklärt Manfred Wiggenhorn.

Maskenpflicht in der Innenstadt

Er nimmt übrigens zu allen positivgetesteten Och­trupern telefonisch Kontakt auf. Bei der großen Anzahl sei das bei den Kontaktpersonen in Quarantäne allerdings nicht mehr möglich.

Um eine Ausbreitung des Coronavirus in Ochtrup weiter einzudämmen, wird die Maskenpflicht, die aktuell in großen Teilen der Innenstadt gilt, auch durch Mitarbeiter des Ordnungsamtes kontrolliert. Allerdings gebe es von dieser Stelle aus wenig Negatives zu berichten, so Manfred Wiggenhorn. „Es bleibt aktuell bei mündlichen Verwarnungen.“

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