Ochtruper wegen Betrugs vor Gericht
Freispruch ohne Zweifel

Ochtrup/Steinfurt -

Ein 37-jähriger Ochtruper musste sich jetzt wegen Betrugs vor dem Amtsgericht Steinfurt verantworten. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass der Anklagevorwurf so nicht richtig war.

Montag, 16.11.2020, 19:42 Uhr aktualisiert: 16.11.2020, 19:50 Uhr
Wegen Betrug saß ein Ochtruper jetzt auf der Anklagebank des Amtsgerichts Steinfurt.
Wegen Betrug saß ein Ochtruper jetzt auf der Anklagebank des Amtsgerichts Steinfurt. Foto: Mike Oelerich

Mit einem lupenreinen Freispruch endete jetzt ein Strafverfahren gegen einen 37 Jahre alten Ochtruper vor dem Amtsgericht Steinfurt. Der Anklagevorwurf des Betruges war nach der Beweisaufnahme nicht aufrechtzuerhalten.

Am 29. März dieses Jahres tankte der Angeklagte für 40 Euro bei einer Tankstelle in Ochtrup, ohne dass er den Betrag zahlen konnte, was den Straftatbestand des Betrugs erfülle, hieß es in der Anklageschrift. Nach der Einlassung des Angeklagten und der Sichtung verschiedener Belege aus der Gerichtsakte bestätigte sich der Vorwurf jedoch nicht.

Erst nach dem Tankvorgang, so schilderte er es dem Gericht, habe er bemerkt, dass er seine Geldbörse nicht bei sich hatte. Er teilte dies sofort an der Kasse mit und hinterließ seinen Namen und seine Ochtruper Anschrift. Einen in seinem Heimatland Kosovo ausgestellten Ausweis hinterlegte er ebenfalls an der Kasse der Tankstelle. Die ihm daraufhin zugestellte Rechnung habe er bezahlt, so ging es aus den Belegen hervor, allerdings erst nachdem er eine Mahnung erhalten habe.

Für die Staatsanwältin stand fest, dass dem Angeklagten keine Betrugsabsicht vorzuwerfen war. Er habe sich bei der Tankstelle ausreichend ausgewiesen und die Rechnung bezahlt. Daher sei der Angeklagte freizusprechen. Diesem Antrag schloss sich die Richterin in ihrem Urteil ohne Einschränkungen an.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7680529?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker