Übungen unter speziellen Voraussetzungen
Bewegung auf Rezept ist wieder erlaubt

Ochtrup -

Sportler müssen in diesen Monaten, in denen besonders verschärfte Regelungen im Zusammenhang mit der Corona-Vorbeugung herrschen, ohne ihre Trainingseinheiten auskommen. Eine Ausnahme bildet der Rehasport, wenn er vom Arzt angeordnet ist, und die Rehapraxis über entsprechend großzügige Räumlichkeiten verfügt. Im Piusstift ist unter diesen Rahmenbedingungen ab Dienstag wieder Sport möglich.

Montag, 30.11.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 03.12.2020, 16:43 Uhr
Ärztlich angeordnet und in großzügigen Räumlichkeiten kann Rehasport wieder ausgeübt werden.
Ärztlich angeordnet und in großzügigen Räumlichkeiten kann Rehasport wieder ausgeübt werden. Foto: dpa-tmn

Eigentlich bietet sich der November doch hervorragend an, um mal wieder Sport zu treiben. Doch abgesehen von Joggingrunden in der freien Natur und Turnübungen im heimischen Wohnzimmer blieb Hobbysportlern in den vergangenen vier Wochen kaum etwas übrig. Auch Rehasportler, also jene, denen ein Arzt Bewegung verordnet hat, durften nicht in die Physiotherapiepraxen und Fitnessstudios.

„Ursprünglich waren Gruppentrainings nicht erlaubt“, berichtet Hajo Reekers . In seiner Praxis im Pius-Stift und auch im Fitwerk am Witthagen trainieren normalerweise bis zu 60 Rehaport-Gruppen mit je 15 Teilnehmern. Seit März dieses Jahres sind nur noch acht erlaubt. Anfang November war der Rehabilitationssport dann komplett gecancelt. Schon im März sei das Training nur mit „gewaltigem Aufwand“ möglich gewesen, erzählt Hajo Reekers. Statt zwei mal pro Woche, konnten die meisten Sportler nur ein Mal wöchentlich trainieren. „Aber alle haben das toll mitgemacht“, freut sich der Sportfachmann. Er findet, dass die Maßnahme sogar den Zusammenhalt in den Gruppen gestärkt habe. Doch seit 1. November durfte gar nicht mehr trainiert werden.

Als vor etwa eineinhalb Wochen die schriftlichen Maßnahmen kamen, stellte Hajo Reekers fest, dass ärztlich verordneter Rehasport unter bestimmten Voraussetzungen doch erlaubt ist. Ab dem morgigen Dienstag hat er Rehasport deshalb wieder im Angebot. Ihm ist bewusst, dass nicht alle seiner Berufskollegen dazu in der Lage sind, schließlich sei nicht jede Praxis räumlich dafür ausgelegt.

Im Piusstift hat er nun einen Raum für eine Gruppe bis zu zehn Sportlern und einen für bis zu acht Sportler eingerichtet. Nach jedem Training muss alles desinfiziert werden. „Wir haben jetzt noch mehr Platz geschaffen. Die Rehasportler können zu den gewohnten Zeiten kommen“, informiert der Physiotherapeut. Training an Geräten ist allerdings nicht möglich.

Hajo Reekers hofft, dass viele Rehasportler nun wieder zum Training kommen, schließlich sei diese Maßnahme gerade im Anschluss an Physiotherapie beispielsweise nach einer Operation als Aufbautraining gedacht und besonders wichtig.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7699955?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F182%2F
Nachrichten-Ticker