Inklusionsbeirat für Menschen mit Behinderung
Neuer Vertreter für Kreis-Gremium gesucht

Ochtrup -

Die Stadt Ochtrup sucht einen neuen Vertreter für den Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt, der sich für die Interessen von Menschen mit Behinderung einsetzt. Worum es geht und wer sich für das Amt am besten eignet, erklärt Manfred Mensing, der selbst zwei Jahre Mitglied in dem Gremium war.

Donnerstag, 31.12.2020, 14:59 Uhr aktualisiert: 31.12.2020, 15:01 Uhr
Wo hakt es bei der Barrierefreiheit? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich der Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt, für den die Stadt Ochtrup einen neuen Vertreter sucht.
Wo hakt es bei der Barrierefreiheit? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigt sich der Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt, für den die Stadt Ochtrup einen neuen Vertreter sucht. Foto: Anna Spliethoff

Wer kennt die Interessen, Herausforderungen und Probleme von Menschen mit Behinderung besser als sie selbst oder diejenigen, die direkt mit ihnen zu tun haben – ob privat, beruflich oder ehrenamtlich? Genau so jemanden sucht die Stadt Ochtrup als neuen Vertreter für den Inklusionsbeirat des Kreises Steinfurt.

Hilfsweise werden Politiker entsendet. So war Manfred Mensing von den Freien Wählern Ochtrup (FWO) zwei Jahre lang in dem Gremium vertreten. Mit dem Beginn der neuen Legislaturperiode hat sein Nachfolger als Vorsitzender des Sozialausschusses, Sebastian Schoo von den Grünen, das Amt übernommen. „Übergangsweise“, wie Mensing betont. Denn eigentlich soll eine Person aus der Töpferstadt entsandt werden, die näher an der Thematik dran ist. „Idealerweise eben jemand, der die Probleme vor Ort kennt und sie beschreiben kann.“

Netzwerk

Aus seiner Zeit im Inklusionsbeirat weiß der FWO-Ratsherr, dass sich dort beispielsweise Eltern behinderter Kinder, aber auch Menschen mit Handicap selbst engagieren. „Sie sind am besten dafür geeignet, weil sie betroffen sind“, ist er überzeugt. Und auch davon: „Sich in dem Gremium einzubringen, ist eine gute Möglichkeit, um Unterstützung auf Kreisebene für Ochtruper Themen zu erhalten.“ Vor allem habe Mensing den Inklusionsbeirat als ein gutes Netzwerk erlebt, in dem sich die Mitglieder nicht nur über die Probleme in ihren jeweiligen Kommunen austauschen. Er spricht von einer „Chance, Kontakte zu Entscheidungsträgern zu knüpfen, auf gesellschaftlicher und politischer Ebene“.

Themen

Thematisch geht es in den Sitzungen des Inklusionsbeirats, der sich als Interessenvertretung für Menschen mit Behinderungen aller Art verstehe, unter anderem um Arbeit, Freizeit, Sport und Mobilität – und das sei eben nicht ausschließlich Sache der einzelnen Städte und Gemeinden. „Busverkehr findet ja nicht nur in Ochtrup statt“, nennt der FWO-Politiker ein Beispiel. „Da macht es Sinn, den gesamten Kreis in den Blick zu nehmen.“ Ein großes Thema sei Barrierefreiheit, etwa bei Verkehrsfragen oder Bauvorhaben.

Idealerweise entsende jede Kommune einen Vertreter plus einen Stellvertreter in den Inklusionsbeirat. Die Amtszeit beträgt fünf Jahre. Sitzungen finden mindestens zwei Mal im Jahr statt. Wer sich für die Aufgabe interessiert, kann sich bei Michael Alfert, Leiter des Fachbereichs Ordnung, Schulen und Soziales der Stadt Ochtrup, unter Telefon 0 25 53 / 7 32 10 melden. Antworten auf inhaltliche Fragen zum Inklusionsbeirat gibt Mensing unter Telefon 01 73 / 7 22 97 51.

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