Umweltverschmutzung an Brookweg und Alt Metelener Weg
170 Dosen auf 200 Metern: „Das ist eine Riesensauerei“

Ochtrup -

Illegale Müllentsorgung ist auch in Ochtrup ein Problem. Immer wieder findet sich vor allem im Außenbereich Unrat wie Autoreifen, Hausmüll oder Grünschnitt, die einfach in die Landschaft gekippt wurden. Der Ochtruper Norbert Korthues stieß jüngst am Brookweg und am Alt Metelener Weg wieder auf eine solche „Riesensauerei“.

Dienstag, 19.01.2021, 17:45 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 19:18 Uhr
Jede Menge Müll wurde jetzt im Bereich des Alt Metelener Wegs und am Brookweg illegal entsorgt. Norbert Korthues hat die Umweltverschmutzung mit dem Handy dokumentiert.
Jede Menge Müll wurde jetzt im Bereich des Alt Metelener Wegs und am Brookweg illegal entsorgt. Norbert Korthues hat die Umweltverschmutzung mit dem Handy dokumentiert. Foto: Norbert Korthues

Norbert Korthues führt seinen Hund mehrmals täglich aus. Mit seinem Vierbeiner unternimmt er ausgedehnte Spaziergänge durch die Natur. Dabei schaut er nicht nur geradeaus, sondern auch mal nach rechts und links. Der Unrat, den er dabei an verschiedenen Stellen entdeckt, treibt dem Langenhorster die Zornesröte ins Gesicht.

„Die Leute werfen ihren Müll achtlos in die Gegend. Und einige scheinen ihren Abfall sogar bewusst in der Landschaft zu entsorgen. Das ist eine Riesensauerei“, ärgert sich Korthues und zeigt Fotos von gefüllten Müllsäcken in Gräben, vom Getränkedosen und anderem Abfall, die er in den Bereichen Brookweg und der Straße zur Kläranlage aufgenommen hat. „Zwischen dem Ende des Alt Metelener Wegs und dem Klärwerk habe ich in einer Wallhecke auf 200 Meter über 170 Dosen gezählt. Und an einigen Stellen hat man den Eindruck, dass jemand seine Mülltonnen dort ausgekippt hat“, berichtet er.

Illegale Müllentsorgung im Bereich der Waldstraße.

Illegale Müllentsorgung im Bereich der Waldstraße. Foto: Norbert Korthues

Norbert Korthues kann ein derartiges Verhalten nicht nachvollziehen. Zumal jeder Bürger die Möglichkeit habe, seinen Abfall auf legale Weise zu entsorgen, spricht der Langenhorster das Abfallsystem der Kommune an. Gelber Sack, Restmülltonne, Papiertonne, Schadstoffmobil, alles werde geboten. „Das Problem ist nicht neu“, sagt Manfred Wiggenhorn vom Ordnungsamt der Stadt Ochtrup. Er erinnert an die jährliche Frühjahrsaktion „Ochtrup räumt auf“, die das dokumentiere. Da sei bislang Jahr für Jahr jede Menge Unrat zusammen gekommen. „Im vergangenen Jahr musste die Aktion coronabedingt leider ausfallen“, bedauert Wiggenhorn und hofft, dass es in diesem Jahr die Möglichkeit zu einer entsprechenden Initiative gibt. „Allerdings in einer anderen Form als bisher, denn wir dürfen nicht gegen die Coronaregeln verstoßen. Wir suchen noch nach einer pandemiegerechten Lösung“, ergänzt Bürgermeisterin Christa Lenderich. Sie und Wiggenhorn sprechen weitere Abfallsünden an. Unter anderem den Grünschnitt, der vielfach in der Natur entsorgt wird, obwohl dieser kostenlos beim Verwertungszentrum Kockmann abgegeben werden könne.

Autoreifen wurden im Gebüsch entsorgt.

Autoreifen wurden im Gebüsch entsorgt. Foto: Norbert Korthues

Wird jemand erwischt, der zum Beispiel Hausmüll, Bauschutt oder Autoreifen illegal entsorgt, wird das geahndet. Nach Aussagen der Bürgermeisterin können anhand des Hausmülls mitunter auch Rückschlüsse auf den Betreffenden gezogen werden. „Damit wir ein sauberes Stadtbild und eine saubere Landschaft haben, ist die Achtsamkeit jedes Einzelnen gefragt“, appelliert Christa Lenderich an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

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