Schäden durch Schmelzwasser vermeiden
Von feuchten Wänden und einer tropfenden Lampe

Ochtrup -

Das aktuelle Winter- oder besser gesagt das Tauwetter sorgt für feuchte Wände. Schmelzwasserschäden lautet dafür der Fachbegriff. Ronja Laumann, Bezirksdirektorin der Continentale-Versicherung, rät dazu, rechtzeitig auf den Dachboden zu gucken und eventuell dorthin verwehten Schnee zu entfernen, bevor er ins das Gemäuer sickert. Denn: „Schmelzwasserschäden sind nicht versicherbar.“

Dienstag, 16.02.2021, 05:45 Uhr aktualisiert: 16.02.2021, 14:42 Uhr
Das beginnende Tauwetter nach den schneereichen Tagen kann zu Schmelzwasserschäden im Gemäuer führen.
Das beginnende Tauwetter nach den schneereichen Tagen kann zu Schmelzwasserschäden im Gemäuer führen. Foto: dpa

Tauchen an den Zimmerdecken oder auf den Wänden plötzlich dunkle Flecken auf und fühlt sich die Tapete feucht an, ist das kein gutes Zeichen. Wer solche Schäden in den vergangenen Tagen entdeckt hat, kann sie aller Wahrscheinlichkeit nach auf die jüngsten Schneefälle schieben – genauer darauf, dass sich die weißen Flocken durch Verwehungen zwischen den Ziegel hindurch einen Weg auf den Dachboden gebahnt haben und bei Tauwetter durch das Gemäuer sickern. Doch diese Erkenntnis nutzt im Nachhinein wenig. Auch wer noch so gut vorgesorgt habe, bleibe am Ende auf den Kosten sitzen, wie Ronja Laumann , Bezirksdirektorin der Continentale-Versicherung, erklärt: „Schmelzwasserschäden sind nicht versicherbar.“

Fleck an der Wand

Sie hat ihr Büro in Wettringen, ihr Privathaus steht in Ochtrup. Nicht nur durch zahlreiche Anrufe auf ihrem Diensttelefon hat sich Laumann viel mit dem Thema beschäftigt, sie ist auch selbst betroffen. Aufgefallen seien sie Schmelzwasserschäden durch einen dunklen Fleck im Kinderzimmer des Sohnes. „Wir haben die Feuchtigkeit in mehreren Zimmern auf der Etage“, berichtet die Ochtruperin, die aus ihrem Job noch ganz andere Geschichten kennt. „Ich habe in einem Video gesehen, wie Wasser von einer Lampe getropft ist“, verrät Laumann. Sie habe auch erfahren, dass solche Schäden nicht nur bei älteren Häusern auftreten, sondern auch bei welchen, die erst seit ein paar Jahren stehen.

Über die Gebäudeversicherung könnten Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel und auch Elementargefahren abgesichert werden. „Dazu zählen solche, die zum Beispiel durch das Gewicht von Schnee oder durch Eismassen entstehen“, erklärt Laumann. Aber eben nicht durch Schmelzwasser.

Da bleibe ihr nur ein guter Rat: „Auf den Dachboden und am besten auch in den Keller schauen, den Schnee rausschaffen, damit den Schaden so gering wie möglich halten – und im Zweifelsfall den Dachdecker hinzuziehen.“

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