Rosenmontagszug der Kinderkiste
Auf Abstand – aber mit Helau und Buäh

Ochtrup -

Ganz auf Karneval verzichten? Das wollten die Kinder der Kinderkiste nicht und haben zusammen mit ihren Pädagogen einen eigenen Rosenmontagszug auf die Beine gestellt – mit Abstand, aber auch mit viel Helau und Buäh.

Mittwoch, 17.02.2021, 06:01 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 06:10 Uhr
„Helau“ und „Buäh“ hieß es aus gebührendem Abstand beim internen Rosenmontagszug der Kinderkiste.
„Helau“ und „Buäh“ hieß es aus gebührendem Abstand beim internen Rosenmontagszug der Kinderkiste. Foto: Monique Feldmann-Wüstefeld

Karneval 2021 soll einfach ausfallen? Das wollten die Kinder und Pädagogen der Kinderkiste nicht ganz akzeptieren – und haben einen eigenen Umzug auf die Beine gestellt.

Seit knapp einem Jahr dreht sich fast alles um Corona. „Im Kindergartenalltag müssen die Kinder mit den Maßnahmen durch das Virus leben“, heißt es in einem Pressetext der Kinderkiste. „Die Kinderkiste ist eine Elterninitiative, die nach dem offenen Konzept arbeitet. Das bedeutet, dass die Kinder eigentlich keine festen Gruppenräume haben. Es gibt verschiedene Funktionsbereiche, die die Kinder nach ihrem Belieben auswählen können und dort spielen. Aktuell hat das Team der Kinderkiste sein ganzes Konzept umwerfen müssen und arbeitet, wie die Landesregierung es vorschreibt, in festen Kleingruppen mit Stammpersonal. Auch die vielen neuen Hygienemaßnahmen setzen die Kinder selbstverständlich um und akzeptieren jede Veränderung. Von den Kindern wird zurzeit viel abverlangt. Die Pädagogen fühlen, dass sie einfach nur froh sind, wieder im Kindergarten zu sein: Hier bekommen sie ein Stück Normalität zurück.“

Die zündende Idee

Auch die Feste wie Entlassungsfeier oder St. Martin mussten anders als gewohnt gefeiert werden. Anders – aber sie fanden statt. „Also, warum sollte dann Karneval komplett ausfallen?“, fragten sich die Pädagogen. Im Kinderparlament wurde der Wunsch nach einer Karnevalsfeier gehört und über die aktuelle Situation diskutiert. Viele der Kinder waren im vergangenen Jahr beim Rosenmontagszug auf den Karnevalswagen beteiligt. So entstand schnell die Idee: „Wenn wir nicht zum Rosenmontagsumzug gehen können, kommt der Rosenmontagsumzug halt zu uns.“

Drei Mottowagen

Die Kinder schmiedeten Pläne und entschieden sich für drei Mottowagen: Pokémon, Pippi Langstrumpf und Tiere sollten die Themen werden. Auch ein Polizeiauto durfte nicht fehlen. So bastelten sie über mehrere Wochen im eingeschränkten Pandemiebetrieb in den Kleingruppen fleißig an den Karnevalswagen, die am Rosenmontag ihre Runden auf dem Kita-Gelände zogen. Coronakonform präsentierten sich die Kleingruppen mit glücklichen, verkleideten Kindern gegenseitig ihre Mottowagen. Da hieß es eben auf Abstand: „Helau“ und „Buäh“. Dabei flogen ordentlich Konfetti und Kamelle. Für die Karnevalsparty ging es dann in die Gruppen, wo die Kinder in kleiner Runde feierten und tanzten. „Die Kinder in der Notbetreuung hatten einen wundervollen Karnevalsmorgen“, heißt es im Pressetext.

Für alle Kinder, die zu diesem Zeitpunkt nicht in der Notbetreuung waren, hatten sich die Pädagogen etwas ausgedacht. Sie erhielten ein „Karneval To Go“-Paket, um zu Hause feiern zu können.

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